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Vergleich Tesla Model S 85 (367 PS), 85D (428 PS) und P85D (700 PS)

07.06.2015 11:08    |   Bericht erstellt von CH-NME

Testfahrzeug Tesla Model S
Leistung 428 PS / 315 Kw
Aufbauart Limousine
Kilometerstand 120 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 5/2015
Nutzungssituation Probefahrt
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von CH-NME 4.5 von 5
weitere Tests zu Tesla Model S anzeigen Gesamtwertung Tesla Model S 4.5 von 5
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Einleitung

Eine Woche lang konnte ich verschiedene Tesla Modelle ausführlich testen. Dabei standen mir die drei aktuellen Modelle mit der grossen 85kWh Batterie zur Verfügung. Diese unterscheiden sich wie folgt:

- Model S 85 (Heckantrieb, 367PS, Reichweite 502km (NEFZ), EUR 84'800.--)

- Model S 85D (Allradantrieb, 428PS, Reichweite 502km (NEFZ), EUR 90'100.--)

- Model S P85D (Allradantrieb, 700PS, Reichweite 480km (NEFZ), EUR 111'200.--)

 

Serienmässig dabei sind:

- Grosser 17-Zoll-Bildschirm für die Bedienung von Navi, Klima, Radio...

- Freier Internetzugang, auch für Webradio und Internet-Browser

- Sprachbedienung

- Xenon

- Spurhalteassistent, Tote-Winkel-Überwachung und Tempolimitanzeige

- Parksensoren und Rückfahrkamera

- Schlüsselloser Zugang zum Fahrzeug (Keyless)

- Sitzheizung

- 19-Zoll-Felgen

- Kostenloses Auftanken an Tesla Supercharger

Galerie

Karosserie

4.5 von 5

Das Model S fällt im Strassenverkehr nur Kenner auf. Dass es sich um ein reines Elektrofahrzeug, wissen bei einer Vorbeifahrt viele nicht. Wären die Logos abgeklebt, würden wohl viele auf einen Jaguar tippen. Die klassische Limousine liegt etwas tiefer als ein vergleichbarer BMW 5er oder eine Mercedes E-Klasse. Der Tesla ist dabei etwas länger und ein Stück breiter als die beiden vorhin genannten. Das Platzangebot vorne und auch hinten ist grosszügig, so dass auch Reisen mit fünf Personen problemlos möglich sind.

 

Kofferräume stehen deren zwei zur Verfügung. Unter der klassischen "Motorhaube" passen 150 Liter hinein, das reicht also für zwei grosse Rücksäcke oder eine grosse Sporttasche bei den Modellen mit Allrad, beim heckbetriebenen Modell passt noch eine Kleinigkeit mehr dazu. Im Heck stehen 744 Liter zur Verfügung. Also ausreichend Platz für grosse Gepäckstücke. Übrigens hier kommt die Fahrzeugbreite den Freizeitsportler entgegen. So finden beispielsweise Golfbags quer Platz. Tesla bietet gegen Aufpreis auch zwei zusätzliche Sitze für den Kofferraum an. So mutiert die Limousine zum 7-Sitzer, wobei die zusätzlichen Sitze im Kofferraum entgegen der Fahrtrichtung angebracht sind. Diese hatte keines der getesteten Modelle verbaut. Jedoch seien die Plätze, so der Tesla-Verkäufer, wirklich nur für kleine Kinder gedacht. Bereits bei Teenager kann der Platz knapp werden.

 

Die Übersichtlichkeit ist trotz der Grösse gut. Von der Sicht nach hinten war ich positiv überrascht. Einzig negativ ist mit die lange Motorhaube in Kombination mit der tiefen Sitzposition aufgefallen. Elektronische Helfer wie Parksensoren oder Rückfahrkamera stehen serienmässig zur Verfügung um das Rangieren und Einparken zu erleichtern.

 

Die Qualität im Innenraum ist auf hohem Niveau und entspricht dem Kaufpreis. Tesla hat sich Mühe gegeben mit Design-Details der Limousine eine eigene Identität zu geben. Klar, der riesige 17-Zoll-Monitor in der Mittelkonsole ist einzigartig, mit Design meine ich aber die Ziernähte, der mit Leder und Alcantara bezogene Armaturenträger, die Lüftungsdüsen oder ganz simpel die Türöffner innen wie aussen. Aussen fahren diese übrigens automatisch ein wenn sich das Fahrzeug bewegt oder abgeschlossen ist. Kommt man mit dem Schlüssel in Form eines Miniatur Teslas dem Fahrzeug näher, fahren diese wieder automatisch aus. Trotzdem sind nicht alle Teile ausschliesslich für den Tesla gebaut. So finden sich mehrere Teile von Mercedes im Fahrzeug. Beispielsweise die Tasten für die Fensterheber und die Spiegelverstellung, die Einstellungen für Licht und Scheibenwischer oder auch der Wählhebel am Lenkrad. Eigentlich schade wird so die Eigenständigkeit etwas verspielt. Rein technisch oder bedienerfreundlich gibt es da nichts auszusetzen.

 

Zu Meckern habe ich dann aber doch was gefunden. Bereits auf den ersten Kilometer fielen mit die Tasten des Multifunktionslenkrads negativ auf. Das Rad zum Verstellen der Lautstärke oder der Menüs reagiert für meine Begriffe recht träge. Zusätzlich fühlen sich ausgerechnet die Tasten am Lenkrad sehr billig an.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + grosszügiges Platzangebot
  • + hohe Verarbeitungsqualität
  • - Qualität der Multifunktionstasten am Lenkrad

Antrieb

5.0 von 5

Wie soll man den Antrieb erklären, wenn man noch nie in einem Elektroauto sass? Eine ganz schwierige Aufgabe...

 

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Flugzeug welches unmittelbar vor dem Start auf der Piste steht. Sie sind auf den Start gefasst, hören die Triebwerke aufheulen. Sie werden in den Sitz gepresst während das Flugzeug sich in Bewegung setzt. Unaufhörlich beschleunigt das Flugzeug und rattert über die Piste, bis es abhebt. Jetzt stellen Sie sich vor, sie hätten Kopfhörer im Ohr und würden also nichts vom Aufheulen der Triebwerke mitbekommen und bedenken Sie, dass ein Airbus A320 gut 8 Sekunden von 0-100km/h braucht, das Spitzenmodell vom Tesla aber nur 3.3 Sekunden benötigt. Wahnsinn! Ach ja, die "Wahnsinns"-Taste um dies zu erreichen gibt es wirklich.

 

Kurz gesagt, in der Praxis spielt es keine Rolle mehr, ob man jetzt das Modell mit 428 PS oder 700 PS fährt. Auch kaum bei der Beschleunigung. Die volle Power ist gefühlt bereits am dem ersten Zentimeter verfügbar und ist unaufhaltsam und dabei so gut abgestimmt, dass die Räder auch bei voller Beschleunigung nicht durchdrehen. Verfügbar ist die Leistung in jedem Augenblick - Gangwechsel gibt es nicht. Sprints auf der Autobahn, Überholmanöver zaubern beim Fahrer stets ein Lächeln ins Gesicht. "Ja, das ist Tesla!" Möge er sagen und sich am Lenkrad festkrallen. Die Mitfahrer können das nicht, werden also unverhofft in die Sitze gepresste und denken wohl "Was war das denn?" Von da an kennen auch diese die Faszination Tesla. Ein Gefühl, das man kaum beschreiben kann. Ein einmaliges Gefühl in der Autowelt.

 

Das Tesla-Gefühl ist im Alltag im Kopf eingebrannt. Man weiss genau, es wäre möglich voll auf das Pedal zu treten. Die Faszination beschreibt aber noch ein weiterer Punkt. Man fährt elektrisch, also komplett ohne Benzinverbrauch. Aber wie bei einem Benzinmotor geht die Reichweite bei starker Beschleunigung deutlich zurück. So animiert der Tesla seine Fahrer auch an die Vernunft. Ich denke, ich war konservativer unterwegs als mit einem Benzinfahrzeug und hatte dabei nicht weniger Spass - im Gegenteil. Und wenn ich hätte wollen, hätte ich jederzeit wieder voll aufs Pedal drücken können. Die Souveränität machte es aus und eben die Faszination Tesla.

 

Hier noch ganz kurz die Unterscheidung der einzelnen Modelle:

Model S 85: Die Leistung ist gegenüber den anderen beiden Modellen spürbar schwächer, reicht aber im Alltag aus.

Model S 85D: Nicht nur wegen dem Allrad meine erste Wahl. Fahrzeug ist sehr souverän zu bewegen und sparsam. Aus meiner Sicht klar der beste Mix.

Model S P85D: Klar, 700 PS sind eine Ansage. Die Extrembeschleunigung im "Wahnsinn"-Modus ist der absolute Hammer, wenn auch wenig stärker als im 428PS-Modell. Im Gegenzeug deutlich geringer ist aber die Reichweite. Nicht nur wegen der Beschleunigung.

 

Und wenn wir schon bei der Reichweite sind. In der Praxis haben wir die beiden schwächeren Modelle mit etwa 420km bewegen können, bis sie wieder an die Steckdose mussten. Das stärkste Modell kam bei vergleichbarem Einsatz nur gut 360km weit. Das Aufladen funktioniert entweder an einer normalen Steckdose (wird in der Praxis kaum gebraucht, da Ladezeit extrem lange), an einer Hochvolt-Steckdose, welche zum Beispiel auch bei Privathaushalten für grosse Maschinen verbaut ist oder an einem Tesla Supercharger. Wenn die Batterie nicht ganz leer ist vergehen bei einer Ladung von 80% an einem Supercharger etwa 35 Minuten, an der Hochvolt-Steckdose etwa 8 Stunden. Der Vorgang ist mühe- und problemlos. Warum nur 80%? Die Akkuladezeit verlängert sich je mehr der Akku geladen ist. Zudem sei bei stetiger Vollladung die Akkulebensdauer schneller erreicht.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Souveänität des Antriebs
  • + Energiebilanz
  • + dann halt doch: Beschleunigungs-
  • - Reichweite eingeschränkt

Fahrdynamik

5.0 von 5

Der Tesla ist sehr agil und wendig. Die Lenkung kann in drei verschiedene Modi eingestellt und somit an der Fahrer oder der Situation angepasst werden. So ist von der extrem leichtgängigen bis hin zu sportlich dynamisch eine persönliche Einstellung möglich.

 

Zu Beginn ist es vielleicht etwas ungewohnt, wenn man den Tesla zum ersten Mal fährt. Das Bremspedal betätigt ein Teslafahrer kaum. Fährt man von der Autobahn runter und hebt das Gaspedal an, verzögert der Tesla selbstständig. Wie ein Dynamo wird durch die Rekuperation wieder Energie in die Batterie geleitet. Diese ist so stark, dass bei einem Loslassen des Gaspedals sogar die Bremslichter angehen. Die Rekuperation funktioniert perfekt und ist sehr gut auf die Situationen im Alltag angestimmt. Schnell hat man sich als Fahrer damit vertraut gemacht.

 

Das Fahrzeug liegt extrem tief und satt auf der Strasse. Das hat sicherlich mit dem tiefen Schwerpunkt und der Positionierung der Batterie zusammen. Beschleunigung in Kurven macht einen riesen Spass, das Fahrzeug gleitet wie auf Schienen um die Ecken. Wankbewegungen kennt das Fahrzeug keine und bleibt stets sicher.

Galerie
Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Fahrdynamik

Komfort

4.5 von 5

Sämtliche Fahrzeuge waren mit der optionalen Smart Air-Luftfederung ausgestattet. Diese kostet 2'600.-- Euro und ist eine Überlegung wert. Diese ist variabel einstellbar und merkt sich sogar geografische Punkte. Wenn ich zum Beispiel in der Quartierstrasse eine Abzweigung über eine kleine Bordsteinkannte habe, fährt das Fahrwerk etwa 200 Meter vorher automatisch hoch. Der Vorgang ist für die Insassen kaum fühlbar und wird nur im Display angezeigt.

 

Keine Abstriche sollte man bei den Sitzen machen. Die normalen Sitze bieten kaum Seitenhalt und eine relativ kurze Beinauflage. Tesla hat mittlerweile reagiert und bietet "New Generation-Seats" an. Diese Sitze sind enger geschnitten, bieten deutlich mehr Seitenhalt und eine etwas bessere Beinauflage.

 

Auch auf den Rücksitzen bietet die Sonderausstattung etwas mehr Seitenhalt. Leider verhindert es nicht, dass man auf der Rückbank allgemein sehr tief sitzt. Für Mitfahrer mit langen Beinen fehlt auch hier die Beinauflage.

 

Die Bedienung der Funktionen erfolgt über das riesige 17-Zoll-Display in der Mittelkonsole. Die Menüs sowie die Klimaeinheit werden laufend angezeigt. Personen die bereits einmal ein iPad n der Hand hatten, können dieses Fahrzeug mühelos bedienen. Man kann nichts falsch machen, die Funktionen sind gut erklärt. Die Navigation erfolgt via Googlemaps und ein Medion(?)-Navi in der Tachoeinheit. Die Kombination funktioniert bestens. Die Suche findet so ziemlich alles. Verkehrsinfos werden live angezeigt.

 

Die Fahrzeugfunktionen sind klar geordnet und gut erklärt und werden auf dem Bildschirm dynamisch angezeigt. Sogar an solche Details hat sich Tesla gemacht.

 

Eine weitere Option ist der Autopilot für ebenfalls 2'600.-- Euro. Er bietet den adaptiven Tempomaten, welcher per Radar den Abstand zur vorderen Auto hält, den Spurhalteassistent und die Einparkautomatik. Für Autobahnfahrer eine klare Kaufempfehlung. Eine Funktion beinhaltet auch das Erkennen von Verkehrsschilder in Kombination mit dem Tempomat. So verändert sich die eingestellte Geschwindigkeit des Tempomaten also automatisch beim Passieren von Verkehrsschilder. Dies Funktioniert nicht immer ganz perfekt. Zweimal in 6 Tagen beschleunigte der Tempomat in einer Baustelle von 80km/h auf 120km/h. Vielversprechend ist aber, das mit dieser Option bereits der Grundstein für das autonome Fahren gelegt ist. So speist Tesla regelmässig Software-Updates in das Fahrzeug ein, während dieses über Nacht automatisch geladen wird. Das Fahrzeug profitiert so von der stetigen Weiterentwicklung.

 

An eine Weiterentwicklung hoffe ich noch in Sachen Licht. Xenon-Scheinwerfer sind zwar serienmässig an Bord, leuchten hell aber es fehlt ihnen deutlich an Reichweite. Dafür werden sie durch einen perfekt arbeitenden Fernlichtassistenten und einem Abbiegelicht unterstützt. Leistungsstärkere und energiefreundlichere LED-Scheinwerfer sucht man vergebens.

Testkriterien
Federung (einstellbar): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Optionale New Generations-Seats
  • + Sehr gute Grundaustattung
  • - Seriensitze
  • - Autopilot nicht immer korrekt

Emotion

4.0 von 5

Eine Fahrt im Tesla ist ein komplett anderes Gefühl. Vergessen Sie, was sie bisher über Fahrzeuge wussten. Die Faszination Tesla ist ansteckend. Ob begeisterter Autofahrer, Alltagsfahrer oder einfach nur Beifahrer. Blicke von vorbeifahrenden oder überholenden Autos gibt es immer wieder. Manchmal mit einem Lachen im Gesicht, einem Staunen oder aus reiner Neugierde. Vielleicht ist auch gerade aus diesem Grund das unauffällige Design genau der passende Anzug dieses Technik-Wunders. Steht das Auto, gibt es von interessierten Leuten doch manchmal Fragen dazu. "Funktioniert das wirklich so ohne Benzinmotor?" "Wie fühlt sich das an?" Tiefgründiger tauschen sich die Teslafahrer an den Supercharger beim Auftanken aus. Da spricht man gerne von Ampere, Softwareupdates oder tauscht sich Routentipps aus - alles kostenlos. Auch das gehört zur Faszination Tesla.

 

Nach 6 Tagen Tesla und einer mittleren vierstelligen Kilometerzahl bin ich erst recht von der Faszination Tesla gefangen. Ja, der Tesla hat meine Einstellung komplett verändert. Man braucht kein Motorgeräusch um sportlich unterwegs zu sein. Und Ja, ein Tesla ist vollkommen alltagstauglich. Das Aufladen über Nacht oder eine Rast an einem Supercharger gehört schnell zum Alltag. Klar, der Blick auf die Restreichweite setzt auch der Fahrer immer wieder unter Strom - meistens aber unbegründet.

 

Auch der hohe Grundpreis versetzt vielen Interessenten erstmal einen Stromschlag.

EUR 87'400.-- Model S 85

EUR 92'700.-- Model S 85D (meine Empfehlung)

EUR 103'200.-- Model S P85D

 

Dazu die empfohlene Sonderausstattungen:

EUR 2'600.-- Autopilot

EUR 2'600.-- Smart Air-Luftfederung

EUR 2'600.-- New Generation-Seats

EUR 1'600.-- Panorama-Glasdach

 

Doch rechnet man die Folgekosten dazu, tiefere Energiekosten (Strom vs. Benzin/Diesel), die kaum vorhandenen Verschleissteile und Rabatte bei der Autoversicherung, so relativieren sich die Kosten etwas. Ein BMW 5er oder eine Mercedes E-Klasse ist bei vergleichbarer Ausstattung und Leistung deutlich teurer.

Galerie
Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Faszination Tesla
  • - Grundpreis

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Ich empfehle das Fahrzeug, wenn Sie...

-technikinteressiert sind

-den Fahrspass lieben

-und die Fähigkeit haben, das bisherige Fahrerlebnis in Frage zu stellen.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Ach nein, der Tesla ist nichts für Sie, wenn Sie...

-das nötige Kleingeld nicht haben

-mit dem iPad auf vier Räder nichts anfangen können

-oder Sie komplett ökologisch denken.

 

Warum? Das Fahrzeug braucht Strom. Würden alle Fahrzeuge auf einen Schlag durch einen Tesla ersetzt, wird nichts aus dem Atomausstieg. Alleine mit Solar- und Windenergie reicht das wohl nicht ganz.

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 6

07.06.2015 20:59    |    Blackmen

Schöner Bericht!

 

Wie wurde denn der Federungskomfort empfunden - mit was für Fahrzeuge ist der vergleichbar?


07.06.2015 23:42    |    dean7777

Schade das du nur 6 Tage Tesla fahren dürftest... um richtig zu begreifen und Reichweite zu verstehen braucht man etwas mehr Zeit...

 

Danke für Objektivität!


07.06.2015 23:54    |    CH-NME

Herzlichen Dank.

 

@Blackmen zum Federungskomfort: Sämtliche getestete Fahrzeuge waren mit der optionalen Luftfederung ausgestattet. Ich habe das Fahrwerk in der mittleren Einstellung (normal?) als sportlich aber nicht als hart empfunden. Ein Sportfahrwerk von Audi (s-line) oder erst recht BMW (M-Sportfahrwerk) ist straffer.


08.06.2015 12:16    |    AlexT87

Mit dem Atomausstieg sehe ich genau anders, wenn wir den wollen brauchen wir Speicher und da bieten sich Elektroautos wunderbar an. Die paar kWh mehr machen das Kraut auch nicht mehr fett, Bruttostromverbrauch 2012 war 600.000 GWh. 1 Mio. Elektroautos rund 2 GWh.

Jährlich ca. + 8 GWh mehr Strom aus erneuerbaren Energien.


09.06.2015 20:13    |    00tennisball

So will jetzt meinen 85D - sofort!


19.08.2015 13:03    |    HorsemanQH

Also ich höre immer: "sieht aus wie ein Maserati/Aston Martin" - auf einen Japaner hat noch nie jemand getippt... ;-)

 

Das Thema mit der Reichweite ist ja das alte Argument der E-Auto Gegner - die von Ihnen ermittelten Reichweiten kann ich, zumindestens was den P85D angeht, bestätigen - so 350-400 km je nach Fahrweise. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist die Feststellung, daß das nicht ausreichend sein sollte. Ich denke 99% der Autofahrer schaffen so locker ihr Tagespensum und wenn man dann mal auf der Langstrecke nach 3 Stunden Fahrzeit kurz 20 Minuten Kaffee- und Toilettenpause macht, dann empfinde ich das als äußerst entspannend. Zusätzlich muß man mal die Zeit rechnen, die man im Alltag mit kürzeren Strecken (was für die meisten Fahrer der Alltag ist) beim Nicht-Tanken-Müssen spart. Nach meiner Berechnung für meine persönliche Situation spare ich im Monat ca. 2 Stunden Tankzeit und stehe dafür vielleicht 45 Minuten am Supercharger, wenn es mal weitere Strecken sind. Das rechnen die wenigsten, wenn es um das Thema Reichweite und damit ja Ladezeit geht.

 

Das Thema Ökologie und E-Autos hat ja AlexT87 schon perfekt beantwortet - das brauch ich nicht mehr zu wiederholen :-)

 

Aber das Schöne am Tesla ist ja - man kauft ihn für den Spaß... Das gute Gewissen gibt es dann gratis mit dazu ;-)


21.11.2015 15:26    |    wienerflughafentaxi

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht! Sehr hilfreich. ;)


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