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Audi A6 Avant 2.8 30V Automatik Modell 1997/C4 (Erfahrungsbericht)

21.04.2012 14:07    |   Bericht erstellt von Colorcircle

Testfahrzeug Audi A6 C4/4A 2.8 Avant
Leistung 193 PS / 142 Kw
Hubraum 2771
Aufbauart Kombi
Kilometerstand 130000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 10/1996
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 5 Jahre
Gesamtnote von Colorcircle 3.5 von 5
weitere Tests zu Audi A6 C4/4A anzeigen Gesamtwertung Audi A6 C4/4A 4.0 von 5
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Einleitung

Obwohl ich dieses Fahrzeug vor 5 Jahren verkauft habe, erinnere ich mich noch sehr gut an die 7 gemeinsamen Jahre. Bzgl. Verbrauch, Unterhaltskosten und Reparaturen gibt es genaue Aufzeichnungen, siehe unten.

 

Kaufgrund

Auf der Wunschliste stand ein großer Kombi mit Automatik, Klimaanlage und Tempomat. Nach dem Studium eines Autokatalogs fiel die Entscheidung vor allem aufgrund des ansprechenden (Außen-)Designs schnell auf den A6. Bei der Motorwahl konnten die Diesel damals nicht ganz überzeugen wegen eines ausgeprägten Turbolochs und dem Laufgeräusch, das an einen Traktor erinnert. Da die Automatik viel Leistung frißt (selbst der 2,6-Liter-V6 wirkt teilweise schlapp), fiel die Wahl auf den stärksten V6-Motor.

 

Wesentliche Ausstattung

  • Metallic-Lackierung "Alusilber"
  • Audi-Leichtmetallfelgen im 5-Arm-Design mit Winterreifen 205/55 R16 V, vollwertiges Ersatzrad
  • Audi-Leichtmetallfelgen "Bolero" im 10 Speichen-Design mit Sommerreifen 225/45 ZR17
  • Dachreling silber
  • Sportsitze mit ausziehbarer Oberschenkelauflage und Lendenwirbelstütze
  • Sitzbezüge Stoff "Jacquard-Satin" anthrazit
  • elektrische Sitzverstellung vorn, Memory für Fahrersitz und Außenspiegel, Bordsteinautomatik
  • Sportlederlenkrad, Servotronic
  • Mittelarmlehne vorn/hinten, Skisack
  • Dekoreinlagen Nussbaum-Wurzelholz, Holzschalthebelknauf
  • elektrisches Glasschiebe-/Ausstelldach
  • Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung
  • elektrische Fensterheber vorn/hinten,
  • Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar
  • Bordcomputer, Außentemperaturanzeige, Voltmeter, Analoguhr
  • Tempomat
  • Radio/Cassette "delta" mit 6-fach-CD-Wechsler
  • ASR mit Sperrdifferential
  • Winterpaket: beheizbare Türschlösser/Scheibenwaschdüsen
  • Lichtpaket: 6 Leuchten, 2 beleuchtete Make-up-Spiegel
  • 2 Airbags, integrierte Nebelscheinwerfer, 3. Bremsleuchte

Karosserie

4.0 von 5
  • für Fahrer und Beifahrer reichlich Platz, auch für 2-Meter-Riesen
  • auf der Rückbank können 3 schlanke Personen einigermaßen bequem sitzen
  • Beinraum hinten ausreichend, wenn man die Vordersitze nicht ganz nach hinten stellt. 2 Personen, die 1,90 Meter groß sind, können gerade noch hintereinander sitzen
  • Ablagefächer recht schmal, vor allem in den Türen
  • Kofferraum großflächig, aber in der Höhe ziemlich begrenzt: Getränkekisten gehen gerade noch unter die Laderaumabdeckung. Bei dachhoher Beladung schränkt die aerodynamische Heckform den Gepäckraum weiter ein
  • gute Rundumsicht aufgrund der großzügigen Verglasung, allerdings ist die Bugspitze wegen der schnittigen Form vorne schlecht einsehbar, was aber ein Problem bei fast allen modernen Autos ist
  • gute Verarbeitung (Spaltmaße) und überzeugende Qualitätsanmutung im Innenraum. Lediglich die Laderaumabdeckung verursacht in Kurven und bei Bodenwellen ab und zu Knarzgeräusche. Ansonsten ist es ruhig.
  • guter Rostschutz, allerdings gibt es kleine Rostflecken an den Chromleisten unter den Seitenscheiben
Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + gute Verarbeitungsqualität
  • + guter Korrosionsschutz
  • - Gepäckraum in der Höhe eingeschränkt
  • - kleine Ablagefächer

Antrieb

3.0 von 5

Motor

  • V6-Saugmotor mit 2771 cm³ Hubraum, 5 Ventile pro Zylinder, 142 kW (193 PS) bei 6000 U/min, 280 Nm bei 3200 U/min
  • Unter 2000 Touren seidig weich laufender Motor, aber bescheidener Durchzug. Tiefer, sonorer Motorklang, der leider nur außen gut hörbar ist. Innen akustisch unauffällig.
  • 2500 bis 3500 U/min ordentlicher Durchzug, gleichmäßiger Drehmomentverlauf. Kraftvoller, kerniger Motorklang.
  • Wegen des rauen Motorklangs und der hochfrequenten Begleittöne oberhalb 4000 U/min wirkt das Triebwerk angestrengt, obwohl der Durchzug kaum abnimmt. Mangelnde Drehfreunde kann man dem Motor nicht vorwerfen. Aber den hohen Drehzahlbereich möchte man gerne meiden.
  • bei jeder Drehzahl nahezu verzögerungsfreie Gasannahme
  • Hier gibt es ein Soundfile (Hörprobe) von dem Motor.

 

Getriebe

  • robuste 4-Stufen-Wandlerautomatik
  • Schaltrucke sind spürbar, aber nicht störend
  • Schaltprogramm richtet sich nach der Fahrweise, ist aber i.d.R. ökonomisch (niedertourig) ausgelegt
  • Automatik verhält sich teilweise zögerlich / schaltfaul, wenn zurückgeschaltet werden muss, allerdings nicht beim Kickdown (Taster im Bodenblech), hier schaltet die Automatik ggfs. 2 Gänge auf einmal runter
  • große Drehzahlsprünge, vor allem zwischen Gang 2 und 3
  • Übersetzungen: 1. Gang bis ca. 75 km/h möglich, 2. Gang bis 120 km/h, 3. Gang bis 180 km/h
  • Drehzahl- und Verbrauchssenkender 5. Gang fehlt: im 4. Gang ca. 2600 U/min bei 100 km/h

 

Fahrleistungen

  • Der V6-Motor bietet prinzipiell gute Fahrleistungen, braucht aber Drehzahl, um in Fahrt zu kommen. Leider nimmt die Automatik viel von der Spritzigkeit des Motors weg, gefühlt ein Drittel.
  • Der Wandlerschlupf im 1. und 2. Gang sorgt für eine geschmeidige Laufkultur, was im Stop&Go-Verkehr vor allem die Mitfahrer freut. Präzises Rangieren ist auch am steilen Berg problemlos, nicht zuletzt aufgrund des gut dosierbaren Gaspedals.
  • Aber wenn man es mal eilig hat, dann zeigt die Automatik im Vergleich zum Handschalter eine gewisse Behäbigkeit im Antritt bzw. hohe Drehzahlen, was zu hohem Verbrauch führt, siehe unten.
  • Beschleunigung 0-100 km/h in ca. 10 Sekunden
  • Die Wandlerüberbrückung ist ab dem 3. Gang voll wirksam, so dass sich erst ab ca. 70 km/h die Elastizität des V6-Motors richtig zeigt.
  • Im 4. Gang bzw. ab 180 km/h wird der Vortrieb dann zäher.
  • v-Max ist in der Ebene ca. 230 km/h, im Gefälle bis zu 240 km/h (Tacho 255). Dabei ist zu beachten, dass der Tacho relativ weit vorgeht, siehe Tabelle unten.

 

Benzinverbrauch auf 100 km

  • minimal 8-9 Liter bei Überlandfahrt bis 100 km/h mit ökonomischer Fahrweise, bei zügiger Fahrweise 10 Liter aufwärts
  • typisch 10-11 Liter bei ruhiger Autobahnfahrt vorwiegend mit Tempomat 130 km/h
  • typisch 13-14 Liter bei Autobahnraserei
  • innerorts wenig Erfahrung, ich fahre überwiegend Landstraße
  • persönlicher Durchschnitt über 7 Jahre = 11,4 Liter, bei hohem Kurzstreckenanteil eher 12, sonst eher 10-11 Liter. Fahrweise: gleichmäßig und vorausschauend, ohne ein Verkehrshindernis zu sein, auf der Autobahn typisch 130 km/h, ansonsten am Tempolimit, wenn möglich.
  • bei absolut konstantem Tempo in der Ebene wie folgt (Messreihe mit Tempomat):

 

Tacho..real..Liter/100km
.km/h..km/h..(im 4. Gang)
-------------------------
..50....44....6,5
..60....54....6,7
..70....63....6,9
..80....73....7,3
.100....92....8,4
.130...121...10,5
.160...150...13,5
.200...189...18,0
.230...217...24,0

 

Dank des 80-Liter-Tanks erreicht man meist über 600 km mit einer Tankfüllung.

 

Fazit

Dieser Antrieb ist für Landstraße und Autobahn gut geeignet, für innerorts aber zu schade, da hier der Motor häufig im Wandler rührt. Wer den Komfort einer Automatik nicht unbedingt braucht, wird mit dem Handschalter glücklicher werden. Mit Schaltgetriebe ist der "kleine" 2,6-Liter-V6 (150 PS) fast genau so spritzig wie der 2,8-Liter mit Automatik. Erst bei Autobahntempo zieht der 2.8er davon.

 

Unterhaltskosten

Ein wesentlicher Knackpunkt dieses Fahrzeugs sind die Unterhaltskosten. Neben den hohen Benzinkosten gehen auch Reparaturen ins Geld, vor allem, wenn man eine Audi-Vertragswerkstatt aufsucht. Obwohl die Technik im großen und ganzen solide ist, gibt es gewisse Schwachpunkte wie Bremsschläuche und Vorderachse, siehe Tabelle unten. Dass bei Audi die Bremsscheiben immer zusammen mit den Belägen gewechselt werden, ist zusätzlich kostentreibend.

 


Datum....EUR..Reparaturen, ohne Verschleißteile, Preise von Audi-Vertragswerkstatt
----------------------------------------------------------------------------------
06/2001...58..Ausfall Blinkrelais, Austausch

01/2003...70..Gasdruckfeder der Mittelarmlehne schwach, Austausch

10/2003..294..Hintergrundbeleuchtung der Außentemperaturanzeige defekt,

..............Austausch Kombi-Instrument

.........221..Achsmanschetten vorn gerissen, Austausch

.........217..Querlenkerlager links ausgeschlagen, Austausch

..........95..Autobatterie schwach, Austausch

10/2004...36..Bremsschlauch vorn rechts rissig, Austausch

12/2005..142..Rad hinten rechts schwergängig, Austausch Bremsträger

.........223..Ausfall Heizung, Austausch Kühlkreis-Thermostat

05/2006..201..Scheibenwaschbehälter vorn rissig, Austausch

.........215..Heckscheibenwischerwelle gebrochen, Austausch Wischermotor

07/2006...64..Auspuff-Flansch gebrochen, Austausch

10/2006..277..Querlenkerlager rechts ausgeschlagen, Austausch

..........72..Bremsschläuche vorn rissig, Austausch

06/2007..971..Klappergeräusche Auspuff, Austausch Katalysator links

----------------------------------------------------------------------------------

Summe...3156..EUR

 

 

..EUR..durchschnittliche jährliche Unterhaltskosten

--------------------------------------------------------------

..206..Kfz-Steuer, 2771 cm³, EURO 2, Stand 2007

..280..Haftpflichtversicherung Klasse 18, SFK 50 %, Stand 2007

..400..Inspektion, ggfs. TÜV, in Audi-Vertragswerkstatt

..450..Reparaturen, ohne Verschleißteile

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.1336..Summe Unterhaltskosten ohne Benzin/Verschleißteile

 

Alle 120000 km ist ein großer Service fällig (Zahnriemen, Keilrippenriemen, u.a.) für rund 800 EUR zusätzlich. Als Faustregel kann man sagen, dass die Audi-Vertragswerkstatt jährlich rund 1000 EUR kassiert und die Fixkosten mit rund 500 EUR zu Buche schlagen. Freie Werkstätten sind bestimmt günstiger, aber bei der damaligen Rechtslage musste man zur Wartung und Instanthaltung Audi aufsuchen, wollte man in den Genuß der Mobilitätsgarantie kommen. Allerdings bin ich bis jetzt noch nie liegengeblieben.

 

Die Kosten für Benzin und Verschleißteile sind von der Laufleistung abhängig. Die Reifen (205/55R16, ca. 400 EUR) halten 20-30 Tkm, die vorderen Bremsscheiben und -beläge (300 EUR) ca. 40 Tkm, die hinteren ca. 60 Tkm. Hinzu kommen noch Kleinteile wie Scheibenwischer (30 EUR) und relativ selten Glühbirnen (< 10 EUR). Alles in allem kommt man auf rund 18 Cent/km für Benzin (1,60 EUR/Liter kalkuliert) und 3 Cent/km für Verschleißteile.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + sehr gute Laufkultur
  • + gute Fahrleistungen
  • - antiquierte, Energie fressende 4-Stufen-Wandlerautomatik
  • - hoher Benzinverbrauch / hohe Unterhaltskosten

Fahrdynamik

3.0 von 5

Fahrwerk

  • Das Serienfahrwerk ist im Vergleich zum Nachfolger A6 C5 etwas straffer ausgelegt, bietet aber genügend Federungskomfort.
  • leichte Wankneigung in schnell gefahrenen Kurven, aber noch gut beherrschbar. Fahrzeug neigt zum Untersteuern.
  • wegen des relativ kurzen Radstands kippt der Wagen beim Anfahren spürbar nach hinten

 

Traktion

  • Aufgrund der Kopflastigkeit gute Traktion des Frontantriebs auch im Winter. Allerdings muss man sich beim Anfahren vor allem auf nasser Fahrbahn etwas zurückhalten mit dem Gasgeben, will man keinen Kavalierstart hinlegen.
  • Beim Kickdown z.B. bei 30 km/h oder höher gibt es in der Regel keine Probleme mit der Traktion.

 

Lenkung

  • Servotronic sehr leichtgängig beim Rangieren
  • sehr griffiges Sportlederlenkrad
  • gut dosierbar vor allem auf der Autobahn, guter Geradeauslauf
  • mit Breitreifen (225/45R17) z.T. spürbare Antriebseinflüsse, vor allem beim Anfahren auf Spurrillen/Straßenbahnschienen

 

Bremsen

  • relativ schwergängiges Bremspedal, v.a. kurz vor dem Anhalten, weil dann die Automatik den Wagen anschiebt
  • die Bremswirkung könnte besser sein, vor allem bei Nässe wird sie z.T. stark reduziert
Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + gute Traktion des Frontantriebs
  • - Bremsen eher unterdimensioniert

Komfort

3.5 von 5

Federung

  • Serienfahrwerk im großen und ganzen komfortabel
  • bei kurzen Stößen (tiefe Schlaglöcher) etwas hölzern ansprechende Dämpfer, ansonsten unauffällige Federung
  • z.T. leichtes Fahrwerkspoltern

 

Sportsitze

  • sehr guter Seitenhalt. Menschen mit breitem Kreuz dürften sich allerdings an den ausgeprägten Seitenwangen stören.
  • durch ausziehbare Oberschenkelauflage sehr lange, bequeme Sitzfläche auch für 2-Meter-Riesen
  • angenehm weicher, glatter Stoffbezug "Jacquard-Satin"
  • die dunklen Stoffbezüge sind pflegeleicht und robust, keine signifikanten Abnutzungserscheinungen nach 130000 km
  • Sitze neigen zu elektrostatischer Aufladung, gelegentlicher Stromschlag beim Aussteigen

 

Innengeräusche

  • ordentliche Schalldämmung (für die 90er-Jahre gut), durch Glasschiebedach etwas vermindert
  • hohe Geschwindigkeiten werden gerne unterschätzt
  • ab ca. 70 km/h Windgeräusche im Bereich der Dachreling

 

Bedienung

Die Anzahl an Funktionen ist überschaubar, daher läßt sich nach einer kurzen Eingewöhnung alles gut bedienen. In tiefen Menüs versteckte Funktionen gibt es bei diesem Modell nicht. Lediglich beim Einschalten des Tempomats muss man aufpassen, dass man nicht versehentlich das gespeicherte (evtl. sehr hohe) Tempo reaktiviert, was bei mir beinahe zu einem Auffahrunfall geführt hätte. Apropos: Der Tempomat agiert etwas ruppig bei Tempokorrektur und beim Ausschalten. Weitere Kritikpunkte: Die Rückstellung der Analoguhr von Sommer- auf Winterzeit hält ziemlich auf, und die Tankanzeige braucht nach dem Start eine Minute, um auf die richtige Position zu kommen.

 

Stereoanlage

Das Radio "delta" (4 Lautsprecher mit je 20 Watt) ist kein Klangwunder, aber für den Alltag ausreichend, wenn man nicht laut Musik hören will. Höhen und Bässe sind zum Glück verstellbar, sonst wäre der Klang ziemlich dumpf und dünn. Dank der Stabantenne auf dem Dach ist der UKW-Radioempfang gut, auch Lang- und Mittelwelle ist verfügbar. Schade ist, dass der 6-fach-CD-Wechsler im Gepäckraum versteckt ist und dass Line-in-Anschlüsse oder ähnliches nicht vorhanden sind.

 

Heizung/Klima

  • gute Heizleistung, der Wagen wird im Winter nach 5-10 Minuten warm
  • gute Kühlleistung im Sommer: Wenn der Wagen in der Sonne stand, werden nach ca. 5 Minuten erträgliche Temperaturen erreicht.
  • Die aufpreispflichtige Klimaautomatik gehört eindeutig zu den Dingen, die man einmal einstellt und dann nicht mehr beachtet, weil sie zuverlässig funktioniert. Störend ist nur, dass die Lüftung im Automatik-Modus ziemlich laut werden kann (was vor allem von außen auffällt). Zwar kann der Lüfter manuell gedrosselt werden, was die Klimaanlage aber merkwürdigerweise nicht davon abhält, weiterhin automatisch die Lüfterstufe je nach Bedarf zu regeln. Eine konstante Lüfterstufe wie beim serienmäßigen Belüftungssystem ist also hier nicht möglich.

 

Gerüche

Nach einer gewissen Standzeit riecht es im Auto ganz leicht nach Benzin.

 

Licht

Die Leuchtkraft der Halogenscheinwerfer ist aus heutiger Sicht eher bescheiden, vom Fernlicht wird häufig gebraucht gemacht.

Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + empfehlenswerte Sportsitze
  • + Bedienung gibt keine Rätsel auf
  • - Schlaglöcher werden z.T. deutlich durchgereicht
  • - Halogenscheinwerfer eher unterdimensioniert

Emotion

3.5 von 5
  • Die schlanke, aerodynamische Karosserieform wirkt elegant und ist auch heute noch attraktiv.
  • Die Frontansicht ist im Vergleich zum aktuellen Single-Frame-Design sehr zurückhaltend, d.h. im Rückspiegel fällt man nicht sonderlich auf.
  • ausgewogene Proportionen zwischen den Seitenfenstern, auch im Verhältnis zum schlanken Blechkleid
  • Der kurze Radstand fällt auf, wenn man den Wagen genau von der Seite betrachtet. Große Überhänge wirken eher unsportlich. Beim Nachfolger A6 C5 wird dies durch die molligere Statur und die größeren Radhäuser besser kaschiert.
  • Die unterschiedlich großen Außenspiegel fallen auf, wenn man den Wagen genau von vorne/hinten sieht.
  • mit Serienfahrwerk relativ hochbeinig
  • Das elegante Innendesign mit den fließenden Formen ist auch heute noch attraktiv. Nur dort, wo es kantig zugeht, z.B. im Bereich der Türen, wirkt es etwas angestaubt.
Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Design gefällig und zeitlos

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr 200-300 Euro
Verbrauch auf 100 km über 10 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 300-500 Euro
Gebrauchtwagengarantie keine vorhanden
Werkstattkosten pro Jahr 500-1500 Euro
Versicherungsregion (PLZ) 88400
Haftpflicht 200-300 Euro (50%)
Außerplanmäßige Reparaturkosten Motor/Kraftstoffversorgung/Abgasanlage - (971 €)

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:
  • mit diesem Fahrzeug sind Fernreisen sehr angenehm
  • kultivierter Sechszylindermotor, solange man ihn nicht quält
  • im großen und ganzen solide Technik, gute Verarbeitungsqualität
Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:
  • hoher Benzinverbrauch, hohe Unterhaltskosten
  • nicht mehr zeitgemäße 4-Stufen-Wandlerautomatik
  • für Kurzstrecken weniger geeignet
Gesamtwertung: 3.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.5 von 5 möglichen Sternen
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