• Online: 6.053

VW up! 1 (AA) 1.0 takeUP Bluemotion Test

21.10.2017 17:25    |   Bericht erstellt von MurksUp

Testfahrzeug VW up! 1 (AA) 1.0
Leistung 60 PS / 44 Kw
Hubraum 999
Aufbauart Schrägheck
Kilometerstand 12000 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 10/2015
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als ein Jahr
Gesamtnote von MurksUp 2.0 von 5
weitere Tests zu VW up! 1 (AA) anzeigen Gesamtwertung VW up! 1 (AA) 3.5 von 5
Hat Dir dieser Testbericht geholfen?
33% von 3 fanden das hilfreich
Hilfreich Nicht hilfreich

Einleitung

Mein Opel Astra G vermeldete nach 16 Jahren wirklich zuverlässigen und unproblematischen Einsatz die ersten Erschöpfungszustände, Volkswagen bot eine Wechselprämie im Fall der Verschrottung des Altfahrzeugs und so wurde der Astra mit mehr als einem Jahr Rest-TÜV schweren Herzens verschrottet. Ich habe vor der Bestellung keine Probefahrt gemacht und habe trotz vernommener Unkenrufe aus diversen Internet-Foren auf die Marke Volkswagen und deren Erfahrung vertraut. Ohne vorweg zu greifen, das war ein bitterer Fehler.

 

Volkswagen bot den up! 2015 nur ein Radio ohne Bluetooth und ohne USB-Anschluss an. Ein eher ungeschicktes Angebot, wenn die Zielgruppe auch junge Autofahrer umfassen soll. Die werksseitigen Lautsprecher haben mir klangmäßig ganz und gar nicht zugesagt und auf eine Dachantenne, die beliebtes Mitbringsel auf Kneipentouren zu sein scheint, war ich auch nicht scharf. So wurde der up! ohne Radio bestellt und mit einem Pfropfen anstelle der Dachantenne geliefert. Beim Händler habe ich dann eine Blende für ein ISO-Radio bestellt, ein Radio mit USB und Bluetooth sowie ein paar ordentliche Lautsprecher-Chassis mit dicken Kabeln und eine Scheibenantenne eingebaut. Mit dieser Lösung bin ich gemessen am Kosten- und Zeitaufwand voll zufrieden und den Ausstattungsoptionen von Volkswagen weit voraus.

Karosserie

2.5 von 5

Das Raumangebot im VW up! ist im Hinblick auf Abmessungen und Wendigkeit für die Kurzstrecke ein optimaler Kompromiss. Die Rückbank ist dann aber doch etwas knapp und billig konstruiert. Aber für zwei Schlümpfe reicht das durchaus und für längere Strecken würde ich den up! auch nicht einsetzen.

 

Der Kofferraum ist für diese Fahrzeugklasse erfreulich groß geraten. Im Kofferraum gibt es zur Rückwand einen offenen Bereich, so dass kleineres Transportgut sich seinen Weg in die unzugänglichen Weiten der Karosserie suchen kann und dort der Beschallung, der Verwesung oder der Rostbeschleunigung dienen kann. Ich habe vor dieser Öffnung zwei Gummifußmatten platziert, das sollte reichen.

 

Die Handbremsbetätigung ist nicht mit einem Faltenbalg gegen Dreck geschützt. Beim Anziehen der Handbremse spürt man bei meinem up! inzwischen auch deutlichen Widerstand und Ruckeln. Die Ursache muss ich bei Gelegenheit erforschen.

 

Beim TÜV wundert man sich auch über verstellte up!-Scheinwerfer. Bei meinem up! sind die Unterlegscheiben an den inneren Halterungen der Scheinwerfer derart schief befestigt, dass der dazwischen liegende eingeschraubte Adapter eigentlich nur auf einer Ecke belastet ist und sich in seinem Kunststoffgewinde einseitig senkt. Der sogenannte Serviceberater des hiesigen Volkswagen-Händlers findet das normal. Voilà, da braucht man sich beim TÜV nicht mehr wundern, wenn Volkswagen das immer so macht.

 

Die Scheinwerfer liefern mit H4-Licht nur etwas mehr als die Hälfte der Lichtstärke von H7-Einzelscheinwerfern, wie sie heute bei Halogen-Scheinwerfern üblich sind. Ich habe schon oft nach der Scheinwerferhöhenverstellung gesucht um sicherzustellen, dass ich die Scheinwerfer nicht aus Versehen nach unten gestellt habe. Der Regler für die Scheinwerferhöhenverstellung ist übrigens nicht beleuchtet und hinter dem Lenkrad eher verdeckt angeordnet.

 

Besonderes Augenmerk verdient die Heckscheibe, die bei extrem vielen VW up! durch ungleichmäßig verteilte Wellen und Beulen im unteren Drittel verunstaltet ist. In meinem Fall wurde die reklamierte Heckscheibe von der Vertragswerkstatt gegen ein wesentlich übler verformtes Exemplar ausgetauscht. Die Verformung ist so ausgeprägt, dass nun sogar die Dichtung des Türdrückers nicht mehr vollflächig aufliegt und damit nicht mehr dichten kann. Ich kann zur objektiven Visualisierung der Verformung ein Stück Papier ohne jeglichen Widerstand zwischen Dichtung des Türöffners und Heckscheibe schieben. „Kundenorientiert“ nennt Volkswagen den Austauschprozess einer welligen Heckscheibe gegen eine noch wesentlich schlechtere Heckscheibe. Das muss man wohl nicht weiter kommentieren. Da Volkswagen sich mit fachlichen Erklärungen in solchen Angelegenheiten penetrant zurückhält, habe ich den Scheibenhersteller angeschrieben. Laut der Antwort des Scheibenherstellers wurde Volkswagen bereits in der Konstruktionsphase auf die problematische Geometrie der Heckscheibe hingewiesen und auch eine Problemlösung angeboten. Volkswagen besteht trotzdem auf die vorgegebene Geometrie, lässt sich auch die Scheiben schlechter Qualität liefern und baut diese auch bedenkenlos in die Serie ein. Das Verhalten und die Argumentation von Volkswagen in dieser Angelegenheit ist einfach nur grotesk und erinnert stark an den Abgasskandal, den Volkswagen übrigens beschönigend als Diesel-Rückruf bezeichnet. Auf jeden Fall verdient die Präsentation dieses Falls mit durchaus komödiantischen und dramatischen Einlagen eine ausgiebigere Betrachtung und damit einen eigenen Beitrag. Sollte sich ein Redakteur einer Zeitschrift oder die Konkurrenz vorab für den Fall interessieren, PN mit eindeutiger Identifizierung des Absenders genügt.

 

Andere Mängel, wie z.B. ein knackendes Kupplungspedal, das übrigens vollständig aus Kunststoff besteht, habe ich nach den Erfahrungen mit der Heckscheibe erst gar nicht gemeldet. So etwas behebe ich lieber selbst, bevor ich mir von so einem Serviceberater in der Vertragswerkstatt nochmal dumm kommen lasse.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • - Handbremsbetätigung ohne Faltenbalg
  • - Schlampig befestigte Scheinwerfer
  • - Wellige Heckscheibe

Antrieb

2.0 von 5

Positiv bewerte ich meine Entscheidung für die 60 PS Maschine, da das Getriebe exakt für diesen Motor ausgelegt scheint. Bezüglich des Getriebes ist damit aber schon alles Lob verteilt. Beim Getriebe wurde anscheinend aus Kostengründen eine Schaltebene eingespart, so dass der Rückwärtsgang per Schalthebel rechts hinten gegenüber des fünften Gangs zu finden ist. Die bei neueren Modellen eingebaute Schaltsperre für den Rückwärtsgang sperrt nicht immer zuverlässig. Somit ist Vorsicht beim Herunterschalten geboten. Wenn man an eine 6-Gang-Schaltung gewohnt ist, sollte man besonders vorsichtig mit dem Schaltknüppel agieren. In den ersten Baujahren des up! gab es anscheinend auch Materialprobleme, so dass viele up!-Getriebe schon in den ersten 5.000 km ihren Dienst quittierten und ein up!-Fahrer im internationalen Forum scherzhaft fragte, ob das Getriebe aus Käse hergestellt wurde. Bei solchen Meldungen und der subjektiv äußerst wackligen Schaltbarkeit des Getriebes kommt hier auch bei meinem aktuellen Kauf wenig Vertrauen auf.

 

Der Motor besitzt kein separates Hosenrohr. Die Auslässe werden innerhalb des Zylinderblocks zusammengeführt. Ob der Zylinderblock diese lokale Belastung durch Wärmedehnung dauerhaft verträgt bleibt abzuwarten, insbesondere da der verwendete Werkstoff Aluminium eine sehr große Wärmedehnung aufweist. Auf der etwas polemisch gefärbten Seite http://www.murks-nein-danke.de/.../ wird behauptet, dass die Kopfdichtung bei verschiedenen up!-Motoren nicht mehr demontierbar sei. Das wäre natürlich ein echter Hammer, wenn das tatsächlich stimmt, muss man doch bei der gewagten Konstruktion des Zylinderblocks gerade hier mit Problemen rechnen.

 

Das 3-Zylinder-Motörchen besitzt, wahrscheinlich aus Kostengründen, keine Ausgleichswellen, wobei der Motor aus dem Innenraum heraus betrachtet noch verhältnismäßig ruhig zu laufen scheint. Öffnet man die Motorhaube hat sich dieser positive erste Eindruck aber schnell verflüchtigt. Die Motorlager sind butterweich und so zappelt der Motor im Standgas fröhlich im weit gesteckten Bewegungsbereich. Dass das der Lebensdauer des Motors und damit verbundener Teile nicht gut tut, sollte klar sein. Beim niedertourigen Anfahren nutzt der Motor seinen Bewegungsspielraum auch aus und schüttelt den kleinen up! ordentlich durch, dass einem Augen und vor allem Ohren vergehen. Anscheinend gibt es viele nicht so gut befestigte Teile im Innenraum, die sich bei solchen Aktionen lautstark melden.

 

Laut TÜV-Mängelliste gibt es beim up! oft Probleme mit dem Flexrohr und der Auspuffanlage, deren Haltbarkeit mit der Aktualität heutiger Smartphones verglichen wird. Ich nehme an, dass bezüglich des Flexrohrs auch die Bewegungsfreudigkeit des Motors die eigentliche Ursache sein kann. Bei einem kurzen Kontrollblick unter meinen up! konnte ich aber keinen Schaden an Flexrohr oder an dem einzelnen Auspufftopf feststellen. Richtig gelesen, der up! besitzt nur einen kleinen einzelnen Auspufftopf, der ungefähr auf halber Fahrzeuglänge montiert ist. Auch ohne äußerlich sichtbaren Rostschäden am Auspufftopf muss ich feststellen, dass mein up! sich nach knapp 2 Jahren und 12.000 km im Fahrbetrieb deutlich lauter als anfangs meldet. Bei anderen Autos rostet gewöhnlich der Endschalldämpfer wesentlich schneller, da das Abgas sich bis dorthin schon stark abgekühlt hat und der Wasserdampf angereichert mit aggressiven Zusätzen aus dem Abgas kondensiert. Nach den Meldungen des TÜVs über die Rostanfälligkeit, vermute ich, dass der Auspufftopf hauptsächlich von innen rostet. Hier könnte sich auch die Verlagerung des Krümmers und des Hosenrohrs in den Zylinderblock rächen, da das Abgas hier, wie Volkswagen stolz berichtet, stark abgekühlt wird. Wenn meine vage Vermutung zutrifft, wäre neben dem Auspufftopf auch der weitaus teurere Katalysator gefährdet. Da kann ich nur die Finger kreuzen und hoffen, dass ich falsch liege.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • - Verbrauch zumindest in der Stadt und auf BAB zu hoch und weit über der Werksangabe
  • - Sehr unruhig laufender Motor
  • - Lauter und anfälliger Auspuff
  • - Gewagte Motorenkonstruktion

Fahrdynamik

2.5 von 5

Der Wendekreis-Durchmesser beim VW up! beträgt 9,80 m, das sind fast 8 Prozent mehr als beim Renault Twingo mit 9,09 m. Zugegeben der Twingo hat einen Heckmotor und damt die besseren Karten beim Wendekreis, aber der Twingo hat auch eine vollverglaste Heckklappe ohne Beulen ;-).

 

Die Bremsen beim up! finde ich richtig gut für die Fahrzeugklasse, sind ja auch nicht von Volkswagen. Sorry für den Seitenhieb, aber die Zulieferer der meisten Fremdteile am VW up! haben wirklich gutes Material abgeliefert. Das sieht bei den Leistungen, die von Volkswagen selbst erbracht wurden, ganz anders aus.

 

Erste Zweifel am Fahrverhalten machten sich bei mir bereits während der Werksabholung in Wolfsburg breit, als ich die ersten Meter aus der Übergabehalle über eine kleine „Teststrecke“ gefahren bin. Selbst nach den anschließenden 400 km bis zum Heimatort wurde ich an die übelsten Schrottkisten aus meiner Schul- und Studentenzeit erinnert. So ein werksseitiger up! fährt sich schon ziemlich anders als aktuelle gewohnte Autos. Inzwischen habe ich mich weitgehend an den speziellen Fahreindruck gewöhnt, empfinde es aber immer wieder angenehm, wenn ich auf einer längeren Strecke mit gutem Gewissen mein Reisefahrzeug nutzen kann und der up! zu Hause bleibt.

 

Beim Fahrwerk fällt auf, dass die elektronischen Helfer häufig eingreifen um den up! halbwegs in der Spur zu halten. Insbesondere wenn ich den für diese Fahrzeugklasse relativ langen Radstand in Betracht ziehe, erfolgen Eingriffe bereits in Situationen, in denen andere Kleinstwagen noch nicht auf elektronische Unterstützung angewiesen sind. Man kann sich das Verhalten schön reden und hoffen, dass die Assistenzsysteme einfach besonders frühzeitig eingreifen, aber Vertrauen in die Sicherheit des Fahrwerks kommt durch die erlebten und teilweise heftigen Reaktionen nicht auf.

 

Der up! erhebt nun wirklich nicht den Anspruch ein Sportwagen zu sein und so neigt sich die Karosserie in flott gefahrenen Kurven deutlich. Ich nehme an, dass insbesondere auch die hohen Reifenflanken das Empfinden in Kurven negativ beeinflussen. Für eine objektivere Beurteilung des Kurvenverhaltens sollte man jemanden fragen, der mindestens Niederquerschnittsreifen seinem up! spendiert hat. Ich würde so etwas allerdings für ein Stadtfahrzeug wegen der Bordsteine nicht nachrüsten.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Bremsen gut dosierbar und gute Verzögerung
  • - Wendekreis für die Fahrzeugklasse zu gross
  • - Häufiger Eingriff der Assistenzsysteme
  • - Unruhiges Fahrverhalten auf BAB trotz relativ langem Radstand

Komfort

2.0 von 5

Die Sitzbezüge sind zumindest in der take-up!-Ausstattung sehr empfänglich für Hautschuppen. Wischt man zum Beispiel mit dem nackten Unterarm an der Lehne entlang, zeichnet sich dies gleich im Stoff ab. Peeling à la Wolfsburg, einfach wunderbar.

 

Die vorderen Sitze haben integrierte Kopfstützen. Das ist wahrscheinlich günstiger und sieht auch ganz nett aus, ist aber vollkommen unpraktisch. Die Kopfstützen lassen sich somit nicht verstellen und die Auswahl der passenden Schonbezüge wird sehr übersichtlich. Die Easy-Entry-Funktion ist ein schlechter Witz. Die Neigung der Sitzlehne muss man nach dem Zurückklappen des Sitzes wieder neu einstellen.

 

Das Cockpit ist Volkswagen-typisch aufgeräumt. Eine manuelle Einstellung der Instrumentenbeleuchtung gibt es nicht. Bei eingeschalten Fahrlicht sind die Instrumente voll erleuchtet. Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten. Am Tage sorgt stattdessen ein Helligkeitssensor im winzigen Drehzahlmesser dafür, dass bei Helligkeit auch die Instrumente klar abzulesen sind. Bei Dämmerung ist demzufolge die Instrumentenbeleuchtung dunkel und nur die Zeiger der Instrumente sind noch beleuchtet. Ein ungewohntes Bild, das daran erinnert das Licht einzuschalten.

 

Eine Anzeige für die Kühlmitteltemperatur gibt es nicht. Eine Kontrollleuchte soll warnen, wenn die Temperatur zu hoch ist. Für die meisten Autofahrer dürfte diese Information ausreichend sein. Damit kann man nur leider nicht sehen, ob die Regelung des Kühlkreislaufs plausibel arbeitet oder Luft im System ist.

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • - Minderwertige Sitzbezüge
  • - Integrierte Kopfstützen
  • - Instrumentenbeleuchtung nicht dimmbar
  • - Keine Anzeige der Kühlmitteltemperatur

Emotion

1.5 von 5

Optisch kommt der up! auch durch den Hofmeisterknick in den hinteren Seitenfenstern bei der 3-türigen Variante und die vollverglaste Heckklappe weniger langweilig als die übrigen VW-Modelle daher, nur hat Volkswagen bei der Heckklappe wie bereits erwähnt schlicht versagt. So einen Fauxpas hat sich bei der Konkurrenz wirklich noch niemand geleistet.

 

Aufgrund meiner durchweg negativen Erfahrungen mit dem Hersteller Volkswagen muss ich das VW-Emblem auch nicht als Bonus, sondern als Malus ansehen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich, wie viele andere Volkswagen-Geschädigten, nie wieder einen Volkswagen kaufen werde.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Frisches Design verglichen mit anderen Volkswagen
  • - Sehr viel Plastik verbaut
  • - Allgemeine Konstuktions- und Qualitätsmängel

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr bis 100 Euro
Verbrauch auf 100 km 5,0-5,5 Liter
Versicherungsregion (PLZ) 64289
Haftpflicht bis 200 Euro (30%)
Teilkasko 50-100 Euro

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Eine Empfehlung für den up! auszusprechen fällt mir angesichts der Kritikpunkte schwer. Wenn man mit den Sparmaßnahmen und den Macken leben kann, würde ich eher eines der Schwestermodelle aus dem Hause Skoda oder Seat wählen. Diese haben dann auch keine verpfuschte Heckklappe, über die ich mich schon allein wegen der exponierten Präsenz immer wieder ärgere. Außerdem gibt es bei Seat und Skoda auch eine Radiovorrüstung, zumindest wird dann das produktionsbedingte Loch im Dach eine Antenne eingesetzt und nicht einfach zugepfropft.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Schade ist, dass Volkswagen durch offensichtlich übertriebene Sparmaßnahmen und Qualitätsmängel den vielversprechenden Ansatz verdorben hat. Ausstattungsbereinigt ruft Volkswagen für den up! einen gesalzenen Preis auf. Damit ist der up! auf keinen Fall günstig und die Konkurrenz hat durchaus besseres zu bieten.

 

Warum der up! bei Tests meist wesentlich besser bewertet wird, wie seine Schwestermodelle, kann ich nicht nachvollziehen. Aber Volkswagen ist natürlich einer der größten Werbekunden und ich traue Volkswagen durchaus zu so eine Machtposition auch zu nutzen.

Gesamtwertung: 2.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 2.0 von 5 möglichen Sternen
Hat Dir dieser Testbericht geholfen?
33% von 3 fanden das hilfreich
Hilfreich Nicht hilfreich

Kommentare: 0
Testbericht schreiben!
Fahrzeug Tests