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Honda CR-V 5 2.0 i-VTEC Hybrid 135kW DirectDrive Elegance

30.11.2019 16:19    |   Bericht erstellt von AndreasAllrad

Testfahrzeug Honda CR-V 5 2.0 i-VTEC Hybrid
Leistung 215 PS / 158 Kw
Hubraum 1993
Aufbauart SUV/Geländewagen/Pickup
Kilometerstand 14752 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 8/2018
Nutzungssituation Probefahrt
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von AndreasAllrad 4.0 von 5
weitere Tests zu Honda CR-V 5 anzeigen Gesamtwertung Honda CR-V 5 4.0 von 5
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Einleitung

Mit der neuen Modellgeneration hat Honda den CR-V technisch neu aufgestellt. Der Antrieb mit einem Selbstzünder ist der aktuellen Dieseldiskussion zum Opfer gefallen. Stattdessen wartet Honda mit einem neuen Hybriden auf, der den Weg in unsere erwartungsfrohe Redaktionsrunde gefunden hat.

Galerie

Karosserie

4.5 von 5

Der CR-V ist ein stattliches Auto und misst 4.600mm in der Länge, bei einem Radstand von 2.663 mm. Optisch wirkt der CR-V aufgrund seiner Abmessungen als SUV auch wenn er wie in meinem Fall nicht mit optionalen Allradantrieb einhergeht.

Selbst ich mit meinen 194cm muss nicht zwingend den vollen Einstellungsbereich des Fahrersitzes ausnutzen, um einen auch für Stunden mehr als ausreichende Sitzposition zu finden. Optisch finde ich den neuen CR-V auf jeden Fall gelungen.

 

Dieser positive Eindruck wird auch im Fahrzeug Inneren erweckt. Materialauswahl und Verarbeitung sind auf hohem Niveau. Platz genommen nimmt man wohlwollend das „Antesten“ Gurtstraffers zur Kenntnis. Die wesentlichen Sicherheitsaspekte wie Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat, Kollisionswarner, Verkehrszeichenerkennung, Lichtsensor und Müdigkeitserkennung sind Bestandteile der Serie. Die Ausstattung Elegance meines Testwagens verfügt darüber hinaus noch über einen Regensensor und eine Rückfahrkamera. Je nach Ausstattung wiegt der frontgetriebene CR-V ca. 1.650kg und bietet eine entsprechende Zuladung von um die 600kg.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + wirklich großzügiger Verstellbereich der vorderen Sitze

Antrieb

3.5 von 5

Nach dem Betätigen des Startknopfes springt in aller Regel der Benzinmotor an, auch wenn sehr wohl eine kurze Distanz rein elektrisch zurückgelegt werden könnte, jedoch erfordern insbesondere bei dem aktuell frühwinterlichen Witterungseinflüsse wie Heizung, Lüftung, Scheibenheizung und Luftentfeuchtung einige Stromverbraucher ihren Tribut.

Die Fahrt nimmt der CR-V nach dem Bedienen der Richtungstaster in der Mittelkonsole auf. Die Umsetzung der Gaspedalbewegungen erfolgt unmittelbar und spontan. Im Verkehr mit schwimmend gerät der Ist-Zustand des Benzinmotors zunehmend aus dem Focus. Zu unmerklich erfolgt dessen Zu- bzw. Abschaltung, die nur in Form des Balkendiagramms zu erkennen wäre. In dieser Fahrtsituation ist der CR-V sehr leise und auf Dauer ist der Lüftermotor eher eine Störgröße als Motorgeräusche.

Der 4-Zyl. Benzinmotor leistet aus einem Hubraum von 1.993 Kubik eine Leistung von 107kW/145PS und dies bei einer relativ hohen Drehzahl von 6.200min-1. Auch das gegenüber modernen, aufgeladenen Motoren eher spärliche Drehmoment von 175Nm liegt erst bei 4.000min-1 an.

Da der Verbrennungsmotor jedoch vordringlich Strom produzieren soll, also eher als permanenten Range Extender fungiert spielt die Motorleistung eine eher untergeordnete Rolle.

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Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + mitschwimmen kann der CR-V Hybrid gut
  • - in der oberen Hälfte des bis 180km/h reichenden Höchstgeschwindigkeit baut die Motordynamik ab

Fahrdynamik

4.0 von 5

Den Antrieb übernimmt zumindest überwiegend der Elektromotor und dessen Drehmoment von 315Nm sorgt für die durchaus souveränen Fahrleistungen zumindest, solange wir von „Mitschwimmen“ im Verkehrsgeschehen reden.

Bewegen wir uns deutlich in der oberen Hälfte des bis zu 180km/h gehenden Geschwindigkeitsbereiches bröckelt die Souveränität des Vortriebs, weil kleinste Veränderungen der Gaspedalstellung zu dann laut und vernehmlich ertönenden aufheulenden Motorgeräuschen führen. Dies sind denn auch Fahrsituationen, in denen die Sparsamkeit des Hybridkonzeptes nicht mehr so ausgeprägt ist. Im gemischten Betrieb kam ich auf einen Nachtankmenge die einem tatsächlichen Verbrauch von 7,5 ltr./100KM entsprach. Bei Fahrzeugübernahme ging die angezeigte Restreichweite sogar noch von einem kleinen Schlückchen mehr aus, so dass das Tankvolumen von 57ltr. Soeben mehr als 720KM erzeugen sollte.

 

Schonend „mitgeschwommen“, geht dagegen die Verbrauchsanzeige von Werten knapp oberhalb von 5 ltr./100KM aus, was wiederum für ein Fahrzeug der 1.6 Tonnen Klassse ein sehr akzeptablen Wert darstellt.

 

Nur sporadisch habe ich die Wirkungsweise der „Sport“ Taste ausprobiert, die einen Boost von mindestens 25% bei gleicher Gaspedalstellung entwickelt. Da dieses Dynamikplus dem Ansinnen des üblichen und auch Sparsamkeit bedachten Hybridfahrers eher entgegensteht, hab ich es bei einem kurzen Vergleich belassen.

 

Die Funktion der Schaltwippen am Lenkrad reduziert sich in Ermangelung eines mehrstufigen Getriebes auf die Einflussnahme der Rekuperationsstärke. Die Minustast erhöht entsprechend die gefühlte Bremswirkung des Dynamos.

 

Der kraftvolle Elektromotor und der direkte Antrieb hat der Honda CRV Hybrid auf jeden Fall auf der Habenseite. Diese Antriebsform ist gegenüber einem zwischengeschalteten CVT Getriebe aus meiner Sicht eher angenehmer. Überholmanöver oder die schnelle Autobahnhatz entsprechen nicht dem Wohlfühlbereich der Hybridtechnik des CH-R. Auch Wohnwagenbesitzer werden nicht allzu viel Freude mit dem CR-V Hybrid haben, da dessen Anhängelast auch bei gebremstem Anhängsel auf 7750kg beschränkt ist.

Galerie
Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Dynamik voll ausreichend nur im urbanen Bereich

Komfort

4.0 von 5

sehr umfangreiches Assistenzsystem mit den wichtigsten Sicherheitsfeatures bereits in der Serie

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + guter Sitzkomfort vorne
  • + Rückenlehne hinten ebenfalls verstellbar
  • + sehr leise wohl auch durch aktive Geräuschdämpfung
  • - Touchbedienung zwingt manchmal zu Wiederholungen

Emotion

3.5 von 5

(Nur) Wer den CR-V Hybrid so fährt, dass seine Stärken überwiegend zur Geltung kommen, wird ihn mögen. Diese Aussage gilt nicht nur explizit für den Hybriden von Honda, sondern ist auch auf andere Modelle und Hersteller übertragbar. Heutige Hybridfahrzeug können nicht alles sondern haben Fahrbereiche, wo weder die Sparsamkeit noch die Dynamik besonders ausgeprägt ist. Gut und sparsam fahren lassen sich diese Hybridfahrzeuge in Geschwindigkeitsbereichen, wie sie im urbanen Umfeld anzutreffen sind. Auf der Autobahn auch bereits in Geschwindigkeitsbereichen unterhalb der Richtgeschwindigkeit schwindet ein Verbrauchsvorteil gegenüber einen vergleichbaren Benziner Zusehens.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • - Antrieb nur eingeschränkt gut

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

zwiespältiger Eindruck der Antriebstechnik

Gesamtwertung: 4.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.0 von 5 möglichen Sternen
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