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Opel Ampera D1JOI 1.4 E Test

19.01.2014 13:44    |   Bericht erstellt von AmperaKW2005

Testfahrzeug Opel Ampera D1JOI 1.4 E
Leistung 150 PS / 110 Kw
Hubraum 1398
Aufbauart Limousine
Kilometerstand 17000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 10/2012
Nutzungssituation Probefahrt
Testdauer ein Wochenende
Gesamtnote von AmperaKW2005 4.5 von 5
weitere Tests zu Opel Ampera D1JOI anzeigen Gesamtwertung Opel Ampera D1JOI 4.0 von 5
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Einleitung

Vor dem Kauf konnte ich den Ampera einen ganzen Tag probefahren. Nach den Formalitäten und einer kurzen Einweisung durfte ich den Ampera mitnehmen (das war im Februar 2012).

 

Ich wollte unbedingt meinen täglichen Arbeitsweg mit dem Ampera zurück legen, um einen Vergleich mit meinem jetzigen Fahrzeug, einem Skoda Fabia Diesel zu haben. Die tägliche Entfernung ist 42 km einfach mit Lademöglichkeit in der Firma.

Der Streckenverlauf ist sehr bergig (3x hoch und 3x runter). Der Höhenunterschied ist ca. 700 m hoch und 700 m runter.

An diesem Wochenende betrug die Temperatur 5 bis 8°, das Wetter war teilweise trocken, teilweise feucht mit nebligen Abschnitten. Der Ampera war mit 2 Personen und leichtem Gepäck beladen, die Heizung war auf Minimum gestellt, die Lüftung wurde bei Bedarf zugeschaltet, wenn die Scheiben zu beschlagen drohten. Das Radio, bzw. CD-Player waren die ganze Zeit an. Der Tank war fast voll, der Akku auch.

 

Ich hatte erst Bedenken bezüglich der Bedienung des DIC (Driver Information Center), trotz vorherigem Studium des Handbuchs, aber das DIC lässt sich sehr intuitiv bedienen, sodass es keine Probleme gab.

 

Ich versuchte den Fahrstil wie bei meinem jetzigen Fahrzeug beizubehalten, das heisst relativ zügig zu fahren. Wie im OPEL-Ampera-Forum vorgeschlagen, habe ich für Bergauf-Strecken den Halten-Modus benutzt. Bergab habe ich oft die Fahrstufe L benutzt, damit ich möglichst wenig mit den Scheiben bremsen mußte.

Ich finde in Fahrstufe D lässt sich die Entfernung zur Kurve nicht so gut abschätzen, um mit Rekuperation die richtige Geschwindigkeit für die Kurve zu erreichen.

 

Auch die übrigen Fahrmodi Sport und Gebirge habe ich von Fall zu Fall eingestellt. Wenn man gefühlvoll mit der Sporteinstellung und der Fahrstufe L umgeht, finde ich diese Einstellung sehr effektiv, da man auch in Extremsituationen die spontane Beschleunigungsleistung zur Verfügung hat und das maximal mögliche aus der Rekuperation zurückgewinnen kann.

 

Die Strassenlage und das Kurvenverhalten sind im höchsten Masse entzückend. Obwohl ich nicht im Grenzbereich gefahren bin, musste ich einmal anhalten, weil es meiner Frau schlecht wurde. Ich muss aber dazu sagen, dass dies auch im Fabia passieren kann. Über Nacht habe ich den Ampera an die Steckdose in meiner Garage gehängt und laut Zähler 9 kWh nachgeladen.

 

Nach 97,7 km elektrisch und 97,2 km fossil, habe ich den Ampera wieder beim Händler abgegeben.

Laut Anzeige habe ich dafür 18 kWh Strom und 8,0 ltr. Benzin verbraucht, das sind 17,6 kWh pro 100 km und 7,8 ltr. pro 100 km. Diese Werte lassen sich mit Sicherheit noch nach unten drücken.

 

Als negativ habe ich empfunden, dass die Karosserie unter der Hecktür bei diesem Schmuddelwetter sehr schmutzig wird und man sich beim Ein- oder Ausladen die Hosenbeine versaut.

 

Im Mai 2012 habe ich dann die Komfort-Version einschließlich Winterräder und Ladestation bestellt. Am 19.Oktober konnte ich ihn zugelassen in Empfang nehmen.

Seit dem bin ich 17000 km gefahren, zu etwa 89% elektrisch. Mein elektrischer Durchnittsverbrauch ist ca. 18 kWh/100 km ab Steckdose, der Benzinverbrauch liegt bei 6 ltr./100km.

 

Das Fahrgefühl ist immer noch so genußvoll wie am 1.Tag und ich habe diese Entscheidung noch keine Sekunde bereut.

Karosserie

3.0 von 5

 

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + das leise Dahingleiten
  • + der günstige Verbrauch
  • + die Unabhängigkeit von Tankstellen
  • + der bei Bedarf starke Anzug
  • - kein Dachgepäckträger möglich

Antrieb

4.5 von 5

 

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + geniales Konzept

Fahrdynamik

4.5 von 5

 

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + satte Straßenlage

Komfort

5.0 von 5

 

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • - Einstieg für ältere etwas mühsam, da sportlich flache Karosserie

Emotion

5.0 von 5

 

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + das Design, besonders von vorne

Gesamtfazit zum Test

  • + wichtig ist, daß das persönliche Fahrprofil paßt
Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

ich empfehle das Fahrzeug, wenn man

# elektrisch fahren möchte,

# nicht mehr als 100 km pro Tag fährt (außer Urlaub)

# Reichweitenangst hat

# es sich preislich leisten kann

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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