Jeep Grand Cherokee/Commander WL 3.0 V6 Test

28.07.2012 15:02    |    Bericht erstellt von onlinemotor

Testfahrzeug Jeep Grand Cherokee/Commander WL 3.0 V6
Leistung 218 PS / 160 Kw
Hubraum 3000
Aufbauart SUV/Geländewagen/Pickup
Kilometerstand 9941 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 11/2011
Nutzungssituation Redaktionsalltag
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von onlinemotor 3.5 von 5
Gesamtwertung Jeep Grand Cherokee/Commander WL 3.5 von 5
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Einleitung

Onlinemotor testet regelmäßig Allradfahrzeuge (Geländewagen, SUV und Crossover)

Der Jeep Grand Cherokee wird seit 1993 in nunmehr 4. Generation gebaut. Der Vorname wies von Anbeginn auf die ausgewachsenen Proportionen sowohl in der Gürtellinie als auch unter der Haube hin. Das aktuelle Serie „WK“ wird in Deutschland seit Winter 2010/2011 angeboten.

Das Modelljahr 2012 wird nicht mehr mit dem Diesel von Mercedes angetrieben. Es kommt ein V6 Turbodiesel von VM zu Einsatz, der sehr harmonisch zu dem 5-Gang-Automatik passt.

Galerie
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Karosserie

4.0 von 5

Der Grand Cherokee hattein seiner Laufzeit immer den Anspruch eines luxuriösen SUV. Der Grand Cherokee verzichtete als enes der ersten SUV auf einen durchgehenden Leiterrahmen zur Karosseriestruktur. Seine überragende Geländefähigkeit im Vergleich zu anderen SUV verdankt der Jeep Grand Cherokee dem beständigen Einsatz enes Untersetzungsgetriebes.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + selbsttragende Karosse

Antrieb

3.5 von 5

Alternativ zu den beiden Benzinern (V6 und V8) wird der große Indianer mit einem 6 Zylinder Diesel in „V“-Anordnung angeboten. Dieser leicht langhubig, drehmomentorientiert ausgelegte Zukauf von Detroit Motor/VM Motori verfügt über einen standesgemäßen Hubraum von 2987 cm3.

Im Einstiegsmodell Laredo beschränkt sich die Motorleistung noch auf 140kW/190PS und einem Drehmoment von 440Nm/1.600min-1. Diese Leistungscharakteristik schon bei moderat erhöhter Standdrehzahl wird ab dem Model Limited und Overland nochmals getoppt. Dann stehen 177kW/241PS und ein Drehmoment von 550Nm ab 1.800min-1 zur Verfügung.

Dieses Drehmomentplateau hinterlässt beim Fahrer eine über alles erhabene Gelassenheit. Der Antrieb des Großen Kriegers kann sowohl den forcierten Galopp als auch die ruhige alles unter 2.000 Kurbelwellenumdrehungen erledigende Gangart und dies unabhängig von der Topografie der Straßenführung.

Galerie
3-0crdv6vmdiesel
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Motor armoniert sehr gut mit dem Getriebe
  • + ww 190 oder 241 PS
  • + Motor kann alles unter 2.000min-1
  • - 8-Gang-Wandlerautomat wäre wünschenswert

Fahrdynamik

3.5 von 5

Der „Grüner Bereich“ des Drehzahlmessers reicht bis knapp 120km/h. Auf Langstrecken, unter Berücksichtigung dieses ökonomischen Bereichs sind sogar Verbrauchswerte unter 9 Liter realisierbar. Ein bemerkenswerter Umstand für ein Fahrzeug dieser Gewichtsklasse. Vorbildlich kurz ist die Getriebeuntersetzung mit dem Faktor 2,72:1 ausgelegt.

Das Quadra-Drive II Allradsystem beim 3.0 V6 Diesel (ab Overland), permanenten Allrad und mit der Untersetzung gekoppelten Sperre des Mittendifferenzials wird ergänzt durch eine elektronische Quersperre an der Hinterachse und das Selec-Terrain Assistenzsystem, welches die unterschiedlichen Untergründe nach Schnee, Sand und Fels differenziert und unter allen Bedingungen optimale Traktion gewährleistet.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Quadra-DriveII bedeuted permanenter Allradantrieb
  • + Selec-Terrain Assistensystem für den Offroad Bereich
  • + elektronische Achssperre hinten

Komfort

4.5 von 5

Zu einem Preis ab 42.950 Euro ist die Einstiegsversion Laredo 3.0CRD bereits u.a. mit Front-, Seiten-, Window und Knie-Airbag für den Fahrer ausgestattet. ABS, ‚ESP, Antischlupfregelung (ASR), Bi-Xenon, die schlüssellose Öffnung und Starten des Fahrzeugs, 2-Zonen Klimaautomatik, Regensensor für die Scheibenwischer, Lenkradbedienung für Audiosystem und Bordcomputer gehören ebenso zur Standartausstattung. Das Allradsystem „Quadra-Track II“ spart die Hinterachssperrezugunsten einer Traktionskontrolle durch gezielten Bremseingriff an alle vier Räder.

Neben dem stärkeren Dieselmotor beinhaltet das 6.850 Euro Update zum Limited u.a. Parksensoren vorn und hinten, eine Rückfahrkamera, elektrisch zu bedienende Font Sitze mit Lederpolsterung, eine Komplettierung des Basis Multimedia Touchscreen mit einer Bluetooth Freisprecheinrichtung sowie eine Alpine Sound System.

Der Overland 3.0 Diesel kostet 58.900 Euro. Das zusätzliche Vorhandensein u.a. von einem Auffahrwarnsystem, Totwinkelassistenten, einer Luftfederung an beiden Achsen, Lederausstattung, Sitze vorne belüftet, Lenkrad beheizbar, 2-teiliges Panorama-Glasdach und eine elektrisch zu bedienende Heckklappe sowie eine weitere Aufwertung des Multimediasystems durch eine Festplattennavigation lässt keine nennenswerte Wünsche offen. Augenmerk erntete die Adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC). Besonders beifahrerfreundlich ist dieser Tempomat mit einer stufenweise manuell einstellbaren Abstandsregelung kombiniert, die vorrausfahrende Fahrzeuge (auch Zweiräder) in einer „Radarkeule“ erfasst und entsprechend berücksichtigt. Ohne Zutun des Fahrers erfolgt ein ggf. auch wirkungsvoller,heftiger Bremseingriff. Das System erkennt und differenziert zwischen auflaufenden und

einscherenden schnelleren Fahrzeugen.

Ein von Dachhimmel klappbarer Bildschirm verkürzt längere Reiseetappe für die Fondpassagiere.

Die identische Übersetzungsverhältnisse von Getriebe und Achsen zwischen den unterschiedlichen motorisierten Ausstattungsvarianten Laredo : Limited und Overland unterstreicht den Wunsch nach einer größeren Getriebespreizung mit einer Aufstockung der Fahrstufen. Derzeit sind 8-Gang-Automaten der Referenzwert.

Galerie
Overland-innenausstattung Fahrersitz Overland-innen-mit-moitor
Testkriterien
Federung (einstellbar): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + "Overland" läßt kaum Wünsche offen

Emotion

3.5 von 5

Fahrfertig wiegt der Grand Cherokee runde 2,4 Tonnen. Damit der Indianer in der Zukunft nicht nur weiterhin gut aussieht, sondern auch die Leichtfüßigkeit des Kriegers auch unter großer Anspannung nicht mit übermäßigen Feuerwasserkonsum erzielt , sollte zukünftigen Entwicklungen dem Leergewicht eine besondere Priorität eingeräumt werden.

ACC (adaptive Cruise Controll) ist ein Segen für gestresste Beifahrertypen. Die systembedingten (sehr wohl akzeptablen) Grenzen sind in Kurvenführungen u.a. spürbar. Zudem kann den vorausschauenden Blick des Fahrers hinsichtlich sich einer entwickelnden Situation ein solches System niemals ersetzen.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + souveräner, luxuriöser Raumgleiter
  • - Hallo Jeep. Bitte haltet das Leergewicht im Auge

Gesamtfazit zum Jeep Grand Cherokee/Commander WL 3.0 V6 Test

Aus diesen Gründen kann ich den Jeep Grand Cherokee/Commander WL 3.0 V6 empfehlen:

Die Marke Jeep gehört nicht mehr zum Chrysler oder Daimler Konzern, sondern zu FIAT. Aus diesem Grund auch der Maschinenwechsel auf der Dieselseite. Oberstes Ziel des neuen Herrn sollte die beständige Qualitätsentwicklung sein. Asstattung in Inhalt des neuen "Overland" ist jetzt schon auf sehr hohem Niveau.

Gesamtwertung: 3.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.5 von 5 möglichen Sternen
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