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Opel Astra F (T92) 1.4 Test

15.07.2012 19:42    |   Bericht erstellt von Textron

Testfahrzeug Opel Astra F 1.4i
Leistung 60 PS / 44 Kw
Hubraum 1389
Aufbauart Limousine
Kilometerstand 166812 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 9/1992
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 5 Jahre
Gesamtnote von Textron 1.5 von 5
weitere Tests zu Opel Astra F anzeigen Gesamtwertung Opel Astra F 3.5 von 5
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Einleitung

Der von mir gefahrene Astra F war mein erstes eigenes Auto.

 

Ich habe ihn als 6jährigen Gebrauchten günstig von meinen Eltern übernommen.

Kilometerstand beim Kauf: 83600.

Kilometerstand beim Verkauf: 167000

 

GL = Grand Luxe Version. Außer einem fünften Gang, dem rechten Außenspiegel und Wärmeschutzglas waren keine Extras an Bord

Karosserie

2.0 von 5

Die Spätfolgen der Lopez-Ära fanden hier ihre Auswirkungen. Mit keinem Fahrzeug war die Familie öfter in der Werkstatt oder liegen geblieben als mit diesem.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Billig in der Anschaffung
  • - Keine Langzeitqualität

Antrieb

1.5 von 5

Für einen Fahrer und Gepäck noch ausreichend.

Bis 160 km/h annehmbar. Wegen des schwachen Fahrwerks aber nicht zu empfehlen.

 

Keine Servolenkung, damals imho in der kleinen Motorvariante nicht mal gegen Aufpreis zu haben. Und das bei einem Stadtauto.

Opel hat damals noch nicht verstanden, dass dies auch ein Sicherheitsfeature darstellt.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Mit ein wenig mehr als 6 Litern zu bewegen
  • - Reißt mit 60 PS keine Bäume aus

Fahrdynamik

2.0 von 5

An dem Auto ist alles kaputt gegangen, was kaputt gehen konnte.

 

Zahnriemen vor Intervall gerissen, 3 Ersatzlichtmaschinen hat er gebraucht, ZKD, 2 Batterien, Zylinderkopfdichtung, Kupplungsseil gerissen, Verteilerfinger 2 mal.

 

Ich habe die Liste nicht mehr im Kopf, aber nach dem Verkauf habe ich 9 ADAC Berichte weggeworfen

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Dem Motor angemessene Beschleunigung
  • - Keine direkte Lenkung

Komfort

1.5 von 5

Wieso kauft man eigentlich so eine Gurke?

Nach 2 guten Kadetts sollte es eigentlich gut weitergehen.

Tat es aber nicht.

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Was nicht da ist, kann auch nicht kaputt gehen. Immerhin war die Bedienung intuitiv
  • - Sitzkomfort? Häh?

Emotion

1.0 von 5

Hier hat sich Opel keinen Gefallen getan.

Man konnte ausbessern, wo man wollte. Der Rost kam immer durch. Und das bei einem Auto aus den 90ern.

 

Für meine Eltern und auch für mich war dies der letzte Opel.

 

Grottige Qualität (ROST!) und Unzuverlässigkeit haben uns dazu bewogen, Opel den Rücken zu kehren.

Wer bei diesem Modell etwas gutes findet, möge sich bitte melden.

 

Wie sie heute ihre Autos hinschustern, kann man an den Zulassungszahlen ablesen.

Um die Mitarbeiter kann es einem leid tun, um die Marke nicht.

In diesem Leben habe ich mich so oft über den Rüsselsheimer geärgert, dass ich nicht mal einen geschenkt haben möchte.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Nettes Design, aber erst in der Faceliftversion
  • - Image? Rostbombe

Unterhaltskosten

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Wer gern mal die Palette an Ersatzfahrzeugen seines Händlers testen möchte, ist mit diesem Modell gut dabei.

 

Zum Glück hatte ich ein Handy und war im ADAC.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Rost und Qualitätsanmutung unter aller Kanone.

Zuverlässigkeit? Das galt vielleicht mal in den 60ern.

 

Das Image war mir sowieso egal.

Ich wollte nur von A nach B kommen. Das ist mir aber nicht immer geglückt.

Gesamtwertung: 1.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 1.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 1

29.04.2014 17:10    |    Textron

Na, welcher Schlingel hat da einfach so  bewertet ohne einen Kommentar zu posten?

 

Der Astra war mein schlechteststes Auto bisher und wirklich der Grund, nie wieder Opel fahren zu wollen. Kann wohl nicht jeder verknusen


03.07.2014 14:13    |    dirki1600

Naja, schmunzeln mußte ich auch beim Lesen dieses Artikels ;) Mit der Modellreihe haben die sich ne Menge den Ruf ruiniert. Ab Facelift wurden die dann besser.

Meine Frau fährt immer noch einen und den seit 14 Jahren!! Ist ein 95er Sport (Facelift) mit dem 1,6er Ölfresser X16XEL. Der lebt aber auch nur noch, weil ich ihn damals schon vorm endgültigen Tod durch wirtschaftlichen Totalschaden durch Zahnriemenriss usw. bewahrt habe :)

Aber ansonsten ist der nicht schlecht. Wenn ich bedenke, daß der fast 20 Jahre alt ist, bei uns seit 2000 draussen parkt und immer noch nicht durchgegammelt bis auf n paar winzige Stellen (vielleicht gerade deswegen..lach) und auch sonst technisch zuverlässig ist...nicht schlecht.

Ich bin selber einen von 1994-2002 gefahren. Und zwar den GSI mit dem C20NE...unkaputtbar und technisch sehr zuverlässig, wie bei Opel eigentlich üblich. Der gammelte nur wie sonst was an den Radläufen usw...schlimm.

Heute kann man eigentlich fast so ziemlich alles kaufen, denn so richtig schlechte Autos gibts ja im Grunde nicht mehr.


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