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KTM 690 SMC SMC R Test

27.02.2013 17:44    |   Bericht erstellt von Marodeur

Testfahrzeug KTM 690 Enduro R
Leistung 67 PS / 49 Kw
Hubraum 690
Aufbauart Andere
Kilometerstand 3000 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 6/2012
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer einige Monate
Gesamtnote von Marodeur 3.5 von 5
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Einleitung

Gekauft weil ich die Motorleistung entgegen dem allgemeinen Trend mal wieder senken wollte. Mit über 100 PS (bei 200 kg) schnalzt man so schnell auf die 160 rauf, dies fand ich auf Dauer einfach nicht gut für Gesundheit und/oder Führerschein. Daher lieber mal wieder was flottes für die Kurven das man auch mal richtig auswürgen kann ohne das der Lappen sofort weg ist.

 

Dafür wollte ich ein Fahrzeug das mir spielerisches Handling bietet, auf alles unnötige Fett verzichtet (und die ganze Ausstattung wie Windschild, Koffer, etc. halte ich für unnötiges Fett) und mir einfach auf unseren noch recht kurvigen Straßen mächtig Spaß macht.

 

Nachdem ich auch weiterhin ein großer KTM-Fan bin und in der Hinsicht bei der Konkurrenz auch nix geboten wird kamen dazu die 690 Duke und die SMC-R in Frage.

 

Die Duke ist dabei eindeutig das massentauglichere Bike. Niedriger, ABS, der Motor noch ein Stück kultivierter, bequeme Sitzbank. Aber auch ein Landstraßenfeger vor dem Herrn.

 

Trotzdem wurde es nach einer Probefahrt die SMC-R. Es ist einfach die puristischere Fahrmaschine, sie ist höher, man sitzt aufrechter und der Motor geht etwas rauer aber trotzdem nicht unangenehm zu werke. Und das Aussehen spielte natürlich auch eine Rolle, emotional liegt die SMC R weit vor der Duke.

 

Gefahren wird sie immer und überall ausser bei richtig miesem Wetter und im Winter. Kleine Touren, in die Arbeit und spassige Feierabendrunden auf der Hausstrecke.

Galerie

Karosserie

3.5 von 5

 

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Extreme Übersicht, nichts im Weg
  • - Gepäck und Sozia transportiert man lieber anderweitig

Antrieb

3.0 von 5

 

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Sehr drehfreudiger Motor
  • + Leistung für das Gewicht gut, für einen Single sowieso
  • + Geringer Verbrauch
  • - Reichweite aufgrund des kleinen Tanks recht beschränkt aber dank des geringen Verbrauchs noch ok
  • - Durchzug konzeptbedingt eher mau, lieber zurückschalten
  • - Getriebe will mit Nachdruck geschaltet werden sonst landet man zwischen den Gängen

Fahrdynamik

4.0 von 5

 

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Beschleunigt dank geringen Gewichts sehr gut
  • + Abgesehen vom schlechten Wendekreis eine echte Kurvensau. Eine Waffe. PKW-Fahrer: bitte die Kurve nicht zuparken wenn so ein oranges Geschoss kommt.
  • + Bremsen beissen richtig zu, lassen sich gut dosieren. Ein Punkt weniger wegen fehlendem ABS
  • - Wendekreis wie ein LKW, erwartet man so nicht unbedingt

Komfort

3.0 von 5

 

Testkriterien
Federung (einstellbar): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Fahrwerk allererste Sahne
  • + Sitzbank bequemer als man von so einem Hardcoregerät erwartet. Sehr schmal aber weich gepolstert. Für lange eintönige Strecken aber weniger geeignet.
  • - Kein Windschild also natürlich volle Windgeräusche.

Emotion

5.0 von 5

 

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Bei den Emotionen liegt das Teil ganz weit vorn

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Dieses Motorrad ist für alle die

- gerne Kurven fahren

- dem Verzicht auf Features das nur unnötiges Gewicht bringt huldigen

- auf pure Fahrgeräte stehen

- die aufrechte Sitzposition mögen aber trotzdem gerne sportlich fahren

- Einzylinder mögen

- orange infiziert sind

 

Ein Wartungsintervall von 10.000 km und relativ geringe Wartungskosten sprechen ebenfalls für diesen fetzigen Einzylinder.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Nicht zu empfehlen für alle die

- mit viel Gepäck reisen wollen

- oft mit Sozia/Sozius fahren

- klein sind

- keine Vibrationen mögen

- gerne schaltfaul fahren

- Wetterschutz brauchen

- Allerlei Komfortfeatures und/oder die letzten Sicherheitsfeatures wollen

Gesamtwertung: 3.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 0

20.12.2015 14:58    |    Trennschleifer43955

Ich stimme dir vollkommen zu optisch ist das Teil echt Bomba, vorallem die Orange elloxierten Felgen sind ein blickfang.

Leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit das gute Stück Probe zu fahren.

 

Als - würde ich allerdings noch den Anschaffungspreis angeben, der ist höher als bei der Duke und auch so nicht ganz ohne, allerdings hat man durch das "Monopol" von KTM mit dieser Art von Maschine wohl kaum eine Wahl.

Leider für mich ein Ausschlusskreterium.


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