Ford Ranger II 3.0 TDCi Test

26.07.2012 21:04    |    Bericht erstellt von onlinemotor

Testfahrzeug Ford Ranger II 3.0 TDCi
Leistung 156 PS / 115 Kw
Hubraum 2953
Aufbauart SUV/Geländewagen/Pickup
Kilometerstand 3245 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 3/2010
Nutzungssituation Redaktionsalltag
Testdauer wenige Wochen
Gesamtnote von onlinemotor 3.0 von 5
Gesamtwertung Ford Ranger II 3.5 von 5
Hat Dir dieser Testbericht geholfen?
Sag uns Deine Meinung!
Hilfreich Nicht hilfreich

Einleitung

Onlinemotor testet regelmäßig Allradfahrzeuge (Geländewagen, SUV und Crossover).

Um die Offroad Eigenschaften einheitlich vergleichbar zu machen, verwenden wir die Elemente des Mobilen Geländewagenparcour von

www.promotion-concepts.de.

Der Testbericht umfast die Ford Ranger Ausstattung "Wildtrack".

Unmittelbar nach der Übernahme erfolgte sogleich der Härtetest – insbesondere für den Testpiloten. Mehrere folgenschwere Unfälle auf dem Autobahnring wirken sich auf die Viskosität des Innenstadtverkehr aus. Der Ranger und Fahrer wurden stundenlang zu „Stop and Go“ Betrieb gezwungen. Der Wildtrak nahm das mit stoischer Gelassenheit hin!

Galerie
Kippwinkel

Karosserie

4.0 von 5

Karosserie

Der Ford Ranger wird als Einzelkabiner, mit Extrakabine oder als Doppelkabiner angeboten. Auf identischem Radstand verändert sich im gegenläufigen Verhältnis die Kabinenlänge zur Länge der Ladefläche.

Der Ford Ranger hat eine beachtliche Nutzlast von mehr als 1.100kg in allen Karosserie und Ausstattungsvarianten. Im Anbetracht dieser vergleichsweise üppigen Zuladung, die naturgemäß zu einem hohen Maße auf der

Ladefläche transportiert wird, wirken die beiden innenliegende Zurrpunkte auf der

Ladefläche (ab XL) nicht sonderlich vertrauenserweckend. Mindestens 4 Zurrpunkte nach DIN würden die sichere Fixierung einer Palette oder ähnlichem wesentlich mehr Gewähr bieten.

Zur Erleichterung bei Beladen mit einem Stapler lässt sich die Heckklappe nicht nur in der horizontalen fixieren, sondern sie lässt sich auch nach unten klappen.

Ab der Ausstattungsvariante XLT wird der Ranger mit der sehr zu empfehlenden und wirkungsvollen Ladewannenschutz ausgestattet, die Boden, Seitenwand und Radkästen wirkungsvoll von Feuchtigkeit und grober Beanspruchung schützt. Unsere Version Wildtrak war mit dem optionalen „Roll-n-Lock“ (Aluminium Laderaumrollo) ausgestattet, welches vorwitzige Blicke auf den Inhalt wirkungsvoll vermeidet.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Verarbeitung und Ausstattung "Wildtrack" läßt kaum Wünsche offen

Antrieb

3.5 von 5

Motor

Der derzeit aktuelle Ford Ranger Wildtrak ist mit dem hubraumstärkeren 4 Zyl. Turbodiesel der beiden 2.5/3.0 Varianten ausgestattet. 115Kw/156PS bei 3.200U/Min und 380Nm/1.800U/Min des leicht langhubig ausgelegten Triebwerks haben mit dem Ford Ranger, der zwischen knapp 1.900kg leer und 2.995kg beladen wiegen darf, keine Mühe.

Bei 50km/h liegen im 5. Gang knapp 1.000 Motorumdrehungen an und selbst wenn man die Geschwindigkeit provozierend unter diese Drehzahl senkt, setzt der Ranger Gaspedalbewegungen unmittelbar und verzögerungsfrei in mehr Vortrieb um. Auch wenn dieser mit Oxi-Kat versehene Common-Rail-Direkteinspritzer (Euro4) von den reinen Papierwerten her eher ein „Dauerläufer“ als ein Hochleistungssprinter ist, schreit das üppige Drehmoment geradezu nach einem 6. Gang.

Unserem redaktionellen Maximalverbrauch von 10,71 ltr./100km steht auch eine Messung von 7.88 ltr/100km entgegen. Auf dieser Messung haben wir im Rahmen der Autobahnanteile die Motordrehzahl regelmäßig bei maximal 2.500U/Min eingefroren, was einer Geschwindigkeit von knapp 120 (nach GPS) ergab. Unser erreichter Bewegungsschnitt lag hierbei bei 79,6 km/h.. Verbrauchstechnisch waren wir von der 3.0 TDCi Maschine sehr erfreut.

Galerie
3-2tdci-5zyl 3-0-tdci
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Der 3.0 ist ein Drehmomentmotor "Allesnter2.000min-1Erlediger"

Fahrdynamik

3.0 von 5

OffRoad

Der Ford Ranger verfügt über eine Bodenfreiheit von mindestens 205mm unter den Differentialen. Die Böschungswinkel vorn/hinten 34°/20° sowie die Bauchfreiheit (Rampenwinkel 28°) sind für ein über 5 Meter langes Fahrzeug mit einem Radstand von 3.000mm üblich. Der Kippwinkel von 49° zeugt von einem tiefen Schwerpunkt und breiter Spur im Verhältnis zur Gesamthöhe von tiefgaragenfreundlichen maximal 1.795mm.

Im reinen Straßenbetrieb erfolgt der Vortrieb des Ranger ausschließlich durch den Heckantrieb. Bedarfsweise kann die Vorderachse zugeschaltet werden. Das Problem des zuschaltbaren Allradantriebs ist der übliche Verzicht auf ein Mitten-Differenzial, welches die Drehzahl-unterschiede Vorder-/Hinterachse während der Kurvenfahrten ausgleicht und damit Verspannungen verhindert.

Zusätzlich ist der Ranger mit einem soliden Untersetzungsgetriebe ausgestattet, welches es ermöglicht Kriechgeschwindigkeiten auch in übelstem Geläuf oder alternativ extreme Zugleistungen bereits bei geringsten Motordrehzahlen zu präsentieren.

Das Differential der Hinterachse ist wirkungsvoll selbsthemmend, so dass Fahrversuche mit extremer Verschränkung nicht zu einem Verpuffen der Antriebsleistung an dem Rad ohne Bodenkontakt führen.

Galerie
Kippwinkel Kippwinkel-beifahrerseite
Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Tendenz zum Luxusoffroadlaster
  • - permanenter Allrad wäre eine Verbesserungsoption

Komfort

3.0 von 5

Ab der XLT Ausstattung erfolgt die Besohlung

der Ranger mit Aluminiumfelgen. In der

Version Wildtrak sind das 18Zöller mit der Bereifung 255/60 R 18, die die Radhäuser optisch sehr harmonisch ausfüllen. Zentral-Fernverriegelung, elektrische Fensterheber, ABS, elektronische Bremskraftverteilung, Front/Seiten-Airbags, Park-Pilot-System hinten, Wärmeschutzglas, Klimaanlage und in der Version Wildtrak optisch sehr gelungene Sitzbezüge aus einer Leder/Alcantara Mischung. Diese mit Ziernähten versehene Bestuhlung ist farblich passend zu den Steppnähten des Bodenbelags abgestimmt.

Unser Wildtrak war mit dem Navigationssystem Becker „Indianapolis Pro“ im DIN Format ausgestattet. Aufgrund der technischen Schnelllebigkeit gerade auf dem Gebiet der Navigationsanlagen erscheint dieses Gerät eher aus grauen Urzeiten. Von Vorteil ist, dass die Radio/CD/Navi-kombination von den Abmessungen her dem DIN-Schacht entspricht. Fehlendes Festspeichermedium und keine Kartendarstellung würden selbst einen

Vergleich mit Discounterangeboten für mobile Systeme unterliegen. Serienmäßig ist der Ford Ranger für eine maximal gebremste Anhängerlast von 3.000kg zugelassen und liegt damit auf Ballhöhe zu seinen Mitbewerbern.

Galerie
Fondsitze Verarbeitung
Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + "Wildtrack" hat was

Emotion

3.0 von 5

Der Ford Ranger ist ein solider und treuer Wegbereiter sowohl auf dem gewerblichen als auch Hobby-Sektor. Die Bestuhlung des Ford Ranger insbesondere in der Version Wildtrak ist hochwertig. Eine Sitzhöhenverstellung würde die üppig vorhandene Kopffreiheit sinnvoll ergänzen.

Zur Fahrerassitenz insbesondere auf längeren Fahrten wurde von mir ein Tempomat vermisst.

Ein aktueller Vergleich im Bereich der 3.0 motorisierten PickUp wird zeitnah veröffentlicht.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + zuverlässiger Nutzwertorientierter Lustlaster

Gesamtfazit zum Ford Ranger II 3.0 TDCi Test

Aus diesen Gründen kann ich den Ford Ranger II 3.0 TDCi empfehlen:

Potential für Premiumpunkte sehe ich in der Motorisierung des zukünftigen Ford Ranger mit 3.2TDCi und in der Möglichkeit eines permanenten Allradantrieb mit einem zusätzlichen Stabilitätsprogramm (ESP).

Gesamtwertung: 3.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 3.0 von 5 möglichen Sternen
Hat Dir dieser Testbericht geholfen?
Sag uns Deine Meinung!
Hilfreich Nicht hilfreich
Kommentare: 0
Testbericht schreiben!
Fahrzeug Tests