Mitsubishi L200 KAOT 2.5 DI-D Test

05.08.2012 22:36    |    Bericht erstellt von onlinemotor

Testfahrzeug Mitsubishi L200 KAOT 2.5 DI-D
Leistung 178 PS / 131 Kw
Hubraum 2477
Aufbauart SUV/Geländewagen/Pickup
Kilometerstand 7855 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 11/2011
Nutzungssituation Redaktionsalltag und Automobilsalon Bad Kreuznach
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von onlinemotor 3.0 von 5
weitere Tests zu Mitsubishi L200 KAOT anzeigen Gesamtwertung Mitsubishi L200 KAOT 3.0 von 5
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Einleitung

Onlinemotor testet regelmäßig Allradfahrzeuge (Geländewagen, SUV und Crossover).

Zum unmittelbaren Vergleich stand der Mitsubishi L200 in diesem Test als Automatik und in einem separaten Test auch als Schaltwagen in unterschiedlichen Ausstattungen zur Verfügung.

Damit die Offroad Qualitäten unterschiedlicher Fahrzeuge auf einem vergleichbaren Niveau untereinander verglichen werden können werden regelmäßig die Elemente des Mobilen Geländewagenparcour von

www.promotion-concepts.de

verwendet.

Unser Test war zum Zeitpunkt des Automobilsalon Bad Kreuznach terminiert.

Mit runden 55.000 verkauften L200 seit der Markeinführung 1993 gehört Mitsubishi zu den Verkaufsspitzenreitern auf dem deutschen Pickup Markt. Neben drei unterschiedlichen Aufbauen (Einzelkabine, Club Cab und Doppelkabine) bietet Mitsubishi die Ausstattungsvarianten Inform, Invite und Intense an.

Karosserie

3.5 von 5

Neben drei unterschiedlichen Aufbauen (Einzelkabine, Club Cab und Doppelkabine) bietet Mitsubishi die Ausstattungsvarianten Inform, Invite und Intense an.

Galerie
At-ladeflaeche-offen At-doka-beifahrerseite At-karosserie-doka-silber
Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + gefälliges Karosseriedesign
  • + vielfältige alternative Ladeflächenabdeckungen
  • - Rundungen polarisieren

Antrieb

2.5 von 5

Motor

Der Pickup L200 mit Automatikgetriebe verfügt über die CommonRail 2.5 DI-D+ Turbodieselversion mit 131kW/178 PS und legt damit die Leistungsmesslatte für andere Hersteller relativ hoch. In einem breiten Drehzahlband von 1.800 – 3.500 min-1 entwickelt der Motor ein Drehmomentniveau von 350Nm. (Schaltgetriebe 400Nm)

 

Was als unbeladener Solo-Fahrvorgang noch sehr gut funktioniert, gerät im Gespannbetrieb mit höherer Belastung an die Grenzen. Die Schaltpunkte insbesondere im topografisch anspruchsvollen Strecken sind zuweit voneinander entfernt. Da von selbst der vierte Gang zu lang ist, dreht der dritte Gang mit entsprechendem Durst in höheren Gefilden relativ zügellos vor sich hin.

Mit einem Automatikgetribe mehr einer größeren Anzahl von Schaltschritten, würde die durchaus gebotene Motorleistung wesentlich wirkungsvoller umgesetzt werden.

Galerie
2-5-di-d Motoransichtl200silberautomatik
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • - das 5-G-Automatik ist drei Schaltschritte vom Referenzwert entfernt

Fahrdynamik

3.0 von 5

Antrieb

Der permanente Allrad des „Super Select 4WD“ bietet unter wechselhaften Fahrbahnbedingungen des Winterhalbjahrs oder abseits geteerter Flächen besonders effektive Vortriebs- und Sicherheitsreserven. Damit bietet Mitsubishi als einziger Hersteller einen Pickup, mit permanentem Allrad und Getriebeuntersetzung gleichzeitig an. Darüber hinaus bietet der L200 Automatik die Fahrstabilitäts- und Traktionsregelung „MASC/MATC“.

2.000 Kurbelwellenumdrehungen pro Minute in der 5. Fahrstufe entsprechen knapp 100km/h. Damit wird die gesetzlich zulässige Höchstgeschwindigkeit im Anhängerbetrieb solide abgedeckt. Da ab 1.500 Kurbelwellenumdrehungen ein deutlicher Drehmomentzuwachs fühlbar ist, wünsche ich mir bei der nächsten Novellierung ein noch höher belastbares Automatikgetriebe mit mehr Fahrstufen, welche kürzere Gangstufen bietet, positiven Einfluss auf die Verbrauchswerte hat und noch souveräner auch topografisch anspruchsvolle Strecken bei voller Gesamtmasse des Gespanns von bis zu 5,5 Tonnen einebnet.

Die Geländeuntersetzung ist mit dem Faktor 1,9:1 nicht besonders kurz aber ausreichend. Die Zwangssperrung des Mittendifferential bei Einlegen der Untersetzung stellt zwar sehr gute Voraussetzungen für den Vortrieb dar, mich stören jedoch die dann spürbaren Verspannungen zwischen den beiden Achsen bei der Kurvenfahrt, wenn ich z.B. meinen Bootstrailer rangieren möchte.

Auf der kompletten Testdistanz haben wir einen Durchschnittsverbrauch von 11,1ltr/100km realisiert.

Zwischenwerte von 9,3 bis zu 14,1 ltr./100 (bei Ausnutzung der maximalen Anhängerlast) gehen für einen mehr als 2 Tonnen schweren Geländewagen mit Automatikgetriebe in Ordnung.

Galerie
Verschraenkung
Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + rundes Karosseriedesign vrspricht Windschlüpfrigkeit

Komfort

3.0 von 5

Ausstattung

Auf einer Länge von über 5 Meter zu Preisen ab 24.290 Euro bietet Mitsubishi den L200 schon in der Serienversion mit Klimaanlage, Zentralverriegelung, ABS und Airbags an.

Die größere Club Cab startet mit einem Aufpreis von 500 Euro.

Die Möglichkeit des permanenten Allradantriebs startet ab Club Cab Intense, wobei der Einstandspreis von 30.290 Euro u.a. mit der elektronischen Stabilitätskontrolle und Traktionskontrolle, 17“ Alufelgenupdate, Tempomat, Regen- und Lichssensor sowie Klimaautomatik angenehm erleichtert wird.

Galerie
Info-display At-fahrersitzposition Heckfenster-doka-zu-oeffnen
Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • - leicht liegende Sitzposition

Emotion

3.5 von 5

Die Grenzen der Offroad-Ambitionen setzt der Mitsubishi dort, wo sich die Serienbereifung durch Matsch und Moder zusetzt, bzw. wo der Pickup-Überhang, der zwar durch die

Anhängerkupplung vor allzu heftigem Bodenkontakt geschützt ist, dennoch Schaden nehmen könnte. Bis dahin gibt sich der L200 OFF ROAD Anforderungen vollkommen unbeeindruckt.

Unser top ausgestatteter Doppelkabiner Version Intense entsprach incl. der 5-Stufen-Getriebeautomatik dem Premiumpaket mit Lederausstattung, Sitzheizung vorn und elektrischem Fahrersitz sowie 6 Airbags einem Gegenwert von knapp 36.000 Euro.

Die Ladefläche ist mit 6 stabilen Zurrpunkten versehen, die sich konternd einer Zuladung von bis zu einer Tonne entgegenstemmen.

Die leicht indirekte Lenkung hat den Vorteil der geringen Lenkkräfte auch bei den erhöhten Anforderungen im Offroad Bereich. Für ein über 5 Meter langes Fahrzeug gehen 11,8 Meter Wendekreis vollkommen in Ordnung.

Galerie
Info-display Verschraenkung Heckfenster-doka-zu-oeffnen
Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + ausgereift

Gesamtfazit zum Mitsubishi L200 KAOT 2.5 DI-D Test

Aus diesen Gründen kann ich den Mitsubishi L200 KAOT 2.5 DI-D empfehlen:

Der aktuelle L200 hebt sich in der Formensprache deutlich von anderen Pickup`s ab. Ein unmittelbarer Vergleich zu der handgeschalteten gleichen Motorversion des L200 erfolgt in Kürze.

Aus diesen Gründen kann ich den Mitsubishi L200 KAOT 2.5 DI-D nicht empfehlen:

Die Materialanmutung des Armaturenbretts könnte sowohl von der Haptik als auch von der Stabilität hochwertiger umgesetzt werden.

Das Multifunktionsdisplay zeigt gleichzeitig eine Vielfalt von Daten an, die aufgrund der veralteten, monochromen Darstellung und Einflüssen der Sonneneinstrahlung nicht immer leicht zu erkennen ist. Leider bietet Mitsubishi für Europa kein gängiges hochauflösendes Farbinformationsdisplay, möglicherweise verbunden mit einem Touchscreen Navi an. Die Schalter für Sitzheizung und versenkbare Heckscheibe sind ergonomisch nicht griffgünstig in der unten abgewinkelten Mittelkonsole platziert.

Gesamtwertung: 3.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.0 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 1

21.01.2013 17:44    |    onlinemotor onlinemotor

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