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Smart Fortwo 450 0.8 cdi Cabrio Test

05.06.2016 18:59    |   Bericht erstellt von Volvodriver1985

Testfahrzeug Smart Fortwo 450 0.8 cdi Cabrio
Leistung 41 PS / 30 Kw
Hubraum 799
Aufbauart Cabrio/Roadster
Kilometerstand 95886 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 7/2002
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von Volvodriver1985 4.0 von 5
weitere Tests zu Smart Fortwo 450 anzeigen Gesamtwertung Smart Fortwo 450 3.5 von 5
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Einleitung

Hallo,

Ich bin der Christian und gebe hier mal meine in der kurzen Zeit gesammelten Erfahrungen zum Smart CDI Cabrio wieder.

Ich bin in der Werkswoche jeden Tag min. 70 Km unterwegs und habe diese Strecke bis vor kurzem mit einen von Heico getunten 2004er Volvo V70 T5 (Arbeitsauto) zurück gelegt.

Es ist ein tolles Auto, aber sind wir mal ehrlich jeden Tag allein zur Arbeit und zurück und das in einem großen Kombi bei dem unter 9 Liter Super Plus nicht viel zu machen ist..... das muss doch nicht sein.

Meine bessere Hälfte fährt schon seid einiger Zeit ihren Smart 450 einer dieser angeblichen "Problemsmarts" mit 599 Kubik als Benziner.

Dieser läuft tadellos und ohne Probleme.

Da ich schon immer einen Smart CDI haben wollte, aber nur als Cabrio dachte ich nun es ist an der Zeit diese Sache anzugehen.

Nach einiger Zeit fand ich einen Smart der mir halbwegs zusagte.

Ich wollte Original CD Radio, Soundsystem, Sitzheizung, Nebelscheinwerfer, Scheckheft und relativ wenig Kilometer.

Leider hat es ihn so nicht gegeben und ich musste auf Nebelscheinwerfer verzichten, aber dafür gab es Leder.

Als kurzentschlossen das Auto gekauft und seid dem nicht bereut.

Nach der ersten Vollbetankung und einer damit verbunden Reichweite von 455Km ist er doch nicht so sparsam gewesen, aber mittlerweile komme ich mit einer Tankfüllung über 600 km was in etwa 3,5 Liter auf 100 km entspricht.

Bei einem Kaufpreis von 2300 Euro und Reparaturen an Vorderachse, Bremse vorne, Klimakondensator, ABS Ringe hinten und Ölwanne in Eigenregie und damit verbundenen Materialkosten von ca. 170 Euro sowie der Nachrüstung von elektrischen Spiegeln und Nebelscheinwerfern mit einem Materialpreis von 150 Euro habe ich also 2620 Euro für ein Smart CDI Cabrio Ausgegeben, welches durchrepariert ist und an dem alles funktioniert.

So nun aber zum eigentlichen Test :)

Galerie

Karosserie

3.5 von 5

Der Smart ist ein Kleinstwagen und das Konzept ist gut gelungen.

Natürlich ist hinten kein Platz, aber da muss auch keiner sein obwohl ich schon einiges zwischen Sitze und Kofferraum transportiert habe.

Das Raumkonzept ist Super und das Platzangebot mehr als ausreichend.

Im Smart hat eigentlich jeder Platz auch wenn man es nicht glaubt, aber ist so.

Die Verarbeitung ist gut, aber die Rostvorsorge wie bei allen Fahrzeugen aus dem Mercedes Konzern aus diesen Jahren bei weiten nicht die Beste.

Der Unterboden rostet gerne, da es dort so gut wie keine Konservierung gibt, ähnlich wie bei den alten A-Klassen Typ 168.

Die Holme rosten auch ganz gerne hier und da und der Einstieg unter dem Gummi auch.

Sieht man sich aber andere Mercedes Fahrzeuge aus 2002 an hält es sich noch in Grenzen.

Dennoch werde ich mein Smartie noch entrosten und Konservieren.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Sehr gutes Raumgefühl
  • + Guter Qualitätseindruck
  • + Viel Platz auch mit 2 Personen
  • - Rostvorsorge nicht die beste.

Antrieb

4.0 von 5

Wer denkt nur weil dort bei Motorleistung "Stark" Steht einen Sportwagen zu erwarten der irrt sich.

Wir müssen das immer in Relation sehen, aber in meinen Augen ist der CDI mit seinen 41PS ausreichend motorisiert.

Ich schalte immer bei 2500 U/min und der Durchzug reicht bei dieser Drehzahl in jedem Gang.

Drehfreude kann ich so nicht bestätigen, aber er ist gefühlt Drehfreudiger als der 54PS Benziner meiner besseren Hälfte.

Ja das ASG ist eine Sache für sich, man liebt es oder hasst es... oder man findet sich wie ich einfach damit ab und lernt damit umzugehen.

Es ist alles eine Gewohnheitssache. Ich schalte immer im manuellen Modus und komme damit gut klar, auch wenn er hier und da eine Gedenkstunde braucht, aber die muss man ihm geben und dabei nicht in Panik verfallen.

Die Abstimmung von Motor zu Getriebe ist bei dem CDI allerdings um einiges besser als bei dem Benziner.

Besonders um den Bereich bei 50 und 70 Km/h.

Bei 100 Km/h dreht das kleine CDI Motörchen bei 2200 U/min, was ich als sehr angenehm empfinde.

Der Verbrauch liegt bei mir im Schnitt bei 3,5 Liter und die Reichweite über 600KM, dazu muss man glaube ich nicht mehr viel sagen.

Das Spricht für sich.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Verbrauch Top
  • + Reichweite von über 600KM mit 22L Tank
  • + Robuster Motor
  • - Schaltvorgänge gewöhnungsbedürftig

Fahrdynamik

4.5 von 5

Wendekreis bisher unübertroffen, wir haben noch eine G-Klasse für längere Strecken und das ist kein Vergleich.

Die Beschleunigung ist ausreichend, man darf natürlich nicht zuviel erwarten, aber es reicht und man kommt gut vom Stand ab voran.

Der Kleine hat keine Servolenkung, aber bei 135er vorne braucht er das auch nicht.

Die Bremsen sind gut und lassen sich auch gut dosieren.

Der Kleine ist etwas Seitenwindanfällig, was gewöhnungsbedürftig ist, aber man bekommt es hin.

Wendigkeit??? Kleinstwagen sagt alles, das ist sein Gebiet.

Der kurze Radstand geht natürlich auf das Fahrverhalten und die Dynamik, aber alles im grünen Bereich.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Sehr Wendig
  • + Ausreichender Durchzug
  • - Mit Serienbereifung Sparsam, aber Seitenwindanfällig.

Komfort

4.0 von 5

Die Federung der ersten Modelle ist sehr viel härter gewesen, aber ich bin froh das es nicht mehr so ist.

Es kommt zwar noch immer ein gewisses GO Kart Feeling auf, aber nicht mehr so wie bei den ersten.

Die Sitze vorne sind super und die Sitzheizung sehr empfehlenswert.

Die Geräuschkulisse bei Tempo 100 finde ich für ein Cabrio mit Stoffdach gut und nicht übertrieben laut.

Die Bedienung ist sehr leicht, alles ist in direkter Nähe wie z.b. Sitzheizung, Klima und Heizung.

Die Heizung verrichtet ihren Dienst gut, ist zwar wie die Klima etwas schwach auf der Brust, weshalb für den Winter noch eine Standheizung eingebaut wird.

Mit der Klima muss man leben, aber bei dem kleinen Kompressor kann man nunmal keine Wunder erwarten.

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Sehr bequeme Sitze
  • + Angenehme Bedienung
  • - Heizung und Klima etwas schwach, aber ausreichend.

Emotion

3.5 von 5

Der Smart 450 ist noch ein richtig Multiges Auto.

Es ist ähnlich dem Käfer.... der Käfer ist Kult, aber der New Beatle ein Auto.

Ähnlich verhält es sich bei einem Smart.

Für mich persönlich ist der 450 der einzige echte Smart.

Leider haben viele Verkehrsteilnehmer das akute Verlangen den kleinen zu überholen, egal wie schnell man gerade fährt.

Auch bei 120 auf der Landstraße muss man anscheinend einen Smart rein aus Prinzip überholen.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Kultauto
  • + Gut durchdacht
  • - Du wirst immer überholt, egal wie schnell Mann oder Frau fährt.

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Die Wirtschaftlichkeit von einem gebrauchten Smart in diesem Preissegment ist einfach genial.

Da kommt kein Elektro oder Hybridfahrzeug hinterher.

Als Zweitwagen sehr gut geeignet und für den Arbeitsweg mehr als ausreichend.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

In der Stadt sicherlich OK, aber für uns die auf dem Land leben als einziges Auto zu klein.

 

Schaltung gewöhnungsbedürftig, aber akzeptabel.

Gesamtwertung: 4.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.0 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 1

06.06.2016 13:59    |    Antriebswelle48101

Zum Thema Schaltung;

also meiner wechselt die Gänge sehr schnell - das mit der Schaltsekunde war bei den "anfänglichen" Modellen der Fall.. meiner ist schon Modell 2001 und schaltet in 0,4sek in den nächsten gang, anstatt in 0,8 sekunden.

 

Einen Tipp von meiner Seite; ich habe gerade mal das Getriebeöl erneuert (ATF 1200 von LM)... das wurde mir zumindest von LM empfohlen und man braucht ja nur 1,4 Liter. Jedenfalls waren noch 1,2 Liter dreckiges Getriebeöl im Smart und das habe ich restlos abgelassen... die letzten Tropfen glitzerten sogar etwas (Abrieb mit Metallkrümmeln drin)... jedenfalls schaltet er jetzt noch schneller, vor allem, wo wieder 1,4 Liter (vorgeschrieben) und nicht 1,2 Liter drin sind...

 

Austausch geht einfach;

- smart schön warmfahren

 

- getriebeschrauben von aussen gut reinigen (Bremsenreiniger), damit kein dreck ins getriebe fällt...

 

- erstmal obere schraube (mittig am getriebe) aufschrauben und dann kannst du direkt mal gucken, wie viel noch drin ist.

 

- dann trichter und behälter drunter (oder wenn du hast, so eine ölablassplastikwanne) drunter und die untere schraube raus... vorsicht, getriebe entleert sich in 2 sekunden...

 

- schön ausbluten lassen

 

- untere schraube wieder rein (43 Nm anzugsmoment)

 

- oben 1,4 Liter nachfüllen (muss soweit gefüllt werden, bis es unten im gewnide anfängt, herauszulaufen(tropfen)... Smart muss auf absolut ebener fläche stehen

 

- oben die schraube wieder rein (43 Nm anzugsmomet)

 

Fertig!


11.02.2017 23:42    |    sr-kamera

Das mit dem "Überholtwerden" kann ich so bestätigen. Wenn ich mitm G langsamer bin, passiert mir das nicht. Und mir wird mit dem smart auch dauernd die Vorfahrt genommen.


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