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Toyota RAV4 5 (XA5) 2.5 Hybrid AWD-i Test

31.07.2019 17:54    |   Bericht erstellt von AndreasAllrad

Testfahrzeug Toyota RAV4 5 (XA5) 2.5 Hybrid AWD
Leistung 222 PS / 163 Kw
Hubraum 2487
Aufbauart SUV/Geländewagen/Pickup
Kilometerstand 4562 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 8/2018
Nutzungssituation Probefahrt
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von AndreasAllrad 4.5 von 5
weitere Tests zu Toyota RAV4 5 (XA5) anzeigen Gesamtwertung Toyota RAV4 5 (XA5) 4.0 von 5
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Einleitung

Fast 25 Jahre nach der Modelleinführung des allerersten RAV4 haben sich im Jahre 2018 85% aller RAV4 Käufer in Westeuropa für die Hybridversion entschieden. Grund genug diesem Käuferverhalten mal auf den Grund zu gehen.

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Karosserie

4.5 von 5

Der nur noch 5-türig lieferbare RAV4 der aktuellen Modellgeneration misst 4.600mm und entspricht damit in etwa dem Vorgänger jedoch bei um 30mm verlängertem Radstand (2.690mm). Dies kommt insbesondere den Passagieren und dem 580 Liter fassenden Gepäckraum zugute.

Inklusive Dachreling ist er mit 1.685mm niedriger als die meisten klassischen Geländewagen.

Die neue optimierte Bodengruppe bietet auch mir mit meiner 194cm Körpergröße ein äußerst komfortables Raumgefühl und trotz großem Panoramadach nicht ansatzweise eingeschränkte Platzverhältnisse. Die Bodenfreiheit misst 190mm, Der Böschungswinkel v/h beträgt 17,5/20Grad.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + die Übersichtlichkeit gewinnt durch das SmartViewSystem

Antrieb

4.0 von 5

Die Systemleistungsangaben des RAV4 mit intelligentem Allrad (AWD-i) gibt Toyota mit 163kW/222PS an. Dem gegenüber steht eine Angabe zur Höchstgeschwindigkeit von 180km/h. Da selbst die knapp 47 PS schwächere Benzinermotorisierung eine Höchstgeschwindigkeit von 190km/h bietet, zwingt sich hier der Blick in die technischen Details auf.

 

Der 4Zyl.-Benzinmotor des RAV4 bietet eine Leistung von 131kW/178PS sowie ein Drehmoment von 221Nm. Die Leistungskurve bei einem Verbrennungsmotor ist relativ linear und beim RAV4 Hybrid liegen diese 178PS erst bei einer Motordrehzahl von 6.000min-1 anliegt.

 

Die Drehmomentkurve des nach dem Atkinson-Prinzip arbeitenden 4-Zylinders ist im Vergleich zu modernen Turbo-Triebwerken sehr flach und bietet die 221NM auch erst ab 3.600min-1.

 

Zum Ausgleich dieser Mankos sind aber im Falle des AWD-i sogar an Vorder und Hinterachse jeweils ein Elektromotor tätig.

Der Elektromotor an der Vorderachse bietet 202Nm und der Partner an der Hinterachse weitere 121Nm

 

So motorisiert kann man dem RAV4 Hybrid wirklich nicht nur spür- und messbar Leistungsdaten attestieren. Durch das neu abgestimmte variable Getriebe wird der Tritt aufs Gaspedal tatsächlich und unvermittelt in einer Übersetzungsänderung und damit auch Schub umgesetzt.

 

Die Höchstgeschwindigkeit wird allerdings allein vom Benzinmotor erreicht und dessen Leistungskurve endet bei 180km/h.

Die Kaufentscheidung für einen Hybriden sollte jedoch nicht die erzielbare Höchstgeschwindigkeit sondern die maximal Einsparung endender Ressourcen sein.

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Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Reichweite ca 750KM bei 55 l Tankvolumen
  • + das Getriebe wurde agiler und dynamischer abgestimmt

Fahrdynamik

4.0 von 5

Um es ganz deutlich zu sagen, mein Bestreben ist es nicht, dieses Hybridsystem zu zerreden. Das das Toyota System funktioniert vollkommen unaufgeregt wird seit mehr als 20 Jahre belegt. Es gibt kaum andere VerbrennerFahrzeuge die sich so dermaßen leise bewegen lassen wie ein Hybrid von Toyota. Sofern nicht über den Bildschirm angezeigt bleiben die Insassen meist im unklaren ob der Benziner gerade mitläuft oder pausiert. Tatsächlich lassen sich so Pausezeiten von 50% der Fahrtzeit erzielen. Werden allerdings hohe Dauerleistungen etwa auf längeren und schnelleren Autobahnetappen abgerufen fährt der RAV4 Hybrid nicht mehr in seinem maximalen Sparzyklus.

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Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + eigene Verbrauchsmessung zw. 5,69 und 6,67 Liter Nachtankmenge auf 100KM

Komfort

5.0 von 5

Wichtigstes und serienmäßiges Ausstattungsdetail ist das Toyota Sicherheitssystem Safety Sense, was mit der aktuellen Modelversion des RAV4 bereits in verbesserter 2. Generation geliefert wird. Mittels Kamera bzw. Millimeterwellenradar sollen Kollisionen mit Personen oder Fahrzeugen, bei Tag und auch bei Nacht und gefährliche Situationen bei An- und Ausfahren, Spurwechsel bzw. durch Abstandsituationen wirkungsvoll verhindert werden.

Smart View Mirror ist ein ergänzendes kamerabasiertes Rückspiegelsystem welches in der Rückscheibe platziert ist und den Blick nach hinten auch während der Vorwärtsfahrt ohne sichteinschränkende Karosserieteile zulässt und in den Innenspiegel projiziert

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + sehr gute Sicherheitsausstattung

Emotion

4.5 von 5

Die Anhängelast des RAV4 Hybrid liegt mit 1.650kg in der Version AWD-i mehr als doppelt so hoch wie in der RAV4 Hybrid Version ohne zusätzlichen Elektromotor an der Hinterachse.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + das Fahrverhalten sagt mir sehr zu

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

NUR - Weil ich große Teile meiner deutlich über 1.000KM reichenden Testfahrten auf der Autobahn auch mit Geschwindigkeit oberhalb der Richtgeschwindigkeit absolvieren musste erklärt warum meine Nachtankmengen einen Benzinverbrauch von 5,69 bis 6,7 ltr/100KM darstellen und in diesem Punkt recht erheblich von den Herstellerangaben abweichen.

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 0

05.09.2019 12:46    |    Borg43

Die Testdauer ist mir zu kurz.

Mindestens ein Jahr lang sollte man ihn schon fahren (mit Kind & Kegel und zu sämtlichen Jahreszeiten) um hier genauere Angaben machen zu können.

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