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Audi A6/C7 (4G) 3.0 TDI quattro Avant

21.03.2014 20:40    |   Bericht erstellt von studebacker67

Testfahrzeug Audi A6 C7/4G
Leistung 245 PS / 180 Kw
Hubraum 2967
Aufbauart Kombi
Kilometerstand 36000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 8/2012
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als ein Jahr
Gesamtnote von studebacker67 4.5 von 5
weitere Tests zu Audi A6 C7/4G anzeigen Gesamtwertung Audi A6 C7/4G 4.0 von 5
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Einleitung

Das Fahrzeug steht bei mir geschäftlich wie privat täglich im Einsatz. Ich fahre damit auf Kurzstrecken, aber sehr oft auch auf der Autobahn. Die längste Strecke, die ich bis jetzt mit diesem A6 gefahren bin, war von Zürich nach Oslo, den Gepäckraum voll mit teuren, technischen Geräten für eine Laboreinrichtung. 1'700 km in 15 Stunden mit 2 Stunden Pause. Der durchschnittliche Verbrauch lag bei der Hinfahrt bei 7.6l/100 km und auf der Rückfahrt bei 7,3l/100 km. Das ist mein vierter Audi. Davor fuhr ich einen A6 4F 3.0 TDI quattro, einen A4 B8 2.0 TFSI quattro und einen A4 B6 2.5 TDI. Die vier Fahrzeuge liefen sehr zuverlässig, ohne Pannen (touch wood) und mit sehr wenigen ausserplanmässigen Werkstattbesuchen. Ich fahre gerne Audi.

Galerie

Karosserie

4.5 von 5

Das Design

 

Der A6 Avant ist eine elegante Erscheinung mit den typischen Merkmalen der Marke. Die fliessende schnörkellose Karrossierieform wirkt wie aus einem Guss. Das typische Markengesicht mit dem 'singleframe' Grill wurde beim A6 besser umgesetzt und wirkt harmonischer als bei anderen Audi-Modellen. Das Blechkleid wirkt knapp geschnitten, nicht aufgeblasen, kein Gramm Fett um die Hüften. Das Design ist modern, ohne besonders modisch zu sein, mit langer Halbwertszeit.

 

Qualitätseindruck Bedienung

 

Wie gewohnt ist alles am A6 sehr hochwertig verarbeitet, alles ist passgenau gefügt, kleine Spaltmasse, satt schliessende Türen etc. Im Fahrzeuginnern setzt sich die sorgfältige Verarbeitung fort. Alles passt. Auch nach 20 Monaten Einsatz und 36'000 gefahrenen Kilometern wirkt alles noch neu, wie am Tag der Übernahme. Nichts knarzt, kein Knistern oder Knacken, nicht einmal beim Überfahren von hohen Bordsteinkanten. Der A6 hat wohl die steifste Karrosserie aller Autos, die ich in den letzten dreissig Jahren gefahren habe, und das waren einige. Auch bei der Funktionalität herrscht die übliche Audi-Perfektion. Einige Negativpunkte sind mir trotzdem aufgefallen. Für die Bedienung des MMI wünscht man sich etwas weniger Zusatztasten. Der Hebel für die Bedienung des Tempomaten (links vom Lenkrad) kann mit dem Blinkerhebel verwechselt werden. Die beiden (sehr solide gemachten) Kassetten für die Gepäckraumrollos nehmen im Bereich der Rücksitzlehnen auf der Gepäckraumseite Ladehöhe weg, was das Stellen von Koffern erschwert. Das Ausbauen der Rollos ist kein Sonntagsspaziergang. Es wäre schön, wenn sich die Mittellehne getrennt abklappen liesse (siehe BMW:eek:). Aber etwas zum Nörgeln findet sich ja überall. Alles Andere in diesem Audi ist schlicht und einfach top.

 

Platzangebot

 

Vorne wie im Fond gibt es im A6 sehr viel Bewegungsfreiheit. Selbst wenn ein grossgewachsener Mensch am Steuer sitzt und der Fahrersitz weit zurückgeschoben wird, bekommt der Passagier hinter ihm keine Platznot.

Der Sitzkomfort ist auch hinten sehr gut. Anders als bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb, ermöglicht das Konzept mit Frontantrieb, auf dem der A6 quattro basiert, eine weiter Richtung Heck verschobene Position der Hinterachse. Das schafft Platz im Fahrgastraum und kommt vorallem den Passagieren im Fond zugute. Besonders angenehm ist die generöse Sitztiefe mit viel Schenkelauflage, was auf langen Fahrten sehr angenehm ist, weil man nicht wie ein Beduine mit angezogenen Knien auf dem Schemel hockt. Das schrägabfallende Heck gibt dem Auto die elegante Silhouette, es schränkt aber das Ladevolumen etwas ein. Trotzdem herrscht im Gepäckabteil, auch dank der nicht sichtbaren Radkästen (bravo Audi :D), kein Platzmangel.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Sehr gute Verarbeitungsqualität, komfortable Sitze, viel Beinfreiheit hinten
  • - Durch das relativ flach abfallende Heck wird das Ladevolumen etwas eingeschränkt.

Antrieb

5.0 von 5

Motor

 

Der Dreiliter TDI von Audi ist die Antithese zu Downsizing. Bullig, kraftvoll, kultiviert, leise, drehfreudig, durchzugskräftig, sparsam. Er macht es einem so richtig schwierig an einen Vierzylinder zu denken :cool:. An diesem Aggregat gibt es sehr wenig auszusetzen (ausser das es halt immer noch ein Verbrennungsmotor ist :rolleyes:). Manchmal neigt er beim Lastwechsel zu leicht verzögertem Ansprechen. Bei den chipgetunten Motoren sei das weg, meinte mein Garagist. Bei Chiptuning bin ich skeptisch, selbst wenn die Garantie dabei nicht erlischt.

 

S-tronic

 

Das 7 Gang DSG ist inzwischen völlig ausgereift und überzeugt durch sehr flinke Gangwechsel und weitgehend ruckfreie Arbeitsweise. Wer den Kavallierstart probt, der wird allerdings relativ unsanft in den Sitz gedrückt. Die Kupplung schliesst dann ziemlich abrupt. Da bleiben Wandlergetriebe etwas gelassener. Für Fahrer, die sich mit Automatikgetrieben schwer tun, bildet das DSG eine exzellente Alternative. Das direkte Fahrgefühl eines Schaltgetriebes bleibt auch ohne Kupplungspedal weitgehend erhalten. Ich bin ein grosser Fan von DSG.

 

Kraftstoffverbrauch

 

Bei meiner nicht sehr disziplinierten Fahrweise, pendelt sich der Verbrauch zwischen 7 und 8 l/100 km Diesel ein. Laut Bordrechner beträgt der Gesamtverbrauch während den letzten 7'000 km 7.6 l/100 km. Das liegt natürlich über den Werksangaben, aber bei entsprechender Fahrweise und bei entsprechendem Steckenmix, bin ich mit knapp 70 Liter Diesel auch schon mal 1'000 Kilometer weit gekommen. Die Reichweite ist mit 75 l im Tank sehr gut (bitte auch in Zukunft keinen 40 l Tank einbauen um das Gewicht runterzumogeln, wie das Mercedes tut :eek:).

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Der Dreiliter TDI macht auch in der 245 Ps Version sehr viel Spass.
  • + Disziplinierter Kraftstoffverbrauch, selbst bei hohen Autobahntempi.
  • + Dezente Geräuschkulisse.
  • + Temperament, Drehfreudigkeit und Durchzugskraft.
  • + S-tronic schaltet schnell und ruckfrei.
  • - Manchmal leicht Verzögerte Gasannahme beim Lastwechsel

Fahrdynamik

5.0 von 5

:DFahrdynamik

 

In Sachen Fahrdynamik hat der aktuelle A6/C7 den Vorgänger völlig deklassiert. In Kombination mit dem V6, dem DSG und dem Sportdifferenzial legt der A6 ein Fahrverhalten an den Tag, wie es eigentlich schon fast nicht mehr zu dieser Fahrzeuggattung passt und man ist versucht, mal einen S6 zu testen. Über die Vorzüge des temperamentvollen Dreiliter TDI habe ich bereits berichtet. Durch die geänderte Architektur des Antriebstrangs konnte die notorische Kopflastigkeit der Vorgängermodelle und somit die Tendenz zu untersteuern, wirksam reduziert werden, das Fahrverhalten beim Neuen ist harmonisch und neutral.

 

Fahrverhalten, Kurvenverhalten

 

Weder schnell gefahrene, verwinkelte Landstrassen, noch mit hoher Geschwindigkeit durchfahrene, lange Autobahnkurven können den Wagen aus der Ruhe bringen. Die Wendigkeit und Leichtfüssigkeit, die der A6/4G mit sich bringt, lässt einen fast vergessen, dass man in einem 1,8 Tonnen Dieselkombi unterwegs ist. Die Wankneigung ist gering und auf Position 'auto' sehr gering. Das Fahrverhalten ist zudem absolut narrensicher. Im Grenzbereich rutscht er sachte über alle vier Räder. Die Traktion ist mit der aktuellen Version des quattro Antriebes (mit modernem Mitteldifferenzial) wohl kaum zu übertreffen. ESP-Eingriffe gibt es überraschend selten. Ob die Strassen trocken, nass oder schneebedeckt sind, das lässt den A6 ziemlich kalt und auf der Autobahn scheint er wie auf unsichtbaren Schienen zu fahren, selbst starker Seitenwind bringt ihn kaum aus der Ruhe. Dies sorgt für ein ausgesprochen entspanntes und somit ermüdungsfreies Fahren. Ein wirkliches Leichtgewicht ist er aber nicht, und klar - man kann einen A6 Avant nicht mit einem 911er vergleichen:cool:. Aber die gebotenen Fahrleistungen liegen deutlich über den Erwartungen und machen sehr viel Freude beim Fahren;).

 

Bremsen

 

Dass es Audi beim Bremsen in sich hat, geht bereits aus zahlreichen Testberichten hervor. Tatsächlich packen die Bremsen des A6 fast schon brutal zu. Selbst lange, schnell gefahrene Talstrecken mit periodisch sich wiederholendem Abbremsen können nicht an der Standfestigkeit der Bremsanlage rütteln. Kein Fading, kein einseitiges Ziehen, nix. Die Bremsleistung des A6 ist über jeden Zweifel erhaben und trägt zusammen mit dem effizienten Fahrwerk wesentlich zur Fahrsicherheit dieses Autos bei. Ein Kritikpunkt habe ich trotzdem. Die Dosierbarkeit der Bremskraft ist nicht ganz optimal, manchmal sprechen die Bremsen einen Tick zu 'giftig' an.

 

Lenkung

 

Die elekromechanisch unterstützte Lenkung des A6 gehört nicht zu den absoluten Glanzpunkten dieses Autos. Am Anfang fiel die Servolenkung durch ein sehr unangenehmes 'Einrasten' um die Mittellage auf. Im Sommer 2013 gab es dann vom Werk ein Update für die Steuerungselektronik. Der Spuk ist seitdem vorbei und die Lenkung vermittelt nun ein gutes Fahrgefühl. Sie ist ziemlich direkt ausgelegt und überzeugt sowohl auf kurvenreichen Strecken wie auf der Autobahn. Die Stossigkeit früherer Audi-Lenkungen hat sie weitgehend abgelegt. Das absolute Mass der Dinge in Sachen Lenkpräzision findet sich aber auch beim aktuellen A6 nicht, doch der Geradeauslauf auf Schnellstrassen ist, wie immer bei Audi, eine Klasse für sich.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Das Auto fährt sich ausgesprochen dynamisch und leichtfüssig
  • + Narrensicheres, sehr neutrales Fahrverhalten
  • + Kaum vorhandene Neigung zum Untersteuern
  • + Sehr gutes Bremsverhalten, sehr standfeste Bremsen.
  • + Geringe, auf Position 'auto' sehr geringe Wankneigung.
  • - Die Bremskraft könnte noch etwas besser dosierbar sein

Komfort

4.5 von 5

Komfort allgemein

 

Der A6 ist gesamthaft gesehen ein sehr komfortables Auto mit bequemen Sitzen, niedrigen Fahrgeräuschen, angenehmem Ambiente und leichter Bedienung. Bei den ersten Serien wurde von starken Windgeräuschen bereits bei mittleren Autobahntempi berichtet. Bei meinem Fahrzeug (Modelljg. 2013 produziert Juli 2012) bleiben die Windgeräusche bis etwa 200 km/h dezent im Hintergrund, darüber nehmen sie etwas zu. Gepaart mit 'adaptive air suspension' bleiben in Sachen Fahrkomfort kaum Wünsche offen. Der A6 ist ein prädestinierter Kilometerfresser, dessen Bordcomputer einen nach 2 Stunden Fahrzeit mehr oder weniger aufdringlich zur Kaffeepause auffordern muss (lässt sich abstellen :cool:).

 

Federung

 

Leute, die einen A6 mit Stahlfederung fahren, sagten, dass der Federkomfort nicht unbedingt zu den herausragenden Qualitäten dieses Autos zählt. Eine Probefahrt bestätigte das. Deshalb bestellte ich mir den A6 mit Luftfederung. Mit diesem Zusatz gibt es keinen Grund zur Klage, aber selbst mit Luftfederung wird der A6 nicht zu einer weich dahingleitenden Sänfte, wie sich das vielleicht die Kundschaft eines bekannten stuttgarter Autobauers vorstellt :o. Der A6 wendet sich eher an Leute, die einen aktiven Fahrstil pflegen, und denen es nicht geheuer ist, wenn sie bezüglich der Fahrbahnbeschaffenheit im Unklaren bleiben. Auch ich rechne mich zu dieser Gruppe. In der Stellung 'Comfort' bügelt die 'adaptive air suspension' die meisten strassenbautechnischen Zerfallserscheinungen ziemlich souverän weg. Die notorische Stuckerneigung der Vorgängermodelle wurde zum Glück eliminiert, trotzdem kann ich mir vorstellen, dass bei einer 'grossen Produkteaufwertung' (wie die Hersteller zu Facelift sagen) das Ansprechverhalten auf kleinere Unebenheiten nochmals verbessert werden könnte. Da ich wie gesagt kein Anhänger von butterweichen Komfortgondeln bin, stelle ich beim Fahren auf der Autobahn sofort auf die Position 'auto'. Mit dieser Einstellung wird das Fahrwerk spürbar straffer und die Bodenfreiheit verringert sich um ca. 20mm, ohne dabei auf Querfugen zu Stuckern, und der Wagen scheint sich förmlich auf der Fahrbahn festzusaugen. Ich mag dieses straffe Fahrgefühl, denn es suggeriert ein sehr sicheres und kontrollierbares Fahrverhalten.

Testkriterien
Federung (einstellbar): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Sehr gut abgestimmtes Fahrwerk
  • + Bequeme Sitze
  • + Wenig Fahrgeräusche, auch bei hohen Geschwindigkeiten.
  • - Das Ansprechverhalten des Fahrwerks auf kleinere Unebenheiten könnte noch besser sein

Emotion

4.5 von 5

Der A6 steht wie sein Vorgänger und wie viele seiner Markenbrüder, ganz in der stilbildenden Tradition der 'Ingolstädter Sachlichkeit'. Die Designer versuchen dem Leitspruch 'form follows function' möglichst treu zu bleiben und zelebrieren seit langem einen schnörkellosen, reduzierten Stil, der nicht auf jede Modeströmung sofort reagiert und für sich in Anspruch nimmt, bis zu einem gewissen Punkt zeitlos zu sein. So gesehen spricht Audi jene Käuferschichten an, die das Sein vor den Schein stellen, die Wert auf Qualität und Beständigkeit legen, ohne dabei gleich spiessig zu werden. Eleganz und sportlicher Ausdruck dürfen nicht fehlen, andererseits wollen sich diese Leute nicht primär über das Auto definiert sehen. Da passt die Philosophie von Audi. Ganz besonders beim A6.

 

Dieser Hang zur unprätentiösen Sachlichkeit durchzieht praktisch die gesamte Produktepalette des VW-Konzerns. Darauf beruht der Erfolg dessen Marken. Volkswagen. Die Ausnahmen sind vielleicht Bentley oder Lamborghini. Aber kein Mensch würde behaupten ein Porsche sei prätenziös, nein, ein Porsche ist!

 

Aber ein Porsche ist eben auch Emotion, und genau da liegt der Haken bei Audi, denn Emotionen zu wecken, das ist nicht die Stärke dieser Marke. Vorsprung durch Technik ist was für den Kopf und richtet sich an den Verstand, nicht an das Herz. Ob nun Audi damit in der Falle steckt und gewissermassen Opfer des eigenen Erfolges wird, lässt sich schwer sagen. Aber der Konkurrenzdruck hat spürbar zugenommen. Teilweise wird versucht, die Marke mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, sprich permanenter Allradantrieb, Verarbeitungsqualität, Design. Andererseits gibt es auch neue Ansätze, die bislang an Audi vorbeigegangen sind und die den Anspruch auf den Vorsprung durch Technik in Frage stellen.

 

Aber mir persönlich entspricht die Marke. Für mich gilt wie für viele Audifahrer: einmal Audi, immer Audi, einmal quattro, immer quattro.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Der Audi A6 ist eine elegante, unprätenziöse Erscheinung.
  • - Etwas mehr Mut zu mehr Emotionen würde den Audidesignern nicht schaden.

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr 200-300 Euro
Verbrauch auf 100 km 7,0-7,5 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 100-300 Euro
Werkstattkosten pro Jahr bis 200 Euro
Versicherungsregion (PLZ) 9000
Haftpflicht 500-600 Euro (30%)
Vollkasko 1.500-2.000 Euro 30%

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Wem auch bei der Wahl seines Fahrzeugs das Sein wichtiger ist als der Schein, der kann mit einem Audi A6 nicht viel falsch machen. Wer einen schicken Kombi sucht und sich den aufgerufenen Tarif leisten kann und will, der sollte sich den A6 als Avant unbedingt näher ansehen. In vielerlei Hinsicht ist er mehr als eine gute Alternative zu den Modellen der Mitbewerber. Das elegant zurückhaltend gestaltete Extérieur und das gediegene Intérieur bilden ein attraktives Angebot, das auch nach vielen Jahren noch überzeugen wird und manchen allzu modischen Trend zu überdauern vermag:p. Die angebote Motorenpalette ist nicht extrem gross, aber völlig ausreichend. Der Dreiliter TDI mit 245 PS deckt ein sehr breites Spektrum ab.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Der Audi A6 ist kein Protz-Auto. Er ist zwar teuer, aber er drückt sein Preisschild niemandem gleich auf's Auge. Wer ein Auto sucht, um sich selbst darzustellen, oder womöglich mit dem Auto mehr darstellen möchte als er wirklich ist, für den ist dieses Auto wohl nicht gedacht und der wird wahrscheinlich bei der Konkurrenz eher fündig werden :cool:.

 

Nachtrag 25.April 2018

 

Der weissen A6 Avant habe ich nach fast sechs Jahren von meiner Firma privat übernommen. Die 148'000 km auf dem Zählerstand sind für die Laufzeit eher wenig, da ich den Wagen nur noch für Langsgtrecken einsetze. Im Februar musste das Fahrzeug durch den Schweizer TÜV.

Der Motorraum und das Chassis mussten gereinigt werden. Sonst hatte das Auto keine Mängel. Ausser für Versicherung, Steuern, Treibstoff, Reifen und Service gab es in den vergangenen sechs Jahren keine zusätzlichen Kosten. In absehbarer Zeit müssen die Bremsbeläge/Scheiben getauscht werden. Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch über die letzten 50'000 km liegt bei 7.2 Liter Diesel. Das Fahrzeug erfüllt die Euronorm 5 (Jhrg. 12) und ist von den Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit der Abgasnorm Euro 6 nicht betroffen. Das Auto fährt absolut problemlos und zeigt innen wie aussen kaum Gebrauchsspuren. Nichts klappert, nichts scheppert, nichts knarzt. Das Qualitätsniveau ist erwartungsgemäss hoch und das zurückhaltende Design wirkt noch immer modern und schick.

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 4

Tue Sep 30 16:10:30 CEST 2014    |    neumi107

Lustig, du gibst den Wendekreis mit " Klein " an, während sich die meisten anderen Tester über einen sehr großen Wendekreis beschweren.

Über 12 Meter sind in der Tat sehr viel und werden z.b. von der 5, 15 Meter langen S-Klasse locker unterboten.

 

Ich wundere mich immer wieder , wie bei so fixen Größen wie dem Wendekreis, so unterschiedliche Empfindungen enstehen können.


Mon Oct 06 15:59:56 CEST 2014    |    CicikizCLK

Also ich fahr einen Avant mit 3.0 TDI und Quattro.

es ist mehr als worte beschrieben können., und ich bin bis jetz nur BMW und Mercedes gefahren .

seit knapp 1 Jahr Fahre ich den Wagen und ich bin sowas von begeistert. Jedentag ist es ein Erlebnis mit den Fahrzeug. Auf der Straße haben die anderen keine Chance. SUPER FAHRZEUG .

Generel Audi ist einfach WOOOOOOWWWWW . Und jetz soll der neue TT kommen .

Wahnsinn was die alles Herstellen und das Quattro ist einfach Genial.

 

Und das mit den Wendekreis , ich weiss zwar nicht wie andere Fahren aber mit meiner S Line Avant macht es nichts bzw. hab ich bis jetz garnicht bemerkt.


Sat Oct 18 23:29:51 CEST 2014    |    Bulli Driver

@neumi107

Und wie schaut der Wendekreis der S-Klasse mit 4Matic aus?;)


Mon Nov 17 16:30:03 CET 2014    |    newA6er

Es stimmt, der S212 (4MATIC) hat einen um 60,2cm (11,28m versus 11,9m) kleineren Wendekreis!

Wer sich (wieder mal) verfahren hat und mit vollbeladenem Tandemhänger (1,20m Kastenaufbau) auf der AB wenden 'muss', dann kann's an der Leitplanke schon mal eng werden!

Alle anderen Gemüter (auch ich) dürften im Alltag damit kein Problem haben!:)


Tue Nov 18 00:07:30 CET 2014    |    studebacker67

Betreffend dem Wendekreis des aktuellen A6 kann ich blos sagen, dass mir dieser,(nach weiteren problemlos gefahrenen 20'000 km) im täglichen Gebrauch noch nie negativ aufgefallen ist. Der A6 ist ein Fahrzeug mit stattlichen Ausmassen. In engen Verhältnissen ist ein Kleinwagen gewiss handlicher zu fahren, daran würde auch ein A6 mit wesentlich kleinerem Wendekreis nichts ändern.


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