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Harley-Davidson FLS Cross Bones Twin Cam 96b Test

22.11.2011 13:16    |   Bericht erstellt von SU-Biker

Testfahrzeug Harley-Davidson FLS Cross Bones Twin Cam 96b
Leistung 75 PS / 55 Kw
Hubraum 1584
Aufbauart Andere
Getriebeart Handschaltung
Nutzungssituation Motorrad privat
Testdauer einige Monate
Gesamtnote von SU-Biker 3.5 von 5
Gesamtwertung Harley-Davidson FLS Cross Bones 3.5 von 5
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Einleitung

Harley Davidson Cross Bones

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie den Test oder fragen Sie einen glücklichen Besitzer

 

Beeindruckt von den alten Harley-Bobbern wollte ich mir meinen Lebenstraum erfüllen und mir eine alte Harley in neuem Gewand kaufen. Also ab zu den einschlägigen Schrauberwerkstätten. Dort hieß es immer wieder klar können wir machen, so ein Neuaufbau ist ab ca. 30.000 Euro zu realisieren je nach Motor, Rahmen und Gabel etc.

 

„Kannste schrauben?“ „Nein“

„Haste jede Menge Geld um zur Werkstatt zu gehen?“ Nein!

 

Dann empfehlen wir Dir eine Harley Davidson Cross Bones.

Bobber Style ab Werk: Springergabel, Solositz, vorne und hinten Ballonreifen 130 bzw. 200er, Softailrahmen, 96 CUI TwinCam Motor der neuen Generation (B).

 

Mit diese Empfehlung bin ich dann mit schweißnassen Händen zu meinem örtlichen Harley Händler gefahren, Probefahrt! Als er dann meinen Lebenstraum aus der Halle schob klopfte mein Herz immer schneller und meine Bedenken wurden immer größer! So ein riesiges/schweres (333kg Leergewicht) Motorrad zu bewegen das wird ne schwierige Veranstaltung!

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Karosserie

2.5 von 5

Nach kurzer Einweisung ich rauf auf den Bock, Helm auf und los geht es! Nach 5 km hatte ich ein Grinsen auf dem Gesicht, dass ich nicht mehr weg bekam. Die 350 kg vollgetankt, die hab ich nicht mehr gemerkt, alles ging irgendwie leicht und easy. Die Sitzposition ist bis 110 km/h entspannt, danach reißt der MiniApe ein wenig an der Schulter.

Reisegeschwindigkeit ist also zwischen 100-120 km/h! Der Sattel ist bequem, könnte aber ein wenig mehr Kontur haben, Bei schneller Fahrt rutscht man ein wenig nach hinten! Und man sitzt voll im Wind nicht im Motorrad sondern auf dem Moped. Die Trittbretter sind ein Traum total entspannt Füße abstellen, trägt wesentlich zur bequemen Sitzposition bei!

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Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Ein Bike das Emotionen weckt!

Antrieb

3.5 von 5

Alle Instrumente, Schalter und das Dashboard (Konsole) sind wertig verarbeitet und gut erreichbar. Die Cross Bones hat einen Keyless Entry, die Alarmanlage wird scharf gestellt, sobald der Transponder ca. einen Meter vom Motorrad entfernt wird, und die Zündung ausgeschaltet ist, so wird auch das Tanken recht risikofrei, das Moped kann nicht ohne Alarmanlage weggerollt werden.

Leistung, ja hat die Cross Bones, ist aber nicht so wichtig, der Weg ist das Ziel, deshalb begnügt sie sich mit 53 kw und sagenhaften 120 nm Drehmoment, was zu einem schaltfaulen Fahren einlädt. Auf der Landstraße und das ist ihr Revier fährt man auf engen Strecken im 3-4 Gang und auf breiteren im 5-6 Gang man hat dann die beste Reisegeschwindigkeit erreicht, wenn der Motor leicht brubbelt. Der Verbrauch pendelt sich bei meiner Fahrwiese bei ca. 5 l /100 km ein.

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Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Cruisen im 5ten Gang kein Problem von 50 bis 120!!

Fahrdynamik

2.0 von 5

Dank Riemenantrieb läuft die Harley seidenweich und mit dem neuen Motor und den Ausgleichswellen sind die Vibrationen minimal, vorbei sind die Zeiten wo Harleyfahrer zwei Kaffee sich bestellen mussten weil sie die ersten verschüttelt hatten.

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Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + was solls, ichn fahre ja keine 200 mit dem Bock

Komfort

4.0 von 5

Mit einer Cross Bones cruiset man, man lässt den Alltag hinter sich, man genießt die Landschaft, das Motorrad und den ein oder anderen bewundernden Blick, was interessiert da Lenkverhalten und Fahrverhalten. Aber wie schon erwähnt, für so ein großes Stück Motorrad ist die Cross Bones dank ihres tiefen Schwerpunkts und ihrer exakten Sitzposition für mich leicht handelbar. Auch das Rangieren geht recht gut. Langezogene Kurven sind Ihr Element, Haarnadelkurven mag sie nicht so sie ihrem 200er Hinterrad Tribut zollen, der immer wieder eine kräftige Hand am Lenker fordert. Aufsetzen ist normal und schreckt nur die Mitfahrer. Die Trittbretter haben extra Angstnippel auf der Unterseite angebracht, das ist das Zeichen, dass man tief genug ist. Bremsen, naja die Cross Bones ist kein Bremswunder, wo andere nach 20 Metern stehen, braucht das Dickschiff schon 50 Meter, aber wenn man das weiß, ist das kein Problem, man fährt ja eh nicht schnell.

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Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + das ist ne Harley, wen interssiert das!

Emotion

4.5 von 5

Ich wiederhol mich gerne:

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie den Test oder fragen Sie einen glücklichen Besitzer!

 

Das Bike hat absolut Suchtpotential für mich gibt es keine Alternative, außer ich würde mir noch ein Langstreckenbike für die Autobahn kaufen!

 

Ich bin jetzt knapp 8000 km seit März gefahren, ich hoffe der Winter bleibt dieses Jahr im Urlaub, dann kann ich wenigstens durchfahren!

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Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + einfach nur geil

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Ich habe lange überlegt ob oder ob nicht

Ich habe mich dazu entschieden die Cross Bones im Original zu fahren, auch wenn das vielliecht für den ein oder anderen etwas öde ist, aber es gibt eh nicht viele davon und dann wollte ich auch den besonderen Charakter dieses Fahrzeuges erhalten.

 

Mit kurzem Heckfender sieht sie ja schon fast aus wie ne x-beliebige Custommade Softtail!

 

See you on the road

 

P.S. Eine Harley, besonders wenn es eine Springer ist, kann man nicht mit objektiven Kriterien messen, es ist eine Homage an die guten alten Zeiten wo Motorräder noch wie Motorräder aussahen und nicht wie Insekten auf zwei Rädern!

 

Deshalb gibt es von mir 5 Punkte mit *

SU-Biker

Gesamtwertung: 3.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.5 von 5 möglichen Sternen
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