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Smart Fortwo 450 0.8 cdi Test

17.04.2014 23:04    |   Bericht erstellt von Zoidy

Testfahrzeug Smart Fortwo 450 0.8 cdi
Leistung 41 PS / 30 Kw
Hubraum 799
HSN 9891
TSN AAA
Aufbauart Schrägheck
Kilometerstand 184000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 7/2000
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer einige Monate
Gesamtnote von Zoidy 3.5 von 5
weitere Tests zu Smart Fortwo 450 anzeigen Gesamtwertung Smart Fortwo 450 3.5 von 5
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Einleitung

Ich besitze dieses Auto seit nunmehr einem halben Jahr und fahre jeden Tag damit zur Arbeit. So kamen bisher 11.500 km zusammen. Damit sollte die Grundlage für einen aussagekräftigen Test geschaffen sein.

 

Das Testobjekt: Smart CityCoupé cdi, EZ: 07/2000, 184.000 km

Sonderausstattung: Tridion in silber, Bodypanels in grau, Stoffbezüge in blau, SoftTouch-Automatikmodus, 6-Speichen-Alufelgen, Glasdach, Klimaanlage, Zusatzinstrumente, SoundSystem, Gepäckraumabdeckung, Schublade unter Fahrersitz, Ablagenetze in den Türen

Galerie

Karosserie

3.5 von 5

Auch großgewachsene finden im Smart sicher Platz, und selbst breite Menschen fühlen sich nicht beengt, obwohl der Wagen so schmal ist, dass ich mich in einer scharfen Rechtskurve außen am rechten Dachholm festhalten kann. Das ist so, weil die Sitze leicht versetzt nebeneinander stehen. Ansonsten würde es an den Schultern ziemlich eng werden.

 

Der Kofferraum ist natürlich keine große Sache, aber verglichen mit dem sonstigen Maßen des Smarts ist er zumindest angemessen. Smart gibt als Kofferraumvolumen 150 l an, bzw. 260 l bei Beladung bis zum Dach. Die geteilte Heckklappe erleichtert dieses Ziel natürlich erheblich. Wenn einem das immer noch nicht reicht, so kann man den Beifahrersitz umklappen und erhält so 363 l Ladevolumen. Man schafft also z.B. zwei Getränkekisten nebeneinander und übereinander hinein, ohne den Sitz umzuklappen, also insgesamt vier. Von den Mineralwasser-Sixpacks (6x1,5l) bekommt man sogar 8 hinten rein. Allerdings überschreiten wir dann das von Smart festgesetzte Beladungslimit von 50 kg im Kofferraum. Wahrscheinlich liegt das an der Motorraumklappe, die sich im Ladeboden befindet, aber mal ehrlich: 50 kg hat man schnell mal zusammen. Das ist also echt ein bisschen wenig. Komisch wird es vor allem, wenn man liest, dass man auf der runtergeklappten Heckklappe 100 kg abstellen darf. Wozu, wenn die 100 kg die Karosserieaußengrenze nicht überschreiten dürfen? Na wenigstens kann man die Heckklappe dann als Sitzgelegenheit nutzen.

 

Kritisch wird es hingegen auch beim Blick nach rechts hinten. Das merkt man spätestens dann, wenn man beim Linksabbiegen schon etwas nach links eingeschlagen hat und noch mal den Querverkehr überprüfen möchte. Wo andere Autos den Blick durch die Seitenscheibe hinten rechts freigeben, blickt man beim Smart auf eine massive B/C-Säule.

 

Gut hingegen, wenn der Smart das Glasdach als Sonderausstattung hat. Szenerie an der Ampelkreuzung ganz vorne: Während andere sich am Lenkrad verkrampfen müssen, um die über einem hängende Ampel im Blick zu haben, kann man das durch das Glasdach im Smart ganz entspannt angehen. Auch sonst bietet das Glasdach ein noch größeres Raumgefühl und mehr Lichteinfall im Innenraum. Wenn die Sonne dann doch mal etwas zu aufdringlich wird, so gibt es dafür einen Blendschutz über die gesamte Breite, den man nach vorne ziehen kann.

 

Über die damals standardmäßige blaue Innenfarbe der Kunststoffteile kann man streiten (erst recht, wenn man als Stofffarbe sowas krasses wie orange gewählt hat). Erst 2001 erhielten alle Smart einen anthrazitfarbenen Innenraum. Die Verarbeitung und die Qualität der Materialien sind hingegen top! Nichts knarzt, alles fügt sich passgenau ineinander, auch die Sitzpolster fühlen sich nach 184.000 km an wie neu. Einzig die Kunststoffqualität Radio-Blende für das DIN-Radio ist erbärmlich, aber das liegt eher daran, weil die nicht original von Smart ist. Ich glaube die gab es sogar nie original von Smart. Da merkt man jedenfalls den Qualitätsunterschied.

 

Kurz noch zur Zuladung: Der Smart wiegt ohne Fahrer 730 kg und darf maximal 990 kg wiegen. Beide Personen dürfen also 260 kg wiegen - 130 kg pro Person - das ist enorm. Normalerweise gestatten andere Autos etwa 95 kg pro Person.

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Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Sehr großzügiges Raumgefühl.
  • + Hochwertige Materialien und Verarbeitung, auch wenn es etwas kitschig aussieht.
  • + Für die Außenmaße sehr viel Stauraum.
  • - Nach schräg hinten ist man fast blind.
  • - Zuladung im Kofferraum ist mit 50 kg zu niedrig.

Antrieb

3.5 von 5

Im Heck werkelt der 0,8-Liter Commonrail-Diesel OM660 von Mercedes. Während man dem Smart-Benzinmotor eine eher unterdurchschnittliche Haltbarkeit nachsagt, so gelten die Diesel im Allgemeinen als sehr zuverlässig und langlebig. Absolutes Augenmerk fällt hier aber auf den Verbauch, der werkseitig mit 3,8 l/100km angegeben ist. Tatsächlich fahre ich ihn mit 4,5 l/100km, was aber wohl daran liegt, dass ich fast nur Atobahn damit fahre und das nicht unter 120 km/h. Wenn man aber sinnig fährt, sind Verbräuche von unter 4 l/100km absolut realistisch. Das Tankvolumen beträgt 22 Liter, was zwar dafür sorgt, dass ich fast nie über 30 € fürs Volltanken bezahlen muss, ich aber auch fast nie mehr als 500 km damit schaffe. Ab 5 Liter Restinhalt schaltet übrigens die Reserveanzeige an, die dann im Display den Tankinhalt auf 0,5 Liter genau anzeigt. Ein Wort zum Tankdeckel: Eine immer offene Tankklappe mit abschließbarem Verschluss, bei dem der Schlüssel im offenen Zustand nicht abgezogen werden kann, war schon 1998 nicht mehr zeitgemäß!

 

Der Motor leistet 30 kW bei 4200 U/min, was für die 805 kg Leergewicht ausreichend ist. Er beschleunigt durchzugsstark, wäre das miserable Getriebe nicht, könnte man sogar sagen: "beeindruckend". Ab etwa 60 km/h fährt man in der Regel im vierten Gang, da lässt die Beschleunigung schon merklich nach. Abgeregelt ist der Smart bei 135 km/h, die man ohne Gegenwind auch tatsächlich erreichen kann.

 

Die Kraft wird über ein spezielles sequenzielles Getriebe an die Hinterräder gebracht. Technisch gesehen ist das Smart-Getriebe ein normales, manuelles Sechsganggetriebe, bei dem Kupplung und Schaltung durch Stellmotoren bedient werden. Es gibt kein Kupplungspedal. Bei Motordrehzahlen unter etwa 950 U/min kuppelt er automatisch aus. Gesteuert wird das ganze durch einen kleinen Schalthebel, über den man Hoch- oder Runterschaltanweisungen geben kann - natürlich auch Rückwärts. Das Smart-Getriebe ist schon etwas sehr spezielles. Wer noch nie einen Smart gefahren hat, sollte sich das genauer anschauen.

 

Der Schaltvorgang erklärt sich am Besten am Beispiel des Runterschaltens: Der Fahrer "hängt" einfach am Gas und muss die Gaspedalstellung nicht verändern. Er drückt den Schalthebel einmal kurz in die Position "-", der Schalthebel federt zurück in die Ausgangsstellung, im Display wechselt die Ganganzeige z.B. von "4" auf "3", der Motor dreht auf einmal höher - nun fährt man im niedrigeren Gang. Der Schaltvorgang dauert ungefähr 1-2 Sekunden.

 

Technisch passiert folgendes: Das Steuergerät kriegt den Befehl "Runterschalten", ein Elektromotor trennt die Kupplung, die Motorsteuerung erhöht die Motordrehzahl auf die zu erwartende Drehzahl in der neuen Gangstellung - ohne Rücksicht auf die tatsächliche Gaspedalstellung, ein anderer Elektromotor stellt das Schaltgestänge auf den neuen Gang ein (in diesem Fall den dritten), der erste Elektromotor lässt die Kupplung wieder kommen. Das wars.

 

Gegen Aufpreis gab es die SoftTouch-Funktion, die die Schaltbefehle ähnlich wie bei einem echten Automatikgetriebe automatisch gegeben hat. Runterschalten geht aber beim Standard-Programm auch automatisch, so dass der Motor nicht anfängt zu stottern.

 

Dieses Smart-Getriebe ist eigentlich der größte Kritikpunkt am Smart. Anders als beim echten Automatikgetriebe wird hier komplett ausgekuppelt, was für das typische Nicken verantwortlich ist, was auch sehr störend sein kann. Schlimmer ist es jedoch in folgender Situation: Man fährt zügig an eine Kreuzung ran und möchte gleich weiter fahren, weil genau jetzt eine Lücke da ist (wer kennt das nicht?). Der Smart ist aber noch am Schalten, man rollt langsam in die Kreuzung rein, aber es tut sich 2-3 Sekunden lang nichts. Das kann schon sehr brenzlig werden. Noch schlimmer ist es, wenn man im Automatikmodus gefahren ist, denn beim Beschleunigen schaltet die Elektronik automatisch noch ein bis zwei Gänge weiter zurück, um besseren Durchzug zu haben, und es vergeht noch eine Sekunde länger.

Galerie
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Extrem sparsam, könnte aber noch etwas besser sein.
  • + Kommt an der Ampel gut weg.
  • - Tank ist schon etwas klein.
  • - Das Getriebe ist zwar innovativ, aber eine Katastrophe.
  • - Der Tankdeckel ist sehr altmodisch.

Fahrdynamik

4.0 von 5

Seine großen Stärken hat der Smart dann aber in der Stadt. Ich kenne kein anderes Auto, welches auf einer normal breiten Straße in einem Zug wenden kann. Die Lenkung ist direkt, aber nicht zu hektisch. Als großen Nachteil empfinde ich nur das Fehlen einer Servolenkung. Sie war beim Smart nicht mal gegen Aufpreis erhältlich. Das Problem ist nicht das Kurbeln beim Einparken, das geht dank der 135er Bereifung an den Vorderrädern erstaunlich einfach. Eine großzügigere Kurve oder ein Kreisverkehr ist aber schwerer zu nehmen, da größerer Lenkeinschlag und höhere Geschwindigkeit eine ungewohnt hohe Lenkkraft erfordern.

 

Die Bremsen sind absolut in Ordnung, auch wenn hinten nur Trommelbremsen verbaut sind.

 

Das Fahrverhalten ist eher sportlich ausgelegt. Bei dem kurzen Radstand blieb den Ingenieuren wohl auch nichts anderes übrig. Der Radstand ist auch der Grund dafür, dass der Lenkeinschlag quasi sofort eine Richtungsänderung herbeiführt. Dabei federt die Karosserie nicht sonderlich ein, was stark an das Handling eines GoKarts erinnert.

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Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Wendekreis ist der Hammer.
  • + GoKart-artiges Fahrverhalten.
  • - Leider keine Servolenkung.

Komfort

2.5 von 5

Gleich vorweg: Rücken und Smarts werden keine Freunde. Jede Bodenunebenheit dringt spürbar in den Innenraum ein. Dank dem Smart habe ich Bodenwellen auf meiner Pendelstrecke entdeckt, die mir sonst verborgen geblieben wären. Das ist nun mal der Tribut, den man für kompakte Außenmaße zahlen muss. Dafür macht der kleine seine Sache aber doch ganz gut. Ich bin schon in schlimmeren Autos gesessen.

 

Die Sitze sind bequem und langstreckentauglich. Wenn man das Glück hat, 450 km komplett neu asphaltierte und gefegte Autobahn zu finden, steigt man an der einen Tankstelle genauso entspannt aus, wie man an der anderen eingestiegen ist.

 

Woran man sich aber gewöhnen muss ist die Geräuschkulisse. Das Motorgeräusch und das Pfeifen des Turboladers dominieren das akustische Erlebnis im Smart. An manchen Tagen erinnert das Fahrgeräusch an das von Linienbussen in der hintersten Sitzreihe. Auch (Fahrt-)Windgeräusche dringen stark in den Innenraum ein.

 

Apropos Wind: Seitenwind hebt den Smart auch nicht mehr aus der Spur als einen Porsche Cayenne, aber im Smart erlebt man den Wind dank der direkten Lenkung noch hautnah! Manchmal habe ich bei starkem Seitenwind das Gefühl, dass ich schräg fahren muss. Auch Gegenwind verkraftet der Kleine nicht sonderlich, denn dann ist oft bei 110 km/h schon schluss. Rückenwind bringt uns dagegen überhaupt nichts, denn obwohl er dann souverän beschleunigt ist trotzdem bei 135 km/h der elektronische Anker geworfen.

 

Die Bedienung wirft keine Fragen auf. Alle Schalter und Hebel erklären sich von selbst. Für Licht dreht man den Blinkerhebel, Hescheibenheizung, Warnblinkhebel und Klimaschalter sitzen auf prominenter Position mittig auf dem Armaturenbrett. Wer seinen ersten Smart kauft, wird die ersten Tage den Schlüssel immer am Lenkrad einstecken wollen und dabei ins Leere greifen. Das Zündschloss befindet sich zwischen den Sitzen beim Schalthebel. Etwas ungewöhnlich ist auch, dass die Uhr und der Drehzahlmesser ebenfalls mittig auf dem Armaturenbrett sitzen, wenn sie überhaupt vorhanden sind (Sonderausstattung).

 

Richtig schlecht sind die Fensterheber. Der Smart hat elektrische Fensterheber serienmäßig. Es gibt dabei nur einen Schalter in jeder Tür für das jeweilige Fenster. Des Beifahrerfenster kann also auch nur mit dem Schalter in der Beifahrertür geöffnet werden. In der Fahrertür gibt es nämlich nur einen Schalter für das Fahrerfenster. Was wäre so schwierig daran gewesen, statt einem großen zwei halb so große Schalter für beide Fenster in der Fahrertür einzubauen? Zum Glück ist der Smart ja nicht so breit, so dass man sich nicht allzu sehr verrenken muss, um das Beifahrerfenster zu öffnen.

 

An Ablagemöglichkeiten gibt es große Netze (in der Basisausstattung sind die Netze durch Kunststoffplatten ersetzt) in beiden Türen. Unter dem Radio gibt es eine kleine Schublade für all den Krimskrams, den man so im Auto haben kann. Als Extra gibt es eine große Schublade unter dem Fahrersitz, welche wohl noch am ehesten als Ersatz für das fehlende Handschuhfach dienen kann.

 

Etwas ungünstig finde ich die Heckklappenentriegelung gelöst. Mein Smart hat noch den alten Schlüssel mit einem Knopf. Hier muss man den Knopf zweimal schnell hintereinander drücken, um die Scheibe zu entriegeln. Es gibt im Fußraum aber auch einen Schalter für die Entriegelung. Blöd ist nur, dass man diese dann fummelig nach oben schwenken muss. Fummelig weil es keine Griffmulde oder ähnliches gibt.

 

Bei meinem Smart ist das Heckklappenschloss defekt. Scheinbar hat der Vorbesitzer das mal aufgebrochen. Damit durch das Loch kein Wasser in die Heckklappe laufen kann, habe ich es mit dem Stopfen einer Autobatterie und etwas Heißkleber verschlossen.

 

Die Heizung hat ihren Namen übrigens nicht verdient. Erst nach 15, manchmal 20 km kommt warme Luft aus den Düsen. Der Dieselmotor hat zwar einen elektrischen Zuheizer, der die Luft ähnlich wie ein Fön erwärmt, wenn der Temperaturregler auf Anschlag "warm" steht, aber so richtig wirkungsvoll ist das auch nicht.

Testkriterien
Federung (sportlich): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Bequeme Sitze.
  • + Die Bedienung wirft keine Fragen auf, wenn man sich an das Getriebe gewöhnt hat.
  • - Dauert sehr lange, bis es warm wird.
  • - Klingt innen manchmal wie ein Stadtbus in der letzten Reihe.
  • - Beifahrerfenster lässt sich nur von der Beifahrerseite bedienen.

Emotion

3.5 von 5

Ein Smart polarisiert. Sicher ist er nicht das Traumauto für Halbstarke mit zu kleinem Penis. Es wird auch immer wieder Leute geben, die ihn kategorisch ablehnen, die mit Sicherheitsbedenken argumentieren, von denen sie irgendwo mal in der Autobild gelesen haben. Aber davon könnte ich mir auch nichts kaufen.

 

Der Smart ist für mich vielmehr die erwachsenste Art, einen Kleinstwagen zu fahren. Ich habe nicht das Gefühl, dass man als Smart-Fahrer kategorisch belächelt wird. Oder wie meine Frau es treffend ausgedrückt hat, nachdem sie ihn das erste Mal fuhr: "Die Leute gucken einen ja gar nicht doof an"

 

Ich fühle sich einfach smarter, wenn ich tanke oder parke. Ich fahre sogar an großen Parklücken vorbei, nur um eine noch engere zu finden, in die ich mich dann drängen kann. Nicht weil ich Mitleid mit den armen Autofahrern habe, die jeden Morgen mit ihrem Touraeg in der Stadt parken müssen, sondern weil es mir Spaß macht.

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Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Im Smart schaut einen keiner blöd an, auch nicht als Mann mit Format. :-)
  • + Smart fahren macht Spaß.
  • - Im Smart schaut einem keiner hinterher.
  • - Es gibt immer Leute, die einen nicht ernst nehmen.

Gesamtfazit zum Test

  • + Der Smart ist günstig um Unterhalt.
  • + Smart fahren macht Spaß.
  • + Er ist vorne sehr geräumig.
  • + Hohe Qualitätsanmutung.
  • - Es gibt bessere Getriebe.
  • - Das Fahrwerk ist manchmal sehr ungemütlich.
  • - Kleinigkeiten wie die Fensterheber und der Tankdeckel.
Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Er ist günstig im Unterhalt, er nutzt vorhandenen Verkehrsraum perfekt aus (vor allem den Parkraum), er ist einfach anders als die Einheits-Golfs. Als Erstwagen vielleicht eher grenzwertig, außer man ist alleine, als Zweitwagen ein absoluter Tipp!

 

Zu den Kosten:

Versicherung: HSN/TSN: 8773/302, HP/TK/VK: 14/14/20, ca. 75 € Haftpflicht im Vierteljahr bei 33 %

 

Steuer: SCHADSTOFFARM D3;3L -> Euro 3 (gelbe Feinstaubplakette), 123 € Steuer

 

Laut Fahrtenbuch Kraftstoffkosten von 0,05 € / km

 

Ersatzteile während des Testzeitraums:

1 Keilriemen - 15,50 €

1 Soffittenbirne für Kennzeichenleuchte - 1 €

1 Liter Öl 5W30/Spezifikation: MB 229.5 - 11,99 €

Gesamtwertung: 3.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 3

18.04.2014 16:41    |    harry260E

hi, das war ein ganz toller bericht, der den nagel auf den kopf getroffen hat. seit einem jahr bin ich auch begeisterter smart-Fahrer. teilweise bis zu 1200-1500km im Monat. allerdings viel Stadtverkehr mit schnellen autobahnanteilen. auch beim schnellfahren (also max. 135:-) ) habe ich keine angst. Landstraßen machen viel Freude. was die anderen Verkehrsteilnehmer betrifft mußte ich allerdings schon die Erfahrung machen, nicht für ernst genommen zu werden. teilweise hätte es fast gekracht, wenn ich, obwohl die vorfahrt inne, gebremst hätte. meine frau mag den wagen überhaupt nicht. sie hält ihn für eine Klapperkiste. hierzu muß ich sagen, dass der wagen, obwohl bereits 10 jahre alt und 105tkm gelaufen, keinerlei klappergeräusche fabriziert. die Ledersitze sind noch eins a!!!! lediglich das fach für die dachholme knarzt etwas:-) über die gewichtsbegrenzung von 50kg im Kofferraum wußte ich nichts:-( bei mir passen 3 drei wasserkisten nebeneinander. mit dem getriebe kann ich mittlerweile ganz gut leben. den automatikmodus nutze ich ganz selten. man muß meinen Motor nicht hoch drehen lassen. teilweise schalte ich auch schon bei 2000 und der nächste gang passt trotzdem. ich vermisse - ganz klar- einen Tempomat.

30.10.2014 13:41    |    Faltenbalg135484

Ein echter Qualitätsbeitrag - grüner Daumen.

17.12.2014 18:25    |    Federspanner51616

Wirklich ein sehr informativer Test, schön geschrieben!

 

Auch ich fahre seit Juli einen Smart Fortwo cdi, Bj. 2004. Es kommen im Monat über 4000km zusammen. Und was ich vorher nie gedacht hätte: Das sind verdammt spaßige Kilometer. Ich fahre unsere kleine Donnerkugel (Du hast den Lärmpegel ja erwähnt...) jedes mal mit einem Strahlen im Gesicht.

Am Wochenende darf der Smart immer ausschlafen und der Geländewagen wird angeworfen - aber spätestens am Sonntag abend kann ich es kaum mehr abwarten, den kleinen Quirl zu fahren.

 

Wirklich, der Smart ist ein tolles Auto, ich fahre ihn total gern!

...und das sage ich als einer, der von einem komfortablen und langstreckentauglichen Volvo umgesattelt hat...

31.12.2014 13:24    |    Gelöscht1527698

ich bin seit August 2014 Besitzer eines Smart 450 CDI Bj 2001 mit 106000 km. Mein Sommerauto ein Audi 100 Avant Bj 85 ist ab 6.2015 30 Jahre und soll dann wieder kostengünstig wieder angemeldet werden.

Bisher bin ich mit dem Smart 450 sehr zufrieden und kann das Für und Wider zum Smart nur bestätigen. Wobei bei mir der Verbrauch im Sommer bei 5l und jetzt bei 5,5l liegt, wobei fast nur Kurzstrecke gefahren wird. 3,5l ist für mich nicht erreichbar. Da nun Winter vor der Tür steht, habe ich ein Problem mit dem Anlaßvorgang. Der Vorglühvorgang ist sehr kurz und muß bis zu 4x wiederholt werden bis er sich zum Anlassen - durchquält. Ich mag gar nicht an noch tiefere Temperaturen denken. Die Nachfrage beim hiesigen Smart Center ist eine Frechheit. Bis man - wenn überhaupt - durchgestellt wird ist unglaublich. Gestreßtes Personal oder Ignoranz ich weiß es nicht. Da jedenfalls bringe ich meinen Smart nicht hin.

 

Meine Werkstatt meint nun es läge am Anlasser und dieser müsse gewechselt werden. Ich rechne so mit 400 €. Rein gefühlsmäßig kann ich diese Einschätzung nicht teilen und brauche deshalb Rat. Was ist also zu tun; wer hat das gleiche Problem wie ich. Ich würde mich sehr freuen über eine Antwort. Danke

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