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Opel Senator B 3.0 Test

31.03.2015 13:55    |   Bericht erstellt von Dinotom

Testfahrzeug Opel Senator B 3.0
Leistung 204 PS / 150 Kw
Hubraum 2969
Aufbauart Limousine
Kilometerstand 175000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 4/1992
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 5 Jahre
Gesamtnote von Dinotom 4.5 von 5
weitere Tests zu Opel Senator B anzeigen Gesamtwertung Opel Senator B 4.0 von 5
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Einleitung

Ich fahre diesen Senator täglich bis zu 100 Km. Fahre über Straßen die in einen guten Zustand sind und auch Straßen die mehr ein maroden Zustand aufweisen. Auch Autobahnfahrten sind mit Diesen Fahrzeug gemacht worden.

Also ist alles dabei, natürlich keine Geländefahrt. Fahre den Opel Senator B (verschiedene) schon einige Jahre und möchte meine Erfahrungen mit einfließen lassen.

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Karosserie

5.0 von 5

Für heutige Standards ist die Karosserie natürlich nicht zu vergleichen. Da es an der Karosserie keinerlei verzinkte Teile sind. Also ist sie Rost anfällig. Die Schwerpunkte für Rost an der Karosserie sind, die Querträger hinten. Da diese aus mehreren Blech schichten gefertigt wurden und wie Blätterteig dann Rosten. Die hinteren Radläufe, ist ein Opel aus der Zeit. Es hat jeder Model von Opel betroffen. Laut des Crashtest des ADAC aus der Zeit ist die Karosserie weich, da sich die Fahrgastzelle sich bei den aufprall mit 50 km/h verformt hat. Desweiteren wurden von ADAC bemängelt, der Tank, da dieser unter den Kofferraum in der Knautschzone sich befindet und die Lage der Batterie, da diese sich auch in der Knautschzone befindet. Vorteile dieser Karosserie ist ein niedriger Cw Wert für diese Fahrzeugklasse. Weitere Vorzüge sind das im Innenraum die Teile weiche mit abgerundeten Kanten verbaut wurden und das Verletzungsrisiko bei einen Unfall verringert. Die Motorhaube hat zum Motor viel Raum um die Aufprallenergie bei einen Personenunfall auf zunehmen, so das sich auch hier das Risiko schwerer Verletzungen verringert. Ouelle der ist die Website www. Senatorman.de

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Man fühlt sich in diesen Auto sehr wohl, es hat eine Wartezimmeratmosphäre.
  • - Die viele Bauteile des Armaturenbretts beginnen bei höheren Geschwindigkeiten leicht an zuklappern.

Antrieb

4.0 von 5

Da ich alle Motorvarianten bei den Opel Senator B gefahren habe, nicht die Irmschervarianten den 3.6 und den 4.0l und auch nicht den 2.5l Turbodiesel, aber alle die von Opel in Deutschland zum verkauf standen.

Der Verbrauch des 3.0l 12V mit 156 PS lag im Durchschnitt bei 10,5 l, der Motor selber war sehr zuverlässig und den 2 Jahren wo ich ihn fuhr gab es keine Reparaturen an diesen Motor, außer die übliche Wartung. In der Beschleunigung allerdings war er nicht so agil. Aber laut Tacho eine Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h. Der 2.6 12V mit Dual Ram 150 PS hat den 3.0l 156 PS abgelöst. Der Verbrauch waren stattliche im Durchschnitt 12,5 l, der Motor selber war auch sehr zuverlässig, nur hatte man Öl Verlust durch den Verteiler, da die Dichtung kaputt war und so das Öl in den Verteiler drückte. Da es diese Dichtung nicht einzeln gibt, muss ein ganz neuer Verteiler eingebaut werden. Hohe Reparaturkosten.Agiler wie sein Vorgänger aber laut Tacho langsamer mit 240 km/h. Der 3.0l i Kat mit 177 PS war der Sparsamste mit einen Durchschnitt von 9,5l, wie alle Motoren vom Senator ist auch dieser sehr zuverlässig. Reparatur war bei diesen Motor das Steuergerät. Aber nur weil man daran rum gebastelt hat und ein Chip mit 20 PS mehr eingelötet. Dieses Fahrzeug habe ich leider nicht ausgefahren, aber es ist ein starker Durchzugs freudiger Motor. Die Königsklasse von Opel der 3.0l 24v mit 204 PS, ist ein Motor den ein das Lächeln ins Gesicht bringt, ist aber auch der Durstigste mit einen Durchschnitt von 14,0l. Aber Spaß kostet nun mal Geld. Fahre ihn seit gut einen halben Jahr. Der Motor läuft sehr ruhig und ich hatte bis her nur mit der Lichtmaschine ein Problem, es wurde ein neuer Regler eingebaut, seitdem fährt er Problemlos. Habe zur Zeit allerdings Probleme mit einigen Schlauchschellen, aber das ist mehr altersbedingt. Der Motor ist trocken, kein Öl Verlust. Ausgefahren habe ich diesen Motor noch nicht, aber seine Beschleunigung ist super. Laut Hersteller 7,9 sek von 0 auf 100, ist schon beachtlich für ein 1,5 tonner.

Galerie
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Alle 6 Zylindermotoren die in Senator verbaut sind, sind sehr Durchzugs stark.
  • - Hoher Verbrauch, einige Motorvarianten mögen die aggressive Fahrweise nicht.

Fahrdynamik

4.5 von 5

Das Fahrwerk ist sehr sicher, da Opel das DSA Fahrwerk vom Omega A für den Senator B modifiziert hat. Bei Federn und Dämpfer gibt es da Unterschiede. Man erinnert sich vielleicht an die Omega A Werbung aus der Zeit und er fährt wie auf Schienen. Den Senator den ich fahre hat noch zusätzlich das Ride-Control-System, man kann die Dämpfer elektrisch abstimmen von weich bis hart. Obwohl dieses System es auch automatisch tut, wenn man über 120 km/h fährt. Dann schaltet es die Dämpfer auf hart.

Eins, nein zwei Dinge noch die Bremsen haben hohen Verschleiß und bei den 3.0 24v bitte mit den Gaspedal sanft umgehen bei kurvigen Anfahren da neigt er schnell zum ausbrechen, ist aber auch wieder schnell in Spur wenn nicht noch mehr Gas gibt.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Trotz seiner Größer ist er sehr wendig auch auf engen Raum.
  • - Die Bremsen neigen zum einlaufen und haben je nach Fahrweise einen hohen Verschleiß.

Komfort

5.0 von 5

Nun ein Bild sagt mehr wie hausend Wort. Aber man fühlt sich einfach wohl im Senator, es ist was der Zeit technisch Neu war in den Senator verbaut worden und wenn man einen mit Vollausstattung bekommt, hat man keine weiteren Wünsche. Die perfekte Reiselimousine. Bilder hatte ich ja schon hochgeladen.

Galerie
Testkriterien
Federung (einstellbar): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Sehr bequemes, entspanntes Fahren und sehr gut bedienbar. Ein echtes fahrendes Sofa.
  • - Bei höheren Geschwindigkeiten gibt es einige Nebengeräusche vom Armaturenbrett.

Emotion

4.5 von 5

Der Opel Senator B hatte 1990 ein Facelift, was man äußerlich kaum sieht. Das Design im Innenraum wurde verändert, da es meiner Meinung nach auch sehr schlicht war vor 1990. Ja, technisch sind Veränderungen gemacht worden und der 3.0 156PS wurde durch den 2.6l ersetzt. Das Wahrzeichen vom Senator war das große Waffelgrill, was auch Opels Veredler Irmscher bei hielt es wurde nur etwas kleiner. Dem Senator sieht man seine Leistung nicht an ( oft mit den Omega verwechselt) Ich selber finde sein Design sportlich und Zeitlos. Man hätte ihn aber mit weißen Blinkern von Werk aus verkaufen sollen. Opel hat nur orange verwendet.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Es ist ein schneller 1,5 tonner, der sich nicht verstecken muss.
  • - Sein Image ist nun mal das er Spritfresser ist, aber der Dynamik darf er das.

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr 200-300 Euro
Verbrauch auf 100 km über 10 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 300-500 Euro
Gebrauchtwagengarantie keine vorhanden
Werkstattkosten pro Jahr bis 200 Euro
Versicherungsregion (PLZ) 31840
Haftpflicht 300-400 Euro (35%)
Teilkasko bis 50 Euro
Außerplanmäßige Reparaturkosten Elektrik/Elektronik - Lichtmaschine (100 €)

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Also an alle die sich für den Opel Senator B interessieren und sich auch einen anschaffen möchten. Dieser Opel ist letzte Oberklasse Limousine von Adam Opel. Eigentlich ein Flop gegenüber sein Vorgänger der fast 150000 mal verkauft wurden. Wurden von B Variante nur gut 78000 Stück gebaut. Das Auto trägt aber den Stempel Made in Germany da er in Bochum gebaut wurde. Man nennt ihn auch den Bulliden aus den Ruhrpott. Dafür auch extrem selten, die Kaufpreis sind relativ günstig da er sich nicht gerade hohe Beliebtheit hat. Also wer ihn mal gefahren hat weiß wovon ich schwärme. Alles über den Opel Senator B gibt es auf der Website www. Sentorman.de

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Es gibt natürlich heute auch Nachteile diesen Youngtimer sich nicht an zu schaffen. Die Ersatzteillage ist sehr dürftig. Originalteile sind sehr teuer und auch noch bei Opel kaum zu bekommen. Auch Werkstätten zu finden, die ihn noch annehmen ist sehr schwierig. Man sollte unbedingt ein unverbasteltes Exemplar kaufen, da es sonst sehr teuer werden kann.

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 2

11.04.2015 01:58    |    senator-c30se

Hallo,

fahre nach 15 Jahren W210 E320i jetzt selbst einen Senator 24V, jedoch möchte ich kleine Anmerkungen einfließen laßen:

 

*Der 24V Senator, bei mir braucht er nur 10.5l im Schnitt, 14l ersehe ich als etwas zu hoch. Selbst zügige Reisen (240 lt. Tacho-real 225 km/h) quitiert er mit nur 12.5l*

 

*Gebaut wurde er in Rüsselsheim, nicht Bochum*

 

Sonst sehr schöner Bericht. Empfinde den Senator B, meiner ist Nova-Schwarz, als das schönste und zeitlich niemals alternde Auto, was jemals das Werk verlaßen hatte. Damals als Neuwagen, wo ich kein "Blitz auf der Haube" wollte, fand ich ihn bereits überaus atraktiv und optisch gelungen, vom Fahren ist es heute noch ein zügiges Auto, was vornehm aber dezent zurückhaltend seine "Arbeitsgeräusche" abgibt, was ich dafür sogar positiv wempfinde - man weiß, was man vorne spazieren fährt

 

Viele Grüße, vom zu grell geblendeten Sternbetrachter, der 22 Jahre nach Einstellung beim Senator landete.


02.11.2015 02:16    |    Rad05

Ja, schöner Bericht, dem kann ich auch zustimmen und das mit dem verwechselten Herstellerwerk, naja gibt schlimmeres, obwohl ich auch Rüsselsheim geborener bin "LACH" ... ;)

Der Verbrauch ist wohl auch eher zweitrangig anzusehen, wobei mein C30SE zwichen entspannter, ruhiger Autobahnfahrt schon mal 8,0 und eiliger oder mit Hängerziehender Last bei 13,5 Ltr., gelegen hat. Erwähnenswert ist, das zu dem Vorgänger Senator A, das Platz- und Raumangebot im inneren sehr großzügig und bequem ausgefallen ist, man fühlt sich wohl im B ... (...habe zum Vergleich immer noch nen A Seni und Monza rumstehen :):p ) ...

 

Viele Grüße, Rad05(Ralf/5ér) ...


03.12.2015 16:40    |    MB Dieselmaster

Also bei mir war der 2.6i mit Automatik, die sparsamste Variante, gefolgt vom 24V. Beide zwischen 9 und 10 Litern im Schnitt.

 

Gerade der 3.0i mit 156 PS hat gesoffen wie ein Loch, immer zwischen 13 und 14 Litern.

 

Zuverlässig sind alle Motoren, nur die Karosserie hat ein echtes Rostproblem.

 

Kurz zum Diesel im Senator B, das war der bekannte 2.3 TD mit 100 PS, dieser wurde nur in Italien, Portugal und Spanien angeboten.

 

In Frankreich, Italien, Spanien und Portugal gab es auch noch einen 2.5 i mit 140 PS.


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