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Opel Omega B 2.0 16V Caravan Test

12.05.2014 18:01    |   Bericht erstellt von derDabbische

Testfahrzeug Opel Omega B 2.0 16V Caravan
Leistung 136 PS / 100 Kw
Hubraum 1998
Aufbauart Kombi
Kilometerstand 207000 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 5/1997
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von derDabbische 3.0 von 5
weitere Tests zu Opel Omega B anzeigen Gesamtwertung Opel Omega B 4.0 von 5
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Einleitung

Ich teste hier einen 1997er Opel Omega Caravan, den ich für 350€ gekauft habe. Für den TÜV wurden unterm Strich 470€ (inkl. TÜV) ausgegeben. Somit hat das Fahrzeug insgesamt 820€ gekostet.

Karosserie

4.0 von 5

Das Platzangebot rundum ist sehr gut, man fühlt sich nie wirklich eingeengt. Selbst bei ganz zurück gefahrenem Vordersitz lässt es sich hinten noch sehr bequem sitzen.

 

Der Kofferraum ist ohnehin nicht der Rede wert.

Durch die Kastenform fasst der Kofferraum bis zu 1800 Liter.

Noch größer ist nur die E-Klasse W210 mit knapp 2000 Litern.

Was wohl einzigartig ist, ist der umklappbare Beifahrersitz.

Damit lässt sich der Platz wirklich optimal nutzen!

 

Durch die schmale D-Säule (die hinterste) sowie die großen Fensterflächen lässt sich das Fahrzeug auch Rückwärts sehr gut manövrieren und die Übersichtlichkeit ist stets perfekt.

 

Der Qualitätseindruck im Innenraum des hier getesteten Vorfaceliftmodells lässt allerdings zu wünschen übrig. Billige Kunststoffe wirken in der Oberklasse fehl am Platz und sehen nach über 207.000 Kilometern sehr mitgenommen aus. Beim Faceliftmodell (ab 1999) soll das ja besser sein, das kann ich aber nicht bezeugen, da ich so einen noch nicht gefahren bin.

Galerie
Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Gute Übersichtlichkeit, Überall sehr freies Platzangebot
  • - Für diese Klasse schlechte Materialien im Innenraum.

Antrieb

3.0 von 5

Die Motorleistung wird oftmals als schwach bezeichnet. Meiner Meinung nach, reicht sie aber vollkommen aus. 136PS auf rund 1600 Kilogramm machen ein Leistungsgewicht von 11,76 Kilogramm pro PS. Das ist nicht sonderlich gut, reicht aber aus, sofern man keine Wohnwagen ö.ä. ziehen will.

 

Am Durchzug und der Drehfreude merkt man eben auch, dass es kein Sportwagen ist: Bei hohen Drehzahlen klappert es teilweise.

 

Das Getriebe (noch das erste) schaltet relativ schlecht und schwer.

Das liegt aber sicher nicht am Getriebe selbst, sondern an der Laufleistung.

 

Der Verbrauch ist für einen 1,6 Tonnen schweren, 17 Jahre alten und fast fünf Meter langen Kombi sehr angenehm. Er lässt sich mit gut sieben bis acht Litern Super E10 bewegen, was, wie ich finde, vollkommen in Ordnung ist. Demnach ist auch die Reichweite sehr gut.

Ich habe keinen Bordcomputer, deshalb kann ich nicht genau sagen, wie lange eine Tankfüllung hält.

Galerie
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Ausreichende Motorleistung, sehr geringer Verbrauch!
  • - Getriebe schaltet bei hohen Laufleistungen sehr schwer

Fahrdynamik

2.5 von 5

Auch hier lässt alles auf ein sehr komfortables Auto vermuten.

Beschleunigung sowie die Wendigkeit sind aufgrund der Ausmaße nicht der Hit, trotzdem lässt sich der Wagen (Heckantrieb sei dank) auch durchaus sportlich bewegen. Das mag der Wagen allerdings gar nicht und antwortet mit Knacken und Knarzen an der Karosserie.

Aber auch dadurch, dass er eben nicht zum schnellfahren anregt, macht er das Fahrverhalten zumindest subjektiv sicherer.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Stets sicheres Fahrgefühl.
  • - großer Wendekreis

Komfort

4.5 von 5

Das Fahrzeug ist, wie bereits erwähnt, voll auf Komfort ausgelegt.

Auch die Sitze sind, sowohl vorn als auch hinten, durchaus Langstreckentauglich und sind auch nach über 200.000 Kilometern noch sehr bequem sodass man meinen könnte, der Vorbesitzer sei im stehen gefahren und habe sich niemals hingesetzt...

Dem Alter entsprechend normal, trotzdem störend sind die Windgeräusche. Ab rund 130km/h lässt es sich kaum noch im Wagen unterhalten.

Die Bedienung ist alles andere als Kompliziert.

Andererseits gibt es ja auch nicht viele Knöpfe zum Auswendig lernen...

Einzig das nachgerüstete USB-Radio forderte bereits einige Male, die Bedienungsanleitung herauszuholen.

Heizung und Klimaanlage springen sofort an und können auch mit aktuellen Fahrzeugen noch mithalten.

Galerie
Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + komfortabel abgestimmt, schnelle Klima&Heizung, einfache und intuitive Bedienung, Sehr gute Sitze
  • - starke Windgeräusche

Emotion

1.5 von 5

Wer von emotionalem Design und überwältigender Formensprache spricht, meint einen sicher nicht: Den Omega!

Das Design wirkt langweilig und sticht nicht aus der Menge heraus.

 

Die Abstimmung des Fahrwerks sowie der Gesamteindruck sind sehr komfortabel. Kleinigkeiten wie die übermäßigen Windgeräusche stören diesen Eindruck aber.

 

Gerade das Vorfaceliftmodell (1994-1999) gilt als sehr anfällig für Rost, der dem Ommi auch gern mal den TÜV kostet.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • - schlechtes Image

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Ich würde das Fahrzeug empfehlen, weil es Komfort, Platz und Ausstattung zu einem sehr günstigen Preis bietet.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Trotzdem sollte man nie blind kaufen! Gerade die Vorfacelift-Serie (1994-1999) hat ein sehr rostiges Image.

Aber gerade Autos wie meines beweisen, dass man sich davon nicht täuschen lassen sollte.

Gesamtwertung: 3.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.0 von 5 möglichen Sternen
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