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Peugeot 308 1 (4) 1.4 Test

23.01.2015 10:59    |   Bericht erstellt von DerVolksWolf

Testfahrzeug Peugeot 308 1 (4) 1.4
Leistung 95 PS / 70 Kw
Hubraum 1397
Aufbauart Schrägheck
Kilometerstand 98000 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 12/2009
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 3 Jahre
Gesamtnote von DerVolksWolf 3.5 von 5
weitere Tests zu Peugeot 308 1 (4) anzeigen Gesamtwertung Peugeot 308 1 (4) 4.0 von 5
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Einleitung

Ich habe meinen 308er im Alltagsgebrauch getestet. Fazit: Rundum ein gutes Auto, komfortabel, praktisch und für ein bis 2 Personen ausreichend, mit einem Kindersitz auch noch genügend Platz für alles, beim 2. Kindersitz wird der Platz schon enger. Da empfiehlt sich dann der 308 SW.

Was es allerdings zu bemängeln gibt: Das Getriebe ist schlecht abgestimmt, und mit 95 PS ein wenig schwach auf der Brust, was aber durch bessere Getriebe perfekt ausgeglichen werden kann. Da benötigt man keinen THP. Darüber hinaus ist die Qualität nicht mehr die , die ich von Peugeot kenne. Ständig mit irgendwelchen Kleinigkeiten in der Werkstatt. Das ist aber bei allen Hersteller irgendwie der Fall, was meine Nachforschungen ergeben haben.

Ärgerlich war das die Wasserpumpe nach 80000 Km den Dienst quittiert hat. ebenso ärgerlich war, dass bei 90000 Km die Lichtmaschine kaputt gegangen ist. Waren eben mal 1000 Euro Reparaturkosten. Kulanz von Peugeot Fehlanzeige. Da müsst Ihr was machen liebe Peugeotchefs. Das geht so nicht. Sagen wir ich bin ziemlich enttäuscht von euch.

 

Moral von der Geschichte: Ich würde mir wieder einen Peugeot kaufen, aber allerdings nur mit Garantieerweiterung, damit solche Sachen komplett übernommen werden.

Karosserie

4.0 von 5

 

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Platzangebot sehr komfortabel, vorne und hinten
  • + Hochwertig verarbeiteter Innenraum
  • + komfortables Fahrwerk
  • - Zu wenig Kraft
  • - Getriebe schlecht abgestimmt (fehlt der 6. Gang)
  • - Kofferraum ein wenig klein
  • - zuviele Reparaturen an Kleinigkeiten

Antrieb

2.5 von 5

 

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Sehr effizienter Motor
  • + Sehr ruhig laugfender Motor
  • - schlechte Übersetzung
  • - Motor liefert nicht genug Antriebskraft (was wiederrum durch ein gutes getriebe ausgeglichen werden kann)

Fahrdynamik

4.0 von 5

 

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Im großen ganzen sehr Dynamisch
  • - Das Gewicht macht sich bei schnellen Auswichmanövern Bemerkbar, da ist das Auto ein wenig träge

Komfort

4.5 von 5

 

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Der Komfort ist gut, hat den Peugeot Karakter wie eh und je
  • - Die Klimaanlage bräuchte mehr Kühlleistung, insbesondere durch die große Winddschutzscheibe, sinkt die Kühlleistung enorm. Das geht definitiv besser

Emotion

2.5 von 5

 

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Das Design ist Top, eben nicht Mainstream
  • + das Temprament ist im großen ganzen gut
  • - Das Image dieses Autos hat durch die ganzen Reparaturen sehr gellitten
  • - Das Temprament könnte man verbessern einfach mehr Peugeot

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr bis 100 Euro
Verbrauch auf 100 km 6,0-6,5 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 300-500 Euro
Gebrauchtwagengarantie keine vorhanden
Werkstattkosten pro Jahr bis 200 Euro
Versicherungsregion (PLZ) 97990
Haftpflicht 300-400 Euro (45%)
Teilkasko 100-200 Euro

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Ich würde das Fahrzeug empfehlen, da es eben nicht Mainstream ist, aber das ist ja von Peugeot bekannt, mit einem einem besseren Getriebe, reichen die 95 PS völlig aus. Das Auto ist sehr komfortabel und hat eine enorm hohe Laufruhe.

Und im großen ganzen gesehen, ist das Fahrzeug Top. Auch völlig ausreichend für eine 3 Köpfige Familie. Da der Innenraum sehr großzügig geschnitten ist.

Darüber hinaus ist das Auto sehr Wirtschaftlich, mein Verbrauch liegt bei 6,0 - 6,5 Liter, was in Anbetracht des Leergewichtes sehr sparsam ist.

Das Auto ist robust gebaut, und weißt eine gute Steifigkeit auf. Ich bin eingestiegen und hab mich wohlgefühlt.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Gegen das Fahrzeug spricht so eigentlich nichts, ein paar Sachen muss ich aber leider doch in den Negativbericht schreiben.

Die Qualität ist nicht mehr die wo ich von Peugeot kenne, und ich fahre seit meinem Führerschein (2002) ausschließlich Peugeot.

Hier eine kleine Übersicht über die Reparaturen.

 

25000 km -> Bremsen kaputt (Reparaturkosten ca. 400 Euro)

80000 km -> Wasserpumpe kaputt (Reparaturkosten ca. 300 Euro)

90000 km -> Lichtmaschine kaputt (Reparaturkosten ca. 1100 Euro)

 

sonst war nichts außergewöhnliches. Außer das der Motor bei 30000 km angefangen hat Öl zu verbrauchen (1l/ 1000 Km) aber das ist noch deutlich im grünen Bereich, da es durch die VTI - Technik durchaus zu einem Ölverbrauch kommen kann.

Die Wasserpumpe war ärgerlich aber logisch. Denn 80000 Km Riemenwechsel, wird normalerweise die Wasserpumpe mit gewechselt.

Was nicht so schön war, und da muss Peugeot dringend was tun, ist die Lichtmaschine bei 90000 Km. Kann durchaus mal passieren, dass eine Lichtmaschine kaputt geht durch Materialfehler, aber dann sollte sich Peugeot auch nicht zu gut sein für so einen Einzelfall Kulanz anzuwenden. Das war Fehlanzeige, obwohl jeder Service Vorschriftsmäßig durchgeführt worden ist. Das hat mich extrem geärgert. Waren immerhin 1100 Euro wo nicht sein dürften bei diesen Kilometern.

Und was noch angemerkt werden sollte, was aber nicht unbedingt schlimm ist, die hinteren Bremsen neigen dazu sich festzufressen, was daran liegt das die Bremskraftverteilung hauptsächlich nach vorne verlegt ist. Mit ein bisschen Know how kann man das selber machen, ansonsten würde ich darauf achten das jedes Jahr die Beläge hinten ausgebaut werden, der Bremssattel und die beweglichen Teile abgeschmiert (Kupferpaste oder ähnliches) und wieder eingebaut werden. So beugt man dem vorzeitigen Verschleiß der hinteren Bremse vor. (Arbeitsaufwand je nach Kenntnissstand (30 - 60 Minuten).

Gesamtwertung: 3.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.5 von 5 möglichen Sternen
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